DES TEUFELS HAARE

Datum 10.07.2011 14:20:00 | Thema: Artikel

von Reptomaniac

Im Zusammenspiel zwischen unserer vertrauten Welt und der dÀmonischen RealitÀt scheinen Haare eine besondere Rolle zu spielen..
Schon die antiken Völker vermuteten einen Zusammenhang zwischen Haaren und der Lebenskraft. Wer kennt nicht die Geschichte von Samson und Delila aus der Bibel, wo Samson seine Kraft verliert, nachdem ihm Delila seine Haare abgeschnitten hat und er erst nachdem die Haare wieder gewachsen waren, seine StÀrke wieder erlangt?

Auch fĂŒr die Griechen galt das Haupthaar als Sitz der Lebensenergie, daher trugen es die Krieger und Priester lang und ungeschnitten. Ägyptische Darstellungen zeigen den Pharao, der seine Feinde dadurch unterwirft, indem er sie an den Haaren packt. Bei den Germanen und Kelten war das lange Haar ein Zeichen der Freien und Edlen. Gefangenen und Sklaven wurde das Haar geschoren, ein Zeichen der DemĂŒtigung. Noch im Jahre 1944 wurde z.B. französischen Frauen, denen man vorwarf, mit den Deutschen kollaboriert zu haben, das Haar in der Öffentlichkeit abgeschnitten.

Die Form und die Farbe der Haare spielte auch wĂ€hrend der Zeit der Hexenverfolgungen eine große Rolle. Besonders Frauen mit rötlichem und gekrĂ€useltem Haar standen im Verdacht, Hexen zu sein und sich den dĂ€monischen MĂ€chten hingegeben zu haben. Aber auch Tieren, die eine bestimmte Fellfarbe aufwiesen, sagte man nach - bzw. man tut es zum Teil bis auf den heutigen Tag - , Helfershelfer des Teufels zu sein. Man denke nur an die berĂŒhmt-berĂŒchtigte schwarze Katze der Hexe oder des Zauberers. Eine obskure religiöse Sekte unserer Tage hat diese Vorstellungen wieder aufgegriffen und behauptet u.a. auch, dass langhaarige Hunde dĂ€monische Strahlen anziehen.

Immer wurden mit der Farbe des Haares und der Form der Frisur ganz bestimmte Eigenschaften assoziiert. Im MĂ€rchen und Volksglauben steht das lange, blonde Haar fĂŒr Reinheit und Unschuld, (das lange blonde Haar weiblicher MĂ€rchenfiguren symbolisiert u.a. auch das Licht, bzw. die Strahlen der Sonne), das weiße Haar fĂŒr Weisheit. Ordentlich gekĂ€mmtes oder sorgfĂ€ltig geflochtenes Haar galt als ein Zeichen der Ordnung und ZĂŒchtigkeit, waren die Haare aufgelöst, bedeutete das Sinnlichkeit und Begierde.

Besonders rötliche Haare dagegen - Rot, die Farbe des Blutes! - bei Frauen sollen auf eine ĂŒberdurchschnittliche SexualitĂ€t (und damit auf eine gesteigerte AnfĂ€lligkeit gegenĂŒber teuflischen EinflĂŒssen) hinweisen. Waren die Haare darĂŒber hinaus auch noch zerzaust und/oder gekrĂ€uselt, war, wie bereits erwĂ€hnt, die DĂ€monenbuhlschaft so gut wie sicher.

Auch in unseren Tagen scheint es eine eigenartige Verbindung zwischen den dĂ€monischen Wesen (vulgo "Aliens" genannt) und ihren Opfern zu geben. Wie wir z.B in dem mehrteiligen Artikel "BIGFOOT und WESEN: PHÄNOMENALE FLECHTKUNST!!" lesen können, machen sich diese Wesenheiten anscheinend einen makabren Spass daraus, die Haare von denjenigen Menschen oder Tieren, die sie heimsuchen, in Unordnung zu bringen, Knoten hinein zu flechten.

