MYTHOLOGISCHE, ETYMOLOGISCHE UND SYNCHROMYSTISCHE HINTERGRÜNDE VON PARANORMALEN UND RELIGIÖSEN PHÄNOMENEN

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Artikel : NACHGEDANKEN ZU "WALPURGA"
Erstellt am 30.04.2009 01:00:00 (1884 x gelesen)

Von Reptomaniac

Die moderne Hexenbewegung Wicca führt ihren Ursprung auf eine alte Urreligion, in der die Muttergöttin verehrt wurde, zurück..

Wiccaner bestreiten eine satanische Herkunft, aber dennoch sollte man der Sache mal etwas genauer nachgehen.

Angehörige des Wicca-Kultes würden es vehement abstreiten, irgendetwas mit satanischen Praktiken zu tun zu haben, geschweige denn irgendwelchen dämonischen Kreaturen zu huldigen. In ihrem Buch "Die magische Kraft der Hexenkunst" schreiben die Autoren Gavin und Yvonne Frost, die 1968 "The Church and School of Wicca" gründeten: "Hexen sind keine Satanisten, denn Satan erscheint nur in der christlich-jüdischen Bibel."

Sieht man sich etwas näher an, welche Gottheiten verehrt werden und wie die Entstehungsgeschichte von Wicca verlaufen ist, dann sieht es doch ein kleines bißchen anders aus.

Wiccaner verehren eine Göttin unter dem Namen Diana (von Diviana = die Leuchtende). Diana war bei den Römern die Göttin des Mondes und hatte auch die Eigenschaften der griechischen Göttin der Jagd, Artemis, übernommen. Daneben gibt es noch den "Gehörnten Gott", keltisch Cernunnos, auch der "Grüne Mann", Robin Goodfellow usw. [Vergleiche das Burning Man Motto 2007 'The Green Man' und 'Robin Hood'] Auf alten keltischen Abbildern wird er oft mit einem Hirschgeweih, manchmal auch mit zwei Hörnern, sowie einem erigierten Phallus dargestellt.

Gerade letzteres weist eine seltsame Parallele zu dem ägyptischen Gott der Unterwelt, Osiris, auf, der ebenfalls oft auf Bildern diese Position einnahm. Osiris zeugte mit seiner Schwester Isis einen Sohn, Horus. Und Diana zeugte mit dem gehörnten Gott eine Tochter namens Aradia.

Wie standen die beiden nun zueinander? Der Autor Charles Godfrey Leland schrieb in seinem im Jahr 1899 erschienen Buch "Aradia, or the Gospel of the Witches", dass besagter Gott der römische Luzifer und Dianas Bruder war. Vielleicht sind die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Götterpaaren darauf zurückzuführen, dass des Isis-Osiris-Kult im römischen Imperium einst seit verbreitet war und durch die römischen Legionen auch nach außerhalb des Reiches getragen wurde.

Leland war darüber hinaus überzeugt, dass der Name Aradia auf Herodias zurückzuführen ist, und dieser wiederum sei ein Name der Lilith. Und wie wir wissen, ist Lilith die Urmutter der Vampirwesen und der Alben. Da heißt also nichts anderes, als dass Wiccaner in Wirklichkeit Wesen wie die Lilith oder den Satan verehren (bzw. vielmehr das, was man als Satan bezeichnete), auch wenn ihnen das nicht bewusst ist oder sie das nicht offen zugeben wollen.

Dass Wicca eine Wiederbelebung einer alten, vorschristlichen Religion ist, ist eine romantische Erfindung. Tatsächlich wurde sie von dem Okkultisten Gerald Brousseau Gardner (13. 6. 1884 bis 12. 2. 1964) in den fünfziger Jahren (1954 legte er in der Zeitschrift "Witchcraft Today" die Grundlage dafür) ins Leben gerufen. Er wurde sicherlich von Aleister Crowley beeinflusst, der wiederum von Leland inspiriert wurde. Gardner hatte ein Faible für sexualmagische Riten und rituelle Nacktheit.

U.a. vergnügte er sich damit, bei den Zusammenkünften anderen beim Geschlechtsverkehr zuzusehen. Vielleicht ist es in diesem Zusammenhang ganz aufschlussreich zu erwähnen, dass Gardner (wie Crowley) ein Mitglied des O.T.O. (Ordo Templis Orientalis) war, der sich höchstwahrscheinlich auch mit Sexualmagie befasste. In dem anfangs erwähnten Werk der Frosts heißt es, was Sexual- und Blutmagie betrifft, weiter:

"Wenn Sie diese Rituale zuerst lesen, so werden Sie sie vielleicht nicht mögen, aber sie gehören zu den fröhlichsten und lustigsten Teilen der Hexenkunst." Lustig? Da fehlt dann nur noch der Clown. Und alle Dämonen sind´s zufrieden.

Reptomaniac, 30.04.2008


Quellen:
wikipedia
Gavin und Yvonne Frost - Die magische Kraft der Hexenkunst

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