MYTHOLOGISCHE, ETYMOLOGISCHE UND SYNCHROMYSTISCHE HINTERGRÜNDE VON PARANORMALEN UND RELIGIÖSEN PHÄNOMENEN

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Artikel : SELTSAMES VON GESTERN - TEIL 6
Erstellt am 20.12.2007 07:24:49 (1487 x gelesen)

Von Reptomaniac

Viele seltsame Erscheinungen, die uns heute Rätsel aufgeben, sind keineswegs neu sondern haben sich bereits schon in vergangenen Zeiten ereignet..

So wird z.B. schon das Flechten von Zöpfen in die Schweife von Pferden in einer alten Sage erwähnt. In der Gegend von Kempten erzählte man sich, dass oft nachts die Mähnen oder Schwänze der Pferde im Stall von den Druden (hexenhafte Nachtgeister) auf kunstvolle Weise so zu Zöpfen geflochten wurden, dass man sie kaum wieder auseinanderbringen konnte.

Das einzige Gegenmittel waren die sogenannten Drudensteine, kleine runde Steine mit einem Loch in der Mitte, in dem ein weiterer Stein, den man im Volk Donnerkeil oder Teufelsfinger nannte, steckte. Durch das Loch des Drudensteins musste ein Riemen gezogen werden und er wurde dann im Stall aufgehängt, dass sollte die Druden davon abhalten, ihr Werk zu verrichten, da sie sich so verirrten [ s. auch Artikel "Phänomenale Flechtkunst", sowie "Der Alp- oder Drudenfuß" - Verlinkungen unten].

Auch unheimliche, geflügelte Kreaturen hat es schon immer gegeben. Als eine Pestepidemie in der Ortschaft Gräfendorf in Bayern wütete, sahen viele Augenzeugen einen schwarzen Vogel mit auffallenden weißen Punkten über dem Ort kreisen. Kein Einwohner hatte bisher so ein Tier gesehen. Nachdem der Vogel wieder abzog, endete auch die Epidemie.

Ebenfalls schon lange bekannt ist die Theorie von angeblichen Höhlensystemen unter der Erde, in denen eigenartige Geschöpfe hausen sollen. Der Jesuitenpater und Universalgelehrte Athanasius Kircher (1602 bis 1680) beschreibt in seinem Werk "Mundus subterraneus" ein unterirdisches Höhlengeflecht, in dem Zwerge und Drachen wohnen. Und bereits der englische Geschichtsschreiber Gervase von Tilbury (1150 bis 1228) berichtet von seltsamen Kreaturen unter der Erde. Im Jahre 1138 hörten die Mönche eines Trierer Klosters seltsame Geräusche, die aus dem Keller kamen. Als sie dort nachschauten, bemerkten sie eine kleine zwergenhafte Kreatur, die aus einem Erdtunnel, der in unbekannte Tiefen führte, gekommen war. Die Männer nahmen der Zwerg gefangen, aber mit der Zeit wurde ihnen das Wesen unheimlich. Schließlich beauftragten sie einen Bischof, einen Exorzismus durchzuführen und die Kreatur wieder in seinen Tunnel zu jagen.

Für unsere Vorfahren war der Umgang mit den Wesen aus der Anderwelt noch alltäglich. Begegnungen mit Elfen und Zwergen waren nichts Außergewöhnliches und man versuchte, so gut es ging, sich mit ihnen zu arrangieren. Die heutige Geschichtsschreibung hat alle die Episoden, die von solchen Vorkommnissen berichteten, aus ihren Lehrbüchern getrichen, denn selbstverständlich waren alle die unzähligen Menschen, die davon berichteten, entweder Betrüger oder hatten sich in ihrem abergläubischen Wahn nur etwas eingebildet. Und wenn z.B. jemand wie Goethe über seltsame Ereignisse schrieb, so war das natürlich nur ein Produkt seiner schriftstellerischen Phantasie.

Leider kann man das nicht so einfach abtun. Wie kommt es, dass es in allen Kulturen der Menschheit mehr oder weniger die gleichen Berichte, Erzählungen und Sagen gibt, auch in Teilen der Welt, die untereinander keinen Kontakt besaßen? Immer wieder tauchen die gleichen Wesenheiten, zwar oft vielfach abgewandelt, aber im Grunde immer der gleiche Archetypus, auf.

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Sind nicht der Grey und der Zwerg, die außerirdischen überdimensionalen "Lichtbringer" und die Engel, der Drache und die geflügelten Kreaturen und Reptoiden unserer Zeit ein- und dasselbe? Und welcher Unterschied besteht zwischen den Aliens, die an Bord ihrer Raumschiffe Experimente an ihren Entführungsopfern durchführen mit den mittelalterlichen Dämonen, die ihre Opfer folterten? Alles, aber auch restlos alles, was heute den modernen Ufo-Mythos ausmacht, hat es schon vor langer Zeit gegeben.

