DAS NOTWENDIGE VORHANDENSEN EINES ZOTTELS

Datum 20.05.2014 21:50:00 | Thema: Artikel

Die Liebe deiner AllernÀchsten

Von Corinna

Die Zahl der zerhackten, ausgebluteten, lebendig begrabenen, gehÀuteten, enthaupteten, verspeisten oder verkohlten Opfer in der Geschichte der Menschen ist...
...unmöglich zu schĂ€tzen. Überall und zu allen Zeiten wurde auf dem Planeten gemetzelt, fĂŒr die unterschiedlichsten Götter und zu den unterschiedlichsten AnlĂ€ssen, - aber letztlich meistens fĂŒr das Gemeinwohl. Immer waren (und sind) einige die SĂŒndenböcke fĂŒr alle anderen (Ausnahmen waren z.B. Königsopfer, teilweise Bauopfer, und ein paar andere). Sie, die Dahingeschlachteten, nahmen die SĂŒnde der anderen mit sich in den Tod und ihre Lebenskraft ging auf in den Göttern, welche sich im Gegenzug (so die Hoffnung) mit Milde und GroßzĂŒgigkeit zeigten (zeigen).

Die Gemeinschaft (als Einheit) muss(te) GEBEN, um dann ihrerseits etwas zu BEKOMMEN. Das Gegebene muss aus großem Leid hervorgehen, und je grĂ¶ĂŸer das Leid, um so höher fĂ€llt die zu erwartende Gegengabe aus. Die Opferkultur entspricht dem kosmischen Gesetz der Balance, - dem Prinzip der Harmonie oder des Ausgleichs - und stellt, gemeinsam mit der Sprache, die Basis der menschlichen Kultur dar.

Dieses Gesetz besagt, dass eine universelle, harmonische Balance zwischen Geben und Nehmen bestehen muss. Man gibt, um zu bekommen, - und man gibt etwas (das Opfer), das dem Wert des Erhaltenen entspricht, wobei der Wert in erlittenem Leid gemessen wird (Blut, Krankheit, Geschenke, bzw. erarbeitetes, 'erlittenes' Geld als Ersatzopfer). Die Frage des Wertes eines Opfers, oder einer Gegengabe, ist eine moralisch-philosophische. In der Regel dĂŒrfte der das Opfer in einem Ritual darbringende Priester (Schamane) darĂŒber entscheiden, oder traditionelle und kulturell bedingte Regeln.

[Die 'Harmonie' ist untrennbar mit uns verbunden. Wenn Jemand zum Beispiel großen Aufwand betreibt, um uns zu helfen, dann steht man "in dessen Schuld", - oder man sagt, er habe bei einem "etwas gut" (auf dem 'Schuldenkonto'). Die Veranlassung, Ausgleich zu erlangen, folgt im Idealfall einer inneren Stimme. Wer sie nicht erhört, oder nicht befolgt, bricht mit dem kosmischen Urgesetz und wird frĂŒher oder spĂ€ter zum Ausgleich gezwungen werden. Die Opferkultur, so grausam sie heute auch erscheint, war immer das höchste Mittel des Ausgleichs.]

Wie ich in mehreren Texten dargelegt habe, wird auch heute noch geopfert. Trotz der technischen und industriellen Entwicklung haben sich weder die Grundlage der menschlichen Kultur noch die kosmischen Rahmenbedingungen geĂ€ndert. Es ist - wegen der großen Bevölkerungsdichte - allerdings komplizierter geworden, ein Opfer kurzfristig und zielgerichtet einzusetzen. Abnahme von Gemeinschaftssinn und Werteverfall wirken sich ebenso aus, wie die damit verbundene Habgier, Egomanie, Gewalt und anhaltende, unumkehrbare Zerstörung der Natur. Überdies erlebt gerade die „westliche“ moderne Menschheit eine Entsakralisierung, und Wegkehr von altem Wissen, die - abgesehen vom Verlust der Glaubens an höhere MĂ€chte – insbesondere durch Egozentrik gekennzeichnet ist.

Harmonie lĂ€sst sich kaum noch herstellen, so dass, aus kosmisch-religiöser Sicht, der Sinn allen Seins zerstört ist. Nur mit allerletzter Kraft versucht ein schwaches GerĂŒst aus Tradition und Glaube ein soziales GefĂŒge aufrechtzuerhalten. Die Störungen der 'großen' Balance sind aber vielschichtig und nicht mehr ĂŒberschaubar. Opfer (in der westlichen Welt) sind zum grĂ¶ĂŸten Teil nur noch in (christlich-) traditionellen Ersatzopfern ausgeprĂ€gt, viele Menschen in großen Gemeinschaften fordern viel ein, und geben wenig zurĂŒck.

Dazu gesellt sich eine machthungrige Oberschicht, die sich auf Kosten von Randgruppen am Leben erhĂ€lt, und eine geheime Elite, die alle Opfer nur noch fĂŒr eigene Zwecke nutzt. Dazu schrieb ich u.a. im Text 'Strohwodenwahn Teil 4':

„Ohne diese dem Opfer inne-liegende, stetige BestĂ€tigung des Kreislaufs von Leben und Tod kann eine denkende Kultur nicht aufrechterhalten werden, ohne SĂŒndenböcke funktioniert keine(!) Gemeinschaft, - ich bin daher sicher, dass natĂŒrlich nach wie vor den 'Göttern' geopfert wird. Das 'Einmal-Opfer' Jesus scheint fast wie ein perfide eingesetztes Instrument, um von dieser Wahrheit abzulenken, und um die Masse/Meute vom Opferschauplatz fernzuhalten, sodass der Opferertrag nunmehr nur denen zugute kommt, die sich die Bevölkerung untertan - und allen Reichtum zu eigen machen wollen“ (Zitat Ende).

Öffentliche Opferungen waren (sind) in der Regel Massenveranstaltungen. Das ganze Dorf (Stamm) war anwesend. Die 'Ernte' aus einem Opfer (also der von Gott gegebene Ertrag) sollte allen zugute kommen. Geopfert wurden stets die durch besondere QualitĂ€t Hervorragenden – spĂ€ter auch die besonders AussĂ€tzigen, wie z.B. Gefangene. Bereits diese waren eigentlich nur Ersatzopfer und von kleinerem Wert, als die ursprĂŒnglich prĂ€chtig geschmĂŒckten, reinen und besten Jungfrauen und Kinder.

Was aber brauchen die Welt und das Leben, außer diesen Blutopfern, um einwandfrei ablaufen zu können? Sind die in großen Zeremonien zielgerichtet geopferten Blutgeschenke ausreichend in allen Lebenslagen? Was ist mit dem einfachen, tĂ€glichen Kampf ums Überleben abseits der Großprojekte? Wie danke ich fĂŒr das tĂ€gliche Überleben? Was soll man vor allem heutzutage tun, wenn man so gar nicht religiös ist, und auch keinerlei Opferambitionen hat, aber bequem und satt durchs Leben taumeln möchte? Das verĂ€nderte Opferverhalten der (vorwiegend westlichen) Menschen fĂŒhrt automatisch zu betont harmonisierenden AusprĂ€gungen im Sinne des Opfergedankens.

Wie im Großen, so im Kleinen: Die Ausgleicher in den kleinen Gruppen

In der Familienpsychologie spricht man von dem 'Schwarzen Schaf' bei einem...:

„Gruppenmitglied, das sich in einer Weise von den ĂŒbrigen Mitgliedern einer sozialen Gruppe abhebt, die von den anderen als negativ bewertet wird“, und: „In der Gruppendynamik erfĂŒllt das 'schwarze Schaf' in der Rolle des Außenseiters eine wichtige Funktion in der Gruppe (SĂŒndenbock). Die Gruppe verstĂ€rkt den inneren Zusammenhalt auf Kosten des Außenseiters (Mobbing). Unangenehme Ă€ngstigende Gruppenthemen werden von der Gruppe ferngehalten, indem sie auf den Außenseiter projiziert und personifiziert werden. Der Außenseiter ist damit TrĂ€ger wichtiger und wertvoller Energie und kann - richtig integriert - wesentlich zur positiven Entwicklung der Gruppe und ihrer Arbeit beitragen“ ( Zitat Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzes_Schaf ).

„Die Gruppe verstĂ€rkt den inneren Zusammenhalt auf Kosten des Außenseiters“, heißt es also. Darauf werde ich spĂ€ter noch einmal eingehen.

GemĂ€ĂŸ einer Befragung von Kindern und Jugendlichen, scheint es in 65 bis 70 Prozent der Familien ein bevorzugtes Kind zu geben (und demzufolge auch mindestens je ein Benachteiligtes). Das fand die Soziologin Katherine Conger von der University of California in Davis heraus. AussagekrĂ€ftiger sind etliche, auf lĂ€ngere Zeit angelegte Studien, die zu Ă€hnlichen Ergebnissen gelangten.

Ich sehe hinter diesem - innerhalb Familien - relativ flĂ€chendeckend vorkommenden Muster (in ĂŒberwiegend Familien mit mehr als einem Kind) allerdings weniger ein rein psychologisches PhĂ€nomen, als viel mehr ein tief in der menschlichen Opferkultur wurzelndes Muster! Es kann sein, dass man nicht nur aufgrund einer zugeteilten und delegierten Rollenfunktion (durch die Eltern und Familie) zum schwarzen Schaf wird, sondern dass dieses geradezu schicksalhaft geschieht, bzw. man bereits so geboren wird (nicht selten kommen die Familien-Schwarzschafe z.B. bereits in komplizierten Geburten zur Welt oder sind schon als Babies krank, - wobei etwaige Nahtoderlebnisse wĂ€hrend der Geburt bereits einem schamanistischen Initiationsritual gleichen können, mehr dazu unten).

Das heißt, Schwarzschafsein ist nicht nur eine (familiĂ€re, oder) gesellschaftliche, sondern eine schicksalhaft-religiöse bzw. kosmische GesetzmĂ€ĂŸigkeit. Die Eltern werden sich dieser Bestimmung entsprechend verhalten, wahrscheinlich ohne dieses zu beabsichtigen, oder ĂŒberhaupt wahrzunehmen. Selbst wenn sie es spĂ€ter, darauf angesprochen, abstreiten, wird diese Angabe höchstwahrscheinlich ihrer eigenen Wahrheit entsprechen. Anstelle eines Delegationsdilemmas durch die Eltern sehe ich eher eine festgeschriebene Schicksalsforderung.

Aus dieser völlig neuen Perspektive werde ich den mystisch-religiösen Hintergrund der familiÀren Schwarz-Schafe erlÀutern, erklÀren, warum es dazu kommt, und warum es - entgegen aller psychologischen Literatur! - kein wirkliches Entkommen gibt!

Das in der Psychologie so genannte „Schwarze Schaf“ unterscheidet sich in der Regel nicht nur durch seine Außenreiterrolle vom Rest der Familie. GemĂ€ĂŸ der Erkenntnisse aus der Opferkultur mĂŒsste es sich nĂ€mlich auch um das am meisten geeignete Opfer handeln, also etwa das jĂŒngste Kind, das HĂŒbscheste, das Intelligenteste, das Kreativste, den Sensibelste... dasjenige, das dem geschmĂŒckten Pfingstochsen, - dem Besonderen – am nĂ€chsten kommt, und damit dem Opfergott am Ă€hnlichsten ist. Der SĂŒndenbock kann das einzige blonde Kind sein, das schnellste, sportlichste oder am meisten strahlende Kind, das mit den besten Schulnoten, dem grĂ¶ĂŸten Zeichentalent, etc etc.

Solche auffĂ€lligen Besonderheiten der Schwarzen Schafe stellt auch der Autor Peter Teuschel in seinem kĂŒrzlich erschienenen Buch „Das Schwarze Schaf“ heraus (wenn er auch sonst nur teilweise mit meinen Darlegungen konform gehen dĂŒrfte: Wie auch sonst ĂŒblich in solchen psycholgischen Betrachtungen, wird die Rollenverteilung durch die Eltern als etwas dargestellt, bei dem man quasi die Wahl hat.)

Der Familien-Ausgegrenzte ist also nicht zwangslĂ€ufig von Anbeginn an der Versager, der Scheiternde, der HĂ€ssliche, der BedĂŒrftige, durch besonders viele schlechte oder abartige Merkmale Gekennzeichnete, - im Gegenteil: Er mag besonders viele außergewöhnlich positive Merkmale aufweisen, und vielleicht nur EIN kleines, nebensĂ€chliches schlechtes, welches ihm dann besonders hĂ€ufig angelastet wird, bis irgendwann alle guten hinter ihm verblassen.

Oft sind es die mit den besonderen Talenten, die völlig aus der 'Art' schlagen, oder 'unangepasst' sind, und FĂ€higkeiten besitzen, die der Rest der Familie nicht besitzt, - und die irgendwann als einzige mit ansonsten in der Familie nicht vorkommenden Krankheiten ein Leben am Rande fristen. Sie haben spĂ€ter MS, Diabetes, chronische Schmerzen, chronische Leiden, chronisches UnglĂŒck... (nicht ganz selten gepaart mit paranormalen Erlebnissen). Und sie haben vermutlich lebenslang mit SchuldgefĂŒhlen, RivalitĂ€t, Depression, Kontrollzwang und/oder Autoaggression zu kĂ€mpfen.

Der Zweck eines FamiliensĂŒndenbocks geht weit hinaus ĂŒber eine einfache psychologische oder zugeteilte (gar antrainierte) Rollenfunktion. Nach meiner Meinung nĂ€mlich erfĂŒllt er den lebenserhaltenden Zweck einer Gruppe, der ganz klar auf der menschlichen Opferkultur basiert, welche - NICHT abĂ€nderbar - die Basis vorgibt: Ohne einen SĂŒndenbock kann keine Gruppe ĂŒberleben, das gilt fĂŒr große Gruppen, wie fĂŒr kleine (etwa FamilienverbĂ€nde). In Schulklassen gibt es den 'Klassenclown', in kleinen Orten den Dorfdeppen; in Filmen um eine Kinder- oder Jugendgruppe meist das durch Körperfett oder Hornbrille gekennzeichnete 'Schwarzschaf'. Ohne den SĂŒndenbock ist eine Gemeinschaft nicht vollstĂ€ndig, so wie jedes Dorf vollstĂ€ndigkeitshalber seinen Kirchturm – als Mittelpunkt und Zeichen der Verbundenheit mit dem Himmel – zu haben pflegte. Der SĂŒndenbock ist der wahre Mittelpunkt der Gemeinschaft.

In grĂ¶ĂŸeren Gruppen (z.B.Ortschaften, StĂ€dten) gibt es statt einzelnen Schwarzschafen schließlich Schwarzschaf-Randgruppen, die mit dem gesellschaftlichen Leid(!) ĂŒberfrachtet werden (anders sieht es aus, wenn es sich um mĂŒhelos und leidlos-faule Dahinexistierende handelt, wie in 'Die FĂŒsse der Aliens,Teil 4' - http://www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... /article.php?storyid=1786 – beschrieben, bitte nicht verwechseln).

SĂŒndenböcke (bzw. Opfer) sind erforderlich, um das Leben der anderen (und der Götter) zu erhalten. Sie sind die Ausgleicher, die, die die Balance wiederherstellen, indem sie die fehlenden Opfergaben mittels eigenen Leids bereitstellen.

In frĂŒheren VölkerverbĂ€nden wirkten öffentlich dargebrachte Opfer an Götter ausgleichend auf die Stimmung im Volk. Sie sicherten sozusagen die Balance innerhalb der Gruppe, - hielten/halten die soziale Einheit und die kosmische Ordnung – aufrecht. Politik hat sich dieses schon immer zunutze gemacht. Das religiöse Opfer war IMMER ein Mittel von Religion UND Politik. Es wurde eingesetzt um Ernte, Wetter, Epidemien oder aufkommende 'Unruhen' zu beeinflussen. Zuweilen haben Völker ganze Opferscharen in Verliesen gehalten, so dass jederzeit ein Blutopfer zur VerfĂŒgung stand. Es handelt sich um ein religiöses Urprinzip, dem keiner je entkam, bzw. entkommen kann.

Im Text „Baby-Lon-Don“ schrieb ich:
„Bereits im Vorwort zu Peter Levendas hervorragender Trilogie >Sinister Forces - A Grimoire of American Political Witchcraft< (Band I) wird gefragt: 'Was ist Politik: Eine Wissenschaft? Eine Kunst? Oder Religion...'. Politik war immer mit religiösen Absichten verknĂŒpft. Angeblich soll sich das im Wandel der Zeiten irgendwann geĂ€ndert haben. So wird Politik heute als profanes Mittel der Staatslenkung betrachtet. Bei Wikipedia nennt man das so: 'Soziales Handeln, das auf Entscheidungen und Steuerungsmechanismen ausgerichtet ist, die allgemein verbindlich sind und das Zusammenleben von Menschen regeln'... Das weiß schließlich jeder, oder? Politik ist 'sozial'. Nicht? Die neue Religion heißt Wissenschaft. Sie ist genauso verlogen und manipulativ, und besitzt genauso großen Suchtcharakter. Aber sie – und die angebl. 'entsakralisierte' Form der modernen Politik - bestimmen heute unser Weltbild. In zivilisierter, westlich orientierter Demokratie ist Politik NATÜRLICH streng von Religion getrennt anzusehen. Ich habe da allerdings so meine Zweifel“,

...und ferner: „Denn wann sollen denn eigentlich die öffentlichen Opferungen aufgehört haben, die es seit Anbeginn der Menschheit gab (gibt)? Oder eben anders gefragt: Haben sie ĂŒberhaupt jemals aufgehört?“ Antwort: NatĂŒrlich haben sie nicht aufgehört. Warum sollten sie. Sie werden in der heutigen, profanen Welt allerdings als etwas anderes dargestellt. Namen, Zahlen und Daten (Symbole) ersetzen die Opferorte fĂŒr die zweckgebundenen aber nicht ĂŒberschaubaren Opferungen (AmoklĂ€ufe usw.). Sehen Sie z.B. bei Min:32 im Video von Andreas Hauss bzgl. des Winnenden Amoklaufes: http://www.youtube.com/watch?v=wKWGJA7_N_k
Die „echten“ Polizisten wurden weggeschickt. U.a. befand sich ein Großteil der zustĂ€ndigen Polizei am Amok-Tag auf einem Lehrgang bzw. Übung. Man hört dieses von den allermeisten Schul-, Kino- und sonstigen AmoklĂ€ufen.

Ein „echter“ Polizist, Andreas H., wurde aufgefordert das SchulgebĂ€ude der Albertville Realschule nicht zu betreten (wĂ€hrend drinnen seine Verlobte starb). Diese in den Medien stark verzerrt und wirr dargestellten, in Wahrheit aber nie auch nur im Geringsten aufgeklĂ€rten, AmoklĂ€ufe werden NICHT von den angeblichen, spĂ€ter oder zuvor ermordeten, AmoklĂ€ufern verĂŒbt. Nach meiner Meinung gibt keine andere ErklĂ€rung als die, dass es sich um Blutopferrituale handelt.

Der BĂŒrger (und die ĂŒbliche Polizei) darf nicht wissen, dass Opferungen stattfinden und stattfanden. Man ist heute nicht mehr wild, man ist gezĂ€hmt! Aus Barbaren wurden denkende Intelligente. In einer jungen, entsakralisierten, zivilisierten Industriegesellschaft von modernem, technischen Fortschritt ist es nicht mehr möglich, Blutopfer zu erklĂ€ren, oder zu verstehen. Darum werden sie vertuscht. Es wĂŒrde etwas fragwĂŒrdig anmuten, kĂ€me heraus, dass altreligiöse, ĂŒber der Regierung stehende Geheimorganisationen in Teamwork mit unerklĂ€rlichen, religiösen Gewalten, auf unseren Straßen Blutopferrituale vollziehen wĂŒrden :)

Nur die Schwarzschaf-Randgruppen sind offiziell geduldet: Die sozial Nichtintegrierten, die irgendwo im prolligen Dreckstadtteil leise leidend vor sich hin dĂŒmpeln: Arbeitssuchende FamilienvĂ€ter, Kranke, FlĂŒchtlinge, PflegebedĂŒrftige, Gefangene, missbrauchte Kinder, DrogensĂŒchtige und Obdachlose. Die armen, ausgeschlossenen Gesellschafts-Leidenden sind die Quelle fĂŒr dauerhafte Leidensenergie, die es den Anderen ermöglicht, ein annĂ€hernd geordnetes und sorgenarmes Leben zu fĂŒhren, denn sie liefert das Elend, in dem die Problemlosen wurzeln.

Neben den kurzfristigen, und sehr wirksamen, zweckgebundenen Blutopfern (dessen Lebensenergie sofort und ganz in Gott aufgehen soll), gibt es eben auch jene, die Dauerleid erzeugen: Diese gesellschaftlichen oder familiĂ€ren SĂŒndenböcke. Sie existieren zwar in jeder Gemeinschaft, aber gerade in kleinen VerbĂ€nden sind sie die einzige Alternative zu Blutopfern, sonst wĂ€re von der Gruppe (Familie) schnell keiner mehr ĂŒbrig! Und deswegen wird auch das Familienopfer nicht einfach auf dem Balkon zerhackt und geschĂ€chtet und dann im Garten verbuddelt. Es muss leben, und leiden, nur so ist die leidensbezogene Energie fĂŒr den Rest der Familie dauerhaft gesichert.

Allerdings beleben viel 'Daueropfer' (Obdachlose, Hilflose, etc.) auch die moralische StĂ€rke der Großgesellschaft, aber nur bis zu dem Grad, wo sie umkippt, d.h. bis die mitgeschleppten 'AussĂ€tzigen' diese Balance wiederum stören (s. FĂŒsse der Aliens Teil 4). Die optimalste Lösung befndet sich, was das Volk angeht, in der Mitte, d.h. eine gerade noch tragbare Zahl von AussĂ€tzigen (die Zahl ist bereits ĂŒberschritten) und – um die Balance weiter zu garantieren die 'Hauruck' Opfer (zb AmoklĂ€ufe, welche fĂŒr eine Weile aufkommendes Volksaufschreien beruhigen).

Es kann innerhalb der Familie natĂŒrlich auch gestorben werden: Das Schwarze Schaf ist aber in der Regel, und trotz allen Leidens, recht widerstandsfĂ€hig. Es leidet sich ĂŒber den lĂ€ngstmöglichen Zeitraum durchs Leben, denn es ist unabkömmlicher MĂŒlleimer fĂŒr die Familie. Es fĂ€ngt in der Regel nebenbei die Trauer der anderen auf, resorbiert sie, 'lebt sie ab' und quĂ€lt sie durch eigenes Leid und UnglĂŒck wieder heraus. Der LebensĂŒberschuss der anderen muss vom Schwarzschaf durch Lebensanteile abgelitten werden. Das Familienschwarzschaf ist der Blitzableiter und sichert die StabilitĂ€t der Gruppe.

Der Unterschied zwischen Blutopfern und Dauer-Schwarzschafen ist vor allem der, dass das Blutopfer relativ kurze Zeit leidet, dafĂŒr aber die ganze Lebensenergie auf einmal freigesetzt wird, welche besonders fĂŒr Großprojekte oder Großbittstellungen benötigt wird, fĂŒr Großgemeinschaften, oder gelegentlich fĂŒr die gierigen Opferer selbst - wĂ€hrend das Schwarzschaf langfristig und i.d.R nicht todesnah leidet, wobei immer nur ein wenig Lebensenergie verloren geht; gerade soviel, dass es fĂŒr das bequem-normale Leben der betr. Gruppe ausreicht, die keine Ahnung hat von diesem Konzept. Die familiĂ€ren und gesellschaftlichen Schwarzschafe sind immer vorhanden, sie entstehen in der Regel von ganz alleine.

FĂŒr eine Weile nahm ich an, dass auch die Blutopfer sich irgendwie 'ergeben', wie durch ein Art selbst-ablaufendes Schicksal. Inzwischen bin ich der Ansicht, dass sie auch gelegentlich konstruiert werden und ein Zusammenspiel aus Mensch und göttlicher Macht darstellen. Ich behalte mir vor, meine diesbezĂŒgliche Meinung je nach Neuerkenntnis zu Ă€ndern :)

Ritualswert

Die heute nicht mehr – bzw. bei UNS! nicht stattfindenden, meist qualvollen Initiationsriten (und Opferfeste) fĂŒr verschiedene Lebensabschnitte (z.B. Geburt, Sippenaufnahme, Namensgebung, Gottesweihe, Erwachsenwerden - besonders der Jungen -, Hochzeit, Tod) mĂŒssen ebenfalls von den Schwarzen Schafen aufgefangen werden. Meist geht es – traditionell - um symbolische Tötung und Wiedererweckung, Ende, Verwandlung und Neubeginn. Die Energien aus den Ritualen, bei denen die Betroffenen marginalisierte GrenzgĂ€nger sind, sind erheblich. Die AnwĂ€rter mĂŒssen diese Prozesse leidvoll durchlaufen, um an dessen Ende die schicksalhafte Wandlung und Vorbereitung fĂŒr die neue Lebensphase zu erwerben.

Solche Riten, die kulturbedingt in kleinen Gemeinschaften, spĂ€ter Familien abgehalten wurden, werden in der Moderne (bzw. in christlich geprĂ€gten Gemeinschaften) nur noch - und das auch nur gelegentlich - durch vergleichsweise erbĂ€rmlich bis betrĂŒgerische Ersatzhandlungen ausgedrĂŒckt (z.B. Taufe, Konfirmation, Jugendweihe, Polterabend, Trauerrede – sowie allerhand katholisches 'Gedöns' etc.), welche ĂŒberhaupt kein Leid bedeuten.

Die sakral notwendigen Ausgleichsopfer finden nicht mehr statt (zumindest nicht in unserer Kultur). Ein Opfer ist IMMER durch Leid und den sich dadurch bemessenen Wert gekennzeichnet. Wer anhaltend gegen dieses kosmische Gesetz des Gleichgewichts verstĂ¶ĂŸt, also diejenigen, die immer viel nehmen*, ohne gleichwertig dafĂŒr zu geben, laufen Gefahr, durch einen plötzlichen, 'kosmischen Ruck' auf eine gleichwertige Ebene zurĂŒckgestoßen zu werden. So ein 'kosmischer RĂŒckstoß' kann sich z.B. durch plötzlichen Verlust eines geliebten Menschen, eigenen plötzlichen Tod, UnfĂ€lle usw. ausdrĂŒcken.

[* Die ZUVIEL Nehmenden: Damit meine ich u.a. Banker (s. 'Strohwodenwahn 4'), Faule (s. 'Die FĂŒsse der Aliens 4'), anhaltend 'Über-ihre-VerhĂ€ltnisse'-Lebende (Verschuldete), Lottogewinner, VIP's (solche, die nicht wirklich hart arbeiten fĂŒr Ruhm und Geld), Erbreiche, MĂ€chtige Blender (z.B. Politiker u.Ă€., die ihre Position ausnutzen), Korrupte, BetrĂŒger usw., also alles Menschen, die man oft schon von Natur aus unsympathisch findet, weil sie sich 'Etwas' aneignen, was ihnen nicht zusteht, nĂ€mlich 'nicht-gelittene' Werte.

Bei Verschuldung z.B. wĂŒrde man meinen, es ist in Ordnung, den Schuldenwert im Nachhinein 'abzuleiden' (Ratenzahlung durch zukĂŒnftige Arbeit u.Ă€.); das moralische Problem ist der ungesicherte Deal: Keiner kann garantieren, dass dieses in der Zukunft wie geplant geschehen wird. Schulden sind ein Opferkredit (Anleihe beim Schicksal) und damit in vielerlei Hinsicht unheilvoll, mitunter muss man auf den 'Vorschuss' Seelenanteile abgeben.

Nicht umsonst haben hohe Kredite schon viele in die Schlaflosigkeit, den Wahnsinn, die völlige Überschuldung oder gar den Selbstmord getrieben: Der Vorschuss verlangt sein Opfer. Wenn z.B. alle Seele benötigt wurde, den Vorschuss abzugelten, bleibt manchen nur noch der Tod.]

Das Übertragen des Familienleids – und auch des Initiationsleids - auf das „Opferlamm“ ist ein 'Nehmen' (von guter Energie) seitens der Familie, und ein erzwungenes 'Geben' seitens des Lammes. Die so gereinigten Familienmitglieder leiden diese gewonnene Energie nicht ab: Sie stehlen sie (Energievampirismus) und erreichen z.B. die jeweiligen Lebensabschnitte mithilfe dieser geraubten Energie, wĂ€hrend das Schwarzschaf ersatzweise das ausgleichende Leid (und die erforderlichen Ersatztode) durchsteht. So bildet sich eine Opfereinheit.

Das klassiche Schwarze Schaf der Familie weiß hĂ€ufig nicht, mit wieviel Gegengut es schicksalhaft gesegnet ist, und es tĂ€te gut daran, sich dieses bewusst zu machen: Durch das Delegieren all des familiĂ€ren Initiationsleids auf den SĂŒndenbock, ist dieser nĂ€mlich besonders 'geweiht'. Er erlebt meist eine geistige Reife, ĂŒber die die anderen nicht verfĂŒgen, und naturgemĂ€ĂŸ ist er spirituell viel 'gereinigter' durch all seine Lebensphasen.

Das im Mittelalter geprĂ€gte Wort der 'heilsamen Krankheit', genannt „infirmitas salubris“ (s. auch Terra mystica http://www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... /article.php?storyid=1792 ), beschreibt die Möglichkeit, dass die BewĂ€ltigung von Leiden eindrucksvoller und beispielhafter sein könnte, als ein Leben in Leidlosigkeit.

An Leid wĂ€chst der Mensch. Leidloses und sinnfreies Dahinvegetieren ist gehaltlos (s. auch 'Das zerteilte Leben' www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... /article.php?storyid=1354 , Abschnitt: 'Leidensprinzip'). Das Schwarze Schaf hat durch sein ĂŒbermĂ€ĂŸiges Ableiden - gemĂ€ĂŸ des kosmischen Gesetzes - einen hohen Opferwert erworben (s. hierzu Zitat aus „Die FĂŒsse der Aliens Teil 4“:

„In ‘Verpfingst nochmal’ beschrieb ich, wie der Mensch stets das Schönste der Geschöpfe den Göttern zu opfern pflegte. Diese wurden dann verstĂŒmmelt, wie Gott es mag, und geopfert, so dass sie zu den jĂ€hzornigen Göttern gelangen konnten. Der Weg zu den Göttern fĂŒhrt deutlich ĂŒber die körperlichen Leiden und Handicaps, sodass dem leidenden Gehandicappten beim Voranschreiten auf diesem Weg bereits ein (Teil-Menschen-) Opfer inneliegt:

Der bereits versehrte, gehandicappte Mensch hat einen Teil des Opferns bereits hinter sich gebracht, und ist den Göttern daher bereits nĂ€her, als die ‘nur’ Schönen und Unversehrten (Ă€hnliches macht die Ehrhaftigkeit der sich schindenden Arbeitenden aus). Das macht u.a. den Humpelnden so geheimnisvoll und verehrenswert. Das Humpeln ist zudem nicht nur der Rest einer von Gott auferlegten Qual, sondern auch das Flehen um Ausgleich durch ein Aufstocken der geistigen FĂ€higkeiten. Die Gehbehinderung signalisiert an sich den ganzen Lebensweg, das Leben mit all seinen Hindernissen und Leiden und steht somit gewissermaßen auch fĂŒr Weisheit.“ (Zitat Ende)

Der Zottel

„Die Gruppe verstĂ€rkt den inneren Zusammenhalt auf Kosten des Außenseiters“ erwĂ€hnte ich oben. WĂ€hrend man in der Familienpsychologie ĂŒberwiegend davon ausgeht, dass z.B. Eltern unbewusst die Rollen (und somit auch die Rolle des Außenseiters) auf die anderen ĂŒbertragen, gehe ich (wie erwĂ€hnt) davon aus, dass dieses von selbst und in jedem Fall geschieht. In einer Art programmierten Ablauf bildet sich das kosmische Opferkonzept IMMER aus. Die gesamte Menschheitsgeschichte ist Opferkultur. Sie ist Ausdruck des Kreislaufs von Leben und Sterben, Nehmen und Geben, Gedeihen und Vergehen, - und bedingt sich in der physikalischen RealitĂ€t der Zeit (Kronos/Saturn = Gott der Zeit).

Die AusprĂ€gung von dem Bild der meist gutsituierten, gesunden Problemlosen auf der einen- und der Leidenden auf der anderen Seite ist das einzige Konzept, das seit allen Zeiten funktioniert. Eine leidensfreie Welt mit ausschließlich glĂŒcklichen, gesunden Menschen ist daher völlig unmöglich.

Seit den Zeiten der frĂŒhesten Opferungen lebten die Menschen fĂŒr einen höheren Zweck. Es galt als normal, oder sogar als Ehre, sich selbst oder die eigenen Kinder zu opfern, um der Gemeinschaft einen religiösen Dienst zu erweisen. Heute, da die meisten Menschen nur noch fĂŒr ihr eigenes VergnĂŒgen leben, entwurzelt und entsakralisiert ihrer Egomanie frönen, wird das Opfer an sich als etwas Unfassbares dargestellt. In Wahrheit aber kann die Opferkultur nie abgelegt werden, sie erscheint nur in ihrer Ă€ußeren AusprĂ€gung leicht abgewandelt. Die moderne Unwissenheit bzgl. des Opferkonzepts ist sehr problematisch, aber der einfachste Weg des Selbstbetrugs.

Es kommt heute immer gut an, bei den Dauer-Leidenden, wenn von den Problemerleichterten etwas anderes behauptet wird. Auf diese Weise wird ihre Bereitschaft, als MĂŒlleimer zu fungieren, aufrechterhalten. Innerhalb der Familie ist das z.B. der Fall, wenn die Eltern dem verzottelten, drogensĂŒchtigen und hoffnungslosen Sohn zwar endlos VorwĂŒrfe machen, ihn aber wieder in ihr Haus aufnehmen und finanziell unterstĂŒtzen.

Auf diese Weise kommen sie ihrer 'moralischen Verpflichtung' nach, und können sich - mit dem Zottel eng an ihrer Seite – weiter (und besser als zuvor) bequem 'entwĂ€ssern'. Sie laden alles Negative, alle eigenen Verfehlungen, bei ihm ab, fĂŒttern das schlechte Gewissen des Sohnes, und reinigen sich selbst. Der Zottel mag noch so hilflos und ausgesondert erscheinen: In seiner 'blitzableitenden' Weisheit erfĂŒllt er seine Opferrolle und ahnt, dass er diese ableisten muss.

Die Andersartigkeit des Zottels mag oberflĂ€chlich betrachtet nur aus negativen Elementen bestehen. Das 'Aus-dem-Rahmen-fallen' beschert dem Herausfallenden allerdings auch eine gewisse gesellschaftliche Freiheit. Der Familienzottel ist nĂ€mlich fast immer auch besonders! Die oben erwĂ€hnten vorhandenen speziellen Talente und anderen – oft positiven - Attribute lösen bei der normalen Familiengemeinschaft zusĂ€tzlich so etwas wie Neid aus: Das Schwarzschaf wird daher höchstwahrscheinlich unter Mobbing zu leiden haben; innerhalb der Familie, und gerne auch außerhalb; das Schicksal wird dafĂŒr sorgen. Einer der wichtigsten Faktoren, die den 'AussĂ€tzigen' dieses ertragen lassen, ist sein Gewissen:

Das Leidens-Gewissen

Was ist das Gewissen? Nur eine anerzogene oder gesellschaftliche Auslegung von Moral, Gesetz und Menschlichkeit? Oder vielleicht etwas viel Tieferes, etwa eine unverĂ€nderbare, schicksalhafte Vorbestimmung des Verhaltens, der Motor, der es diktiert? Ein Seelensache? Die meisten Familien-Dauer Opfer wĂŒrden ihrer MĂŒlleimer-Rolle gerne entkommen (bewusst, oder unbewusst), versuchen dieses wahrscheinlich auch immer wieder. Aber letztlich plagen sie das schlechte Gewissen,und SchuldgefĂŒhle, denn offenbar ahnen sie, dass eine Opferverweigerung ihrerseits, die gesamt Familie schließlich entzweien könnte. Denn dann wĂŒrde das erforderliche Leid, das zum Ausbalancieren ihrer Leben vonnöten wĂ€re, fehlen, und die Familie mĂŒsste ihr eigenes Leidkonzept entwickeln.

Schwarzschafe halten einen familiĂ€ren Bruch naturbedingt eigentlich nicht (oder fast nicht) aus, weil es ihnen bestimmt ist, das der Opferrolle inneliegende Leid abzuleisten. Ihnen fĂ€llt damit eine wichtige, schicksalhafte Rolle zu. Und trotz all ihrer vermeintlich so negativen Eigenschaften und ihres Versagens, stellen sie damit so etwas wie die moralische Instanz der Familie dar: Solange sie den MĂŒll der anderen verstofflichen, - deren negativen Defizite mit eigener Lebensenergie wieder auffĂŒllen -, waschen sie die SĂŒnden der anderen rein, und stellen sicher, dass keiner der anderen je tiefer fĂ€llt, als sie - zumindest von außen betrachtet nicht.

Auf http://de.wikimannia.org/Opferkultur , wo das Konzept der 'Opferkultur' nach meiner Meinung falsch dargestellt wird, heißt es in einem Abschnitt allerdings richtig: „Opfer spielen eine bedeutende Rolle im öffentlichen Leben, vor allem Opfer von Gewalt und Missbrauch. Sie dienen dazu, anderen moralische Festigung und Orientierung zu geben“. (Zitat Ende)

Das Schwarze Schaf muss aus eigenen SchwĂ€chen keinen Hehl mehr machen und kann somit völlig integer auftreten. Es muss seine eigenen Defizite nicht weiterreichen, sondern beherrscht das Ausleiden derselben. In Wahrheit sind Schwarze Schafe allen anderen ĂŒberlegen. Sie sind mehr als Blitzableiter und praktische Energiequelle. Sie sind das 5. Rad am Wagen, dass im Notfall den Karren aus dem Dreck zieht. Sie sind Balance, stellvertretende WĂŒrde und die Lebensberechtigung der Familie und die einzigen, die aus Verbindungen in energetische und jenseitige Welten schöpfen können.

Der Weg zur Erleuchtung: Das Priestertum

Viele stellvertretende Tode und Wiedererweckungen verleihen dem Familien-Schwarzschaf die Rolle des Familien-Schamanen. Ein Schamane lebt meist als argwöhnisch betrachteter Außenseiter abgesondert am Rand des Dorfes, und erlangte seine besonderen FĂ€higkeiten durch (symbolhaft) durchgemachten Tod, Auflösung, Wiedererweckung, - durch Krankheit, oder durch paranormale Eingriffe (s. auch Text Die FĂŒsse der Aliens - Teil 4).

Der meist körperlich gehandicappte Schamane ist den Göttern und den Toten nahe und der weiseste der Gemeinschaft. Als Einziger besitzt er die FĂ€higkeit des Weissagens und des Heilens. Sein ganzes Tun und Handeln wird dem Wohl der Gruppe untergeordnet, - er ist das Gruppengewissen. Er fĂŒhrt die Gruppe durch traditionelle Initiationen und Opferrituale, und stellt unverzichtbar sicher, dass das kosmisches Gleichgewicht stets gewahrt ist.

Im Unterschied zu den Familienschwarzschafen, kann der Schamane das den um Heilung ersuchenden Gruppenmitgliedern abgenommene Leid zu den Ahnen und in unbekannte Gefilde weiterleiten, oder die negativen Energien in positive umwandeln (Heiler und sogenannte 'Wandler'), - das Familienschaf hingegen muss sich mit dem Leid der anderen selbst herumplagen.

Der erste Ansatz, wenn es darum geht, einem Schwarzen Schaf das Leben in seiner Familie etwas zu erleichtern, wĂ€re daher zu prĂŒfen, ob und inwieweit man das den Familienmitgliedern anheim fallende Leid in positive Energie umwandeln kann, und zwar BEVOR es mit voller Wucht auf das Schaf fĂ€llt! Zwar wird keine vollstĂ€ndige Umwandlung der negativen Energien möglich sein, da dies dem Opferkonzept und dem Konzept der Balance widersprechen wĂŒrde, aber es könnte eine deutliche Verbesserung geben. Zu solchen möglichen Umwandlungen komme ich noch...

Rette sich wer kann!

Eine Schwarzschafsituation kann sich Ă€ndern, wenn z.B. ein Schwarzschaf selbst eine Familie hat und die Rolle sich auf eines der Nachkommen ĂŒbertrĂ€gt. Wenn Weißschafkinder eine Familie grĂŒnden, wird eines der Kinder vermutlich die fehlende Schwarzschafrolle erhalten. Letztlich kann die Rolle auch durchaus lebenslang bei einem Elternteil verblieben, was wahrscheinlich weniger hĂ€ufig vorkommt (Vorsicht: Es kommt vor, dass, wer sich oft und gerne als Opfer bezeichnet, in Wahrheit ein Manipulator ist). Die Rolle selbst kann aber – nach meiner Meinung – nicht aufgelöst werden oder verschwinden. Sie muss vorhanden sein und irgendwann - egal in welcher Generation – abgelitten werden.

BeschĂ€ftigt man sich mit der reichhaltigen Literatur zum Thema, fĂ€llt zunĂ€chst auf, dass Familien, die nur aus weißen, glĂŒcklichen, gesunden 'Schafen' bestehen, offenbar fĂŒr grundsĂ€tzlich möglich gehalten werden. Ich bin da nicht so sicher. Sollte es solche Familien geben, dann ist das Leid, da bin ich sicher, woanders ausgedrĂŒckt.

Des Weiteren wird man wiederholt auf die ziemlich gleichen RatschlĂ€ge stoßen, die dem Schwarzschaf erklĂ€ren, wie es seiner Opfer-Rolle entkommen kann. In der Regel werden Wege aufgezeigt, wie man sich der eigenen Situation zunĂ€chst ĂŒberhaupt bewusst wird, um dann folglich mit neuer StĂ€rke und Achtsamkeit entsprechende Situationen leichter zu vermeiden. Einige Autoren ermutigen das Schwarze Schaf dazu, die Pseudo-Anteile der eigenen Persönlichkeit abzulegen, also jene, die einem anerzogen wurden, aber nichts mit einem selbst zu tun haben. Dieses sei hĂ€ufig schwierig, weil es dem Schaf wie ein Verrat an ihm selbst vorkommen könnte.

In ihrem Buch: „Du bist unser Wunderkind und du das Schwarze Schaf“ schreibt Joyce Block: „Indem wir andere Menschen, die in unserem Leben einmal sehr prĂ€sent waren [..], zur Ursache unseres gegenwĂ€rtigen Leids erklĂ€ren und ihnen die Verantwortung fĂŒr unser Gewordensein zuschieben, leben wir den Mythos des Opfers, was uns lebenslang an die vermeintlichen TĂ€ter bindet. Dies löst den Bann nicht, sondern lĂ€sst ihn umso mĂ€chtiger werden“ (Zitat Ende).

Der in der herkömmlichen Literatur auftauchende Aufruf zur 'Lösung' oder 'Ablösung' aus der alte Rolle kann, - sollte diese Rolle, wie von mir behauptet, schicksalhaft sein -, natĂŒrlich nicht funktionieren, und falls doch, dann nur mit viel schlechtem Gewissen und Leiden in anderer Form.

Peter Teuschel z.B. (Buch „Das Schwarze Schaf“) wird auf http://www.bewusster-leben.de/images/ ... en-Warum-gerade-ich01.pdf zur Schwierigkeit sich aus der Opferrolle zu lösen, wie folgt zitiert: „Eltern haben alleine dadurch, dass wir ihnen unser Leben verdanken, einen Kredit, den wir nie abzahlen können“, und: „Auch sie ('alle anderen Erfahrungen', Anm. Corinna) dĂŒrfen unsere Einstellung zur Familie prĂ€gen und berechtigen zu einem distanzierten Standpunkt sowie einem kritischen Umgang mit den Angehörigen“ (Zitate Ende). Teuschel rĂ€t, nach vielen, interessanten AusfĂŒhrungen u.a. dazu, Zitat: „Die eigene BedĂŒrftigkeit zu akzeptieren“ (nach Liebe und all dem, was man nicht erhielt, Anm. Corinna), und Distanz zu gewinnen. Dadurch schaffen wir eine Schutzzone, so Teuschel.

Ob es Schwarzschafen allerdings je gelungen ist, sich ihrer Rolle OHNE Familienbruch zu entziehen, ist mir nicht bekannt. Nach meiner persönlichen Theorie sollte das eher nicht möglich sein. Es kommt, so denke ich, ohnehin selten dazu, dass das Schwarze Schaf ein dauerhafte, große Distanz aufbaut, da das schlechte Gewissen (sein Seelenmotor) und die SchuldgefĂŒhle es immer wieder zurĂŒcktreiben. Im Falle eines völligen Bruchs wird das schlechte Gewissen das Ableiden anderweitig – in z.B. Krankheit oder UnglĂŒck – einfordern.

Wie auch Teuschel erwĂ€hnt, ist es mittlerweile wissenschaftlich belegt, dass Ausgrenzung und Liebesentzug u.a. das Schmerzzentrum im Gehirn aktivieren. Das Schwarze Schaf hat daher, frĂŒher oder spĂ€ter, wie ganz oben angeschnitten, gute 'Chancen' an schmerzvollen Krankheiten wie z.B. Rheuma, Neuropathien, Fibromyalgie, Allergien, RĂŒckenleiden usw. zu erkranken. Da stĂ€ndiges Opferleid auch Stress erzeugt, und Stress das Immunsystem beeintrĂ€chtigt, dĂŒrften sich ebenfalls oft Autoimmunkrankheiten einstellen. Solche Krankheiten, sind sie erst einmal da, lassen sich medizinisch oder durch 'Familien Distanz' leider nicht in den Griff bekommen.

Nach meiner Meinung kann energetische Heilung erfolgreich und dauerhaft in den Verfallsprozess des Schwarzen Schafes eingreifen. Ein völliges Heilen ist allerdings schwer zu erreichen, da die Familienopferrolle eine Schicksalhafte ist [in diesem Zusammenhang weise ich auf die von mir auf dieser Page unter 'Para Krank' zusammengefassten Krankheiten hin].

Die oben unter „Das Priestertum“ angesprochenen Umwandlungen des Familienleides sehe ich (neben der energetischen Heilung) derzeit als eine von nur drei Möglichkeiten, die Schwarzschafrolle innerhalb der Familie etwas abzuschwĂ€chen, bzw. leichter zu ertragen:

1. Das Leid der anderen in positive Energien umwandeln, bevor es mit voller Wucht auf das Schwarze Schaf prallt.

Wenn die Möglichkeit der Leid-Weiterleitung (wie bei Schamanen) nicht gegeben ist, sollte man ĂŒberlegen, ob man in die Leidentstehung der Familienmitglieder eingreifen kann, bzw. selbiges umwandeln kann. Eine Anleitung hierfĂŒr kann ich nicht geben, zumal das von der jeweiligen Situation abhĂ€ngt. Ideal wĂ€re es, wenn die betreffenden Familienangehörigen ihr Leid mittels energetischer Heilung selbst auflösen wĂŒrden. Das wird aber eher nicht zu erwarten sein, denn ihr Leid ist ihnen ja nicht unbequem, da sie es an das Schaf weitergeben.

Man könnte daher u.U. ein Teilleid ableisten, indem man ausgleichend auf die Familie einwirkt, sobald grobes Leid sich abzuzeichnen scheint, d.h. man bietet Zeit, UnterstĂŒtzung, Hilfe an, oder richtet die anfallenden Dinge einfach ungefragt. Bei altem oder dauerhaftem Familien- oder Elternleid, wie etwa deren eigenen, prĂ€genden Kriegserfahrungen (ein Ă€ußerst wichtiges Thema in der Schwarzschaf-Thematik, weil genau dieses ĂŒberhöhte Leid der Eltern und Großeltern noch immer unaufgelöst als Last von ihnen herumgetragen wird), wird das nicht möglich sein. Eine zweite Möglichkeit sehe ich wie folgt:

2. Das familiÀre Leidenskontingent vermindern, indem man anderweitig ableistet.

Die Rolle des Schwarzen Schafes ist darauf festgelegt, Leid der anderen aufzunehmen und abzuleiden. Da der frĂŒhzeitige Tod des Schwarzen Schafes eher nicht beabsichtigt ist, bedeutet das, dass das vom Schaf aufgefangene Leid eine bestimmte 'Menge' nicht ĂŒbersteigen darf.

Wenn man beispielsweise das zu ertragende Familienleid gedanklich in einzelne Einheiten aufteilen wĂŒrde, und versuchen wĂŒrde, einige dieser Anteile anderweitig – außerhalb der Familie - abzuleiden, könnte es eintreffen, dass die familienseitige Leidenssprojektion eingegrenzt wird. Das außerhalb abgelittene Leid sollte ebenso unangenehm sein, wie das erlittene Familienleid, im Falle von ehrenamtlichen Aufgaben sollte man sich also z.B. aus dem Bett quĂ€len mĂŒssen, körperliche Anstrengungen erfahren, usw. Im Ergebnis leidet man genauso viel, aber möglicherweise anders, und einige Teile des Leidens sind dann vielleicht weniger persönlich und weniger verletzend.

Ich kann nicht fĂŒr den Erfolg solchen Handels garantieren, nehme aber an, dass z.B. auch das Selbstschneiden (Borderline), Magersucht, und andere sich selbst schĂ€digende Verhaltensweisen wie SĂŒchte und SchlĂ€gereien, oder potentiell gefĂ€hrliche Freizeitgestaltung wie S-Bahnsurfen, Mutproben und dergleichen, in diese selbststrafende Kategorie des 'Ablenkungsleidens' fallen können. Selbstritualisierung – wie bei diesen Verhaltensweisen – stellen nach m.M. grundsĂ€tzlich einen Ersatz fĂŒr die eingangs genannten eigenen, sakralen Initiationsprozesse dar, sind also abgeleistetes Opferleid und Selbstaggression (Ă€hnlich wie z.B.Selbstgeißelung, als 'nicht vollzogener Selbstmord').

In der Opferkultur geht es grundsĂ€tzlich um Ausgleich und um Balance, daher könnte ich mir Ablenkungs- und Fremdableiden als Möglichkeit vorstellen, das durch die Familie (bzw. andere Gruppen) ĂŒbertragende Leid zu verringern. In der Sozialpsychologie existiert jedoch das Konzept einer ĂŒbergreifenden Opferkultur nicht.

So soll körperliche Selbstverletzung (nach Sachsse 2000, s. Wikipedia) aus psychologischer Sicht z.B. dazu dienen, sich selbst zu bestrafen, sich bei dissoziativen ZustĂ€nden zu orientieren, oder sich Kicks (Serotonin) zu verschaffen. Genetische Veranlagungen werden diskutiert, ebenso die frĂŒhkindliche Umwelt,oder Traumata. Ich sehe in der Selbstverletzung ein grundlegend religiös programmiertes Verhalten von teilweise Selbstopferung in Verbindung mit Ablenkungsopfer, das u.a. aus der Schwarzschaf-Situation heraus entsteht. Im Grunde beschreibt die Borderline-Symptomatik ( http://de.wikipedia.org/wiki/Borderli ... %B6nlichkeitsst%C3%B6rung ) beinahe die Situation eines Schwarzen Schafes.

Bei Kindern, die andere oder Tiere quĂ€len, könnte auch der unbewusste Versuch einer Leidensweitergabe im Hintergrund stehen. Leidensweitergabe – also das, was eigentlich die weißen Famileinschafe mit den Schwarzen Schafen tun - ist etwas anderes als Leidensverlagerung oder Ablenkungsleid. Denn das 'weitergegebene' Leid leiste ich – im Gegensatz zu dem verlagerten Leid – NICHT selbst ab.

Leidensverlagerung (EhrenĂ€mter etc.) - wie oben genannt - ist immer irgendwie ein Spiel mit dem Schicksal, welches man bekanntlich nicht herausfordern sollte. Voraussetzung dafĂŒr, sich ĂŒberhaupt erst mit dem Gedanken an eine solche Umwandlung zu befassen, ist daher unbedingt das Erkennen der eigenen Rolle und Situation, das Akzeptieren des eigenen Schicksals und das Dankbarsein fĂŒr Reife und Erleuchtung,

Auf http://koeppetraining.de/de/artikel/eltern.html (Autor: Klaus Koeppe, seine Darstellungen entsprechen nur teilweise meiner Meinung) heißt es: „Ein Kind ohne Delegationen ist von Verlorenheit bedroht, ohne Sinn, ohne Existenzberechtigung. In der Regel wird ein solches Kind wieder gehen, also sterben. Das Leben an sich, die bloße Existenz, ist kein hinreichender Grund fĂŒr uns Menschenwesen, um am Leben zu bleiben. Wir alle brauchen eine Existenzberechtigung, einen Sinn, der es lohnend erscheinend lĂ€sst, die Strapazen und Anstrengungen des Lebens auf uns zu nehmen und durchzuhalten“ (Zitat Ende). Ähnliches erörterte ich bereits in 'Die FĂŒsse der Aliens Teil 4'.

Demnach ist eine Schwarzschafrolle allemal besser als gar keine Rolle. Das Schwarze Schaf muss fĂŒr eine anderweitige Existenzberechtigung nicht mehr sorgen. Das Familienschwarzschaf wird, wenn alles „ideal“ verlĂ€uft, lebenslang ('mal mehr,'mal weniger) leiden und sich irgendwann langsam zu Tode 'quĂ€len'. Die bis dahin erworbene, besondere Reife und Erleuchtung könnte seiner Seele in der Anderwelt von besonderem Nutzen sein. Das Gegenteil dieses Gedankens wird kaum zu beweisen sein, daher ist er mindestens tröstlich :)

3. Die dritte Möglichkeit, der Schwarzschafrolle zu entgehen ist der Abbruch (Kontaktabbruch, oder Lebensabbruch).

WĂ€hrend der Kontaktabbruch wegen des Schlechten Gewissens sich wohl nur in seltensten FĂ€llen tatsĂ€chlich oder leidensfrei durchfĂŒhren lĂ€sst, greift das eine oder andere schwarze Schaf traurigerweise auf einen unheiligen Lebensabbruch zurĂŒck:

Freitod

Ein plötzlicher Überschreitungstod, oder Suizid eines Schwarzschafes entspricht NICHT dem schicksalhaft angelegten Plan, ist aus kosmischer Sicht eher unzweckmĂ€ĂŸig, kommt aber vor. Der SĂŒndenbock beendet dann zwar (höchstwahrscheinlich) sein Dauerleid (und oft hat er selbst die eigentliche Wurzel des Problems nicht erkannt), beendet mit seiner Rollen-Verweigerung allerdings auch den bisherigen Ablauf des ĂŒblichen Familienkonzepts.

Die Eltern (Familie) ahnen hĂ€ufig, warum es zum Suizid kam, und erleben womöglich daher bei Selbstmord immer besondere SchuldgefĂŒhle. Sie werden ohne Blitzableiter zurĂŒckgelassen und die Familie wird wahrscheinlich aus der Mitte heraus zerbrechen.

Überdies wird bei allen ZurĂŒckgebliebenen dann wahrscheinlich das große Leiden ausbrechen, da sie ihr Leid nicht mehr auf das Schaf delegieren können. Wenn der Heilige Mittelpunkt der Familie (der Kirchturm) gestĂŒrzt ist, ist die kosmische Balance innerhalb der Gruppe derart erschĂŒttert, dass sie nunmehr - unfĂ€hig selbst abzuleiden – sich untereinander dasjenige Leid zuschieben werden, welches nicht mehr abgebaut werden kann. Anders als bei kurzfristig eingesetzten Blutopfern, können die Hinterbliebenen keinerlei 'Ernte' erwarten, da das Schwarze Schaf stets ein langfristig ausgleichendes 'DĂŒmpelopfer' ist, das in der Regel nicht vor den anderen sterben soll.

Auf http://koeppetraining.de/de/artikel/eltern.html heißt es ferner, Zitat: „Kinder können auch an Delegationen zerbrechen, vor allem dann, wenn sie sich nicht in der Lage sehen, sie zu realisieren. Oder sie versuchen ihr Bestes, scheitern aber bei der Umsetzung. Dann ist der Selbstmord, bewusst oder unbewusst durch Krankheit oder Unfall, ein naheliegender Ausweg.“

Der Selbstmord oder plötzliche Tod eines völlig ĂŒberlittenen Schwarzschafes wĂŒrde den Zerfall der ĂŒbrigbleibenden Familienstruktur bedeuten, da das entstehende Leid von den anderen selbst abgelitten werden mĂŒsste. Untereinander wĂ€re die Heiligkeit aufgebrochen und die Existenzberechtigung der Gruppe wĂŒrde in dieser LĂŒcke verschwinden.

Das Schwarze Schaf und die Anderwelt

Der klassische Ufozeuge sieht kein außerirdisches Objekt sondern eine Projektion aus der Anderwelt (auch Anderswelt), - der 'Todeszone' sozusagen. Eine Ufosichtung dĂŒrfte nur eines von vielen, absurden Erlebnissen sein, die der Zeuge in den Folgejahren durchmacht. (s. → 'parakrank'). Dies kommt bei sogen. familiĂ€ren Schwarzen Schafen nach meiner Erkenntnis hĂ€ufiger vor, als bei weißen Schafen, bzw. bei Ufo- oder Paranormalzeugen sollte es sich hĂ€ufig um Schwarzschafe handeln.

Durch die Seelenverletzungen, die das schwarze Schaf im Laufe seiner Schafs-Karriere durchlebt, entstehen 'Seelenlöcher' (wie manche Schamanen es bezeichnen), die negative Energien eindringen lassen. Damit ist der NĂ€hrboden geschaffen fĂŒr körperliche Krankheiten und negative Anhaftungen. Besonders chronische Krankheiten, wie bei Schwarzschafen so oft ĂŒblich, sind physikalische AusprĂ€gung der zuvor durchgemachten, seelischen Leiden.

Da das Opfersein leider nicht einfach so endet – es ist ja eine schicksalsgegebene Notwendigkeit – ist es schwer, diese Krankheiten je zu heilen, zumal sich die Leidensstrukturen (oft sogar aus mehreren Generationen) nicht so ohne weiteres auflösen lassen: Leid nĂ€mlich kann sich potenzieren, kumulieren: einer trĂ€gt irgendwann das ganze Seelenleid der vorhergegangenen Familie aus, wenn es nicht zuvor aufgelöst wurde.

Das Schwarze Schaf – besonders aber jenes, welches hellseherische oder heilende FĂ€higkeiten, oder paranormale Erlebnisse hat – ist nicht nur das leidende Opfer: Es erhĂ€lt etwas dafĂŒr. Erleuchtung und Weisheit (Schamanenhaftigkeit), die allen anderen Familienmitglieder fehlt, und die es (das Schwarzschaf) in aller Stille mit sich durchs Leben trĂ€gt. Diese Weisheit aber wird dem Schwarzen Schaf nur dann nĂŒtzlich sein, wenn es sich seine Funktion ĂŒberhaupt je bewusst gemacht hat.

Das notwendige Vorhandensein eines Zottels

Wikipedia sagt: „Die Familienpsychologie ist eine relativ junge Teildisziplin der Psychologie, die sich mit dem Erleben und Verhalten von Menschen im Kontext ihrer Familienbeziehungen befasst. Zentrale Aufgaben der Familienpsychologie sind neben der Theorie- und Methodenentwicklung die Grundlagen- und Anwendungsforschung sowie die Vermittlung von Wissens- und Handlungskompetenze“ (Zitat Ende).

Dabei basiert die Familienpsychologie auf Analysen von Familienverlaufsprozessen, familienspezifischen internen Erfahrungsmodellen und Rahmenmodellen, Sozialen Prozessen, Erwartungen, Theorien, Entwicklungsmodellen, und und und.... genaugenommen ist Familienpsychologie Auslegungssache bzgl. vorliegender und wahrscheinlicher Verhaltensmuster.

Was die Familienpsychologie nĂ€mlich bisher unbeachtet gelassen hat, ist die Frage, ob eine angeblich durch Eltern und Familie stattfindende Rollen-Delegation wirklich von reinem, psychologischen Charakter ist, oder ob es nicht noch andere zu berĂŒcksichtigende, kulturelle, Muster (oder sogar Programme) gibt, die das Verhalten der Menschen in Familien – oder auch ĂŒberhaupt - regeln. Um einen solchen Einfluss zu erwĂ€gen, mĂŒsste man sich die Unterschiede der Familien in unserer – und anderen Kulturen bewusst machen. Das Betrachten z.B. von Initiationsritualen fĂ€llt eher dem Bereich der Religionswissenschaft zu. Ebenso ist die Deutung ĂŒber das Ausbleiben solcher Rituale – oder einen billigen Ersatz - eher nicht der Familienpsychologie zugehörig, sondern z.B. den Bereichen der Geschichte und Religion.

Die Opferkultur ist nach meiner Meinung der einzige Grund fĂŒr das notwendige Vorhandensein von Schwarze Schafen ĂŒberhaupt, warum sonst mĂŒsste irgendwer Leid von anderen ableiden? Aufgrund eben dieser unĂŒberwindbaren Basis ist unser aller Leben religiös. Je profaner wir das Leben gestalten (z.B. westliche Zivilisationen), umso klarer prĂ€gt die sakrale Grundstruktur sich aus (sakral= 'Tierhautopfersack', s. 'Strohwodenwahn Teil 3': www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... /article.php?storyid=1797).

Das Dilemma mit allen unbewusst ausgeprĂ€gten Ersatzopferungen ist, dass sie alle keinen guten Opfer sind, denn nur DAS ist wirklich ein echtes und Opfer, welches blutig und in einem Ritual vollzogen wird: Tod fĂŒr Leben! Wenn nun also schon das den Göttern zur VerfĂŒgung gestellte Blut fehlen muss (es fehlt z.B. NICHT im jĂŒdischen oder islamischen Schlachtvorgehen), dann muss es wenigstens ein Ritual haben, um aus einem Leid ein echtes Opfer zu machen.

Schwarze Schafe werden in der Regel ritualslos gepeinigt und ausgesondert, was letztlich die zu erwartenden Gegengaben (Erleuchtung usw.) stark einschrĂ€nkt und was ĂŒberdies die Qualen verlĂ€ngern könnte. Ein letzter, ausgleichender Geheimtip von mir ist daher das...

4. Erfinden eines Zottelrituals.

..und zwar eines, welches betont fĂŒr das eigene Leid ausgerichtet ist. Wenn Lieblosigkeiten und Ungerechtigkeiten durch die Familie und Gruppe (deren auf das Schwarzschaf ĂŒbertragende Leid) - wenigstens teilweise - durch ein Ritual begleitet werden, könnten sie (in Ableistung durch den SĂŒndenbock) schneller ihr Ziel erreichen, nĂ€mlich die Anerkennung durch den Kosmos als Opferleid.

Je schneller das einzelne Leid erkannt und abgelitten ist, umso kleiner wird in der Gesamtheit das Dauerleid (es klingt vielleicht etwas eigenartig, aber das kosmische Gesetz von Balance und Harmonie ist in gewisser Weise der Mathematik nicht unÀhnlich).

Zottelritual

Der leidgeprĂŒfte Zottel wird seine Familie (Gruppe) schwerlich davon ĂŒberzeugen können, sich jedesmal, wenn sie ihm ein Unrecht zuteil werden lassen, dieses bitte durch ein murmelndes Gebet ihrerseits zu begleiten... Deshalb nimmt der gewiefte Zottel das Begleitritual (ersatzweise) selbst in die Hand. Es ist dazu nicht nötig mit Kerzenleuchter, blutiger Kutte und Runen-Bemalung im heimischen Wohnzimmer zu erscheinen....

Es reicht eine Entscheidung, ein bestimmter Gedanke, den man selbst, immer wenn man sich ausgenutzt und emotional oder anderweitig missbraucht fĂŒhlt, denkt (oder auch ausspricht), wie etwa: „Ich gebe mich hin, den Entscheidungen des Kosmos, und erhalte im Gegenzug Trost und Hilfe“. Dabei könnte man zum Beispiel den Kopf neigen, die HandflĂ€chen öffnen, oder die Augen schließen, um dem Gedanken und Ausspruch eine Bewegung beizufĂŒgen.

Der Fantasie sind da kaum Grenzen gesetzt, denn es geht nicht so sehr um das Gesagte/Gedachte, sondern um das Ritualisieren des Vorgangs an sich, also die Absicht, Festlegung, Symbolisierung und Wiederholung! Man könnte ersatzweise auch die HĂ€nde kreuzen, oder Ă€hnliches, wenn man zuvor entschieden hat, dass DAS das Symbol fĂŒr die dazugehörige Entscheidung