Teil 1:
www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... s/article.php?storyid=784
Teil 2:
www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... s/article.php?storyid=797
Teil 3:
www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... s/article.php?storyid=806
Teil 4:
www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... s/article.php?storyid=822
Teil 5:
www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... s/article.php?storyid=913
Teil 6:
www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... /article.php?storyid=1059
Teil 7:
www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... /article.php?storyid=1176
Teil 8:
www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... /article.php?storyid=1333
Teil 9:
www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... /article.php?storyid=1540

DarĂŒber hinaus kommt es vor, dass sogar die Farbe des Haares wechselt. Und nicht nur beim Haupthaar, auch z.B. bei den Augenbrauen wurde schon ein unerklĂ€rlicher Farbwechsel festgestellt (in der chinesischen Mythologie gelten ĂŒbrigens lange, bis zum Boden reichende Augenbrauen als Zeichen der "Lohan", der Erleuchteten). Möglicherweise dienen diese Manipluationen an den Haaren, ebenso wie die Markierungen, Narben und Flecken an den Körpern von sogen. Abductees als Zeichen der Besitzergreifung durch die teuflischen Wesenheiten - eine andere ErklĂ€rungsmöglichkeit fĂŒr VerĂ€nderungen der Haare sind Krankheiten als Folge von Eingriffen/ Einwirkungen vom andersweltlichen "drĂŒben".

DĂ€monische Wesen selbst wurden oft statt mit Haaren auf dem Kopf mit Schlangen darauf dargestellt. Ein berĂŒhmtes Beispiel ist die Medusa mit ihrem Schlangenhaupt, deren Anblick so schrecklich war, dass jeder, der sie erblickte, zu Stein verwandelt wurde. Auch die griechischen Rachegöttinen, die Erynnien (römisch "Furien") - das "furchtbare Geschlecht der Nacht" (Schiller) - hatten statt Haaren Schlangen auf dem Haupt.

"Und wo die Haare lieblich flattern,
Um Menschenstirnen freundlich wehn,
Da sieht man Schlangen hier und Nattern
Die giftgeschwollŽnen BÀuche blÀhn."

Aus "Die Kraniche des Ibykus" von Friedrich Schiller.

Der Teufel selber wurde oft als eine am ganzen Körper behaarte Kreatur aufgefasst, zottig, verfilzt, einem Tier Àhnlicher als einer menschlichen Gestalt (Bigfoot, Der Wilde Mann, Brownies usw., s. z.b: hier www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... /article.php?storyid=1764). Dieses animalische, dÀmonische Bild zeichnete z.B. auch der Horror-Schriftsteller Howard Phillips Lovecraft in den Romanen seines Cthulhu-Mythos, in denen er ein eigenes Universum, regiert von dem wahnsinnigen und blinden Gott Azathoth, kreierte.

Einer dieser unheimlichen dĂŒsteren Wesen, die nur darauf lauern, die Herrschaft ĂŒber die Erde wieder an sich zu reißen, ist Gnoph-Keh, "das verkehrte Auge auf dem Thron, das haarige Ding an sich".

Wer ĂŒber die Haare eines Menschen verfĂŒgte, der besaß Macht ĂŒber ihn. Aus diesem Grund war es in alten Zeiten der Brauch, abgeschnittene Haare nicht einfach wegzuwerfen, sondern sorgfĂ€ltig zu vergraben, damit sich die DĂ€monen oder ihre menschlichen Helfer sich ihrer nicht bemĂ€chtigen konnten. Frauen, die wegen angeblicher Hexerei angeklagt waren, gestanden unter der Folter, fĂŒr ihre Zwecke die Haare von Lebenden und auch von Verstorbenen benutzt zu haben. Angeblich genĂŒgten schon wenige StrĂ€hnen dazu, um Einfluss auf die Opfer zu gewinnen.

Diese Praxis wird ja auch bei der Herstellung von Voodoo-Puppen verwendet, indem aufgesammelte Haare desjenigen, dem ein Schaden zugefĂŒgt werden soll, zusammen mit Wachs zu einer menschenĂ€hnlichen Puppe geformt werden, die dann auf die verschiedenartigste Weise traktiert wird, um dem Opfer Schmerzen zuzufĂŒgen oder es zu töten. Der Magier und Okkultist Aleister Crowley vernichtete aus den genannten GrĂŒnden seine abgeschnittenen Haare stets mit grĂ¶ĂŸter Sorgfalt.

Quellen:
Fritz Glunk - Das große Lexikon der Symbole
Könemann Verlag, Bonn - Zeichen und Symbole
David Pickering - Lexikon der Magie und Hexerei
Friedrich Schiller- Die Kraniche des Ibykus
wikipedia.de

erstmals 8. Juli 07 u. 16. April 08

Mehr zum Thema in KĂŒrze!



Dieser Artikel stammt von Ufos-Co.de
http://www.ufos-co.de/news_artikel/htdocs

Die URL für diesen Artikel lautet:
http://www.ufos-co.de/news_artikel/htdocs/modules/news/article.php?storyid=791