Nicht einmal die Behauptung, jene Wesen wären Außerirdische, ist neu. Bereits in den Jahren 1823 bis 1826 kursierte unter Berner Pfarrern ein sogenanntes Zirkularbuch, in dem jeder Sagen und Berichte, für die er sich verbürgte, eintragen konnte. In einem dieser Berichte ist von einem Dekan die Rede, der nach eigenen Angaben mit Kobolden in Kontakt gekommen sein will und von ihnen erfuhr, dass sie Bewohner des Mondes seien.

Und im Jahre 1914 landete bei Hamburg ein zigarrenförmiges Flugobjekt auf der Wiese eines gewissen Bauern Herwegen, aus dem mehrere Zwerge ausstiegen. Interessant ist, dass die "Aliens", was ihre technische Ausrüstung betrifft, immer genau den jeweiligen Vorstellungen angepasst sind. So trugen sie z.B. in den 50er Jahren Sauerstoff-Flaschen auf ihrem Rücken, früher gondelten sie mit Luftschiffen und Ballonen über den Himmel.

Besonders seltsam sind die Geschichten über "Brennende Männer". Ein Mann aus Weingarten bei Durlach war an einem Adventsabend gerade auf dem Nachhauseweg, als er es in seiner Nähe mehrmals hupen hörte. Nach einiger Zeit hupte es erneut. Der Mann dachte, es handele sich um Leute, die sich verirrt hätten und gab Antwort. In diesem Augenblick erschien ein hageres, dürres Wesen vor ihm. in dessen Inneren ein Feuer brannte, so dass man alle Rippen zählen konnte. Das Feuerwesen heftete sich an seine Spuren und bewegte sich stets mit der gleichen Geschwindigkeit wie der Zeuge. Erst nachdem er in einen Seitenweg abgebogen war, verschwand die Erscheinung. Acht Tage später starb der Zeuge.

In der Gegend des Wiesentals erzählt man sich von brennenden Männern, die Ahnungslosen auflauern und ihnen dann als Aufhocker auf den Rücken springen.

Diese Feuerwesen gibt es auch in Österreich. Nachts wurden in der Gegend von Au im Burgenland schon oft brennende Männer mit langen Stangen gesehen. Als ein Bauer eines Abends mit seinem Pferdefuhrwerk nach Hause fuhr, spürte er plötzlich, wie der Wagen durch ein ungeheures Gewicht belastet wurde, so dass die Pferde ihn nicht weiterziehen konnten. Als er sich umblickte, hockte hinter ihm eine brennende Gestalt. Der Bauer forderte das Wesen auf, wieder herunter zu steigen, daraufhin verschwand die Erscheinung.

Möglicherweise stehen diese "brennenden Männer" auch in Zusammenhang mit den Irrlichtern, die man in manchen Gegenden auch Tückkobolde nennt. Dabei handelt es sich um feurige kleine bösartige Wesen, die Wanderer in die Irre führen oder ihnen auch auf den Rücken springen. Nach dem Volksglauben soll es sich bei den feurigen Männern um die Seelen von Toten handelt, die in ihrem Leben Unrecht begangen haben. Es gibt auch germanische Mythen, nach denen der Gott Wotan (der Herr der Toten und Geister, Anführer des Wilden Heeres) auf seinem Thron von zwölf brennenden Männern umgeben war.

Im Jahre 1800 schrieb Johann Theodor Benjamin Helfrecht über diese Wesen: "Sogenannte feurige Männer, deren leichte, zähe, klebrichte phosphorescirende Materie sich bald vereiniget, bald theilt, bald auf und niederschwebt und endlich verschwindet, wenn der brennbare Stoff sich verzehrt hat, sind ebenfalls nichts seltenes."

Aber, wie schon gesagt, alle diese Erscheinungen sind nur Täuschung und Selbstbetrug, die Zeugen unglaubwürdig, und brennende Wesen, die Menschen auflauern und ihnen auf den Rücken springen, gibt es nicht, oder?
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Mehr zu den Themen

Der Alp- oder Drudenfuß
http://www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... s/article.php?storyid=804

BIGFOOT und WESEN - Phänomenale Flechtkunst:

Teil 1:
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Teil 2:
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Teil 6:
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Teil 7:
http://www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... /article.php?storyid=1176

Quellen:

Heinz Rölleke - Das große deutsche Sagenbuch
Ulrich Magin- Trolle, Yetis, Tatzelwürmer
www.sagen.at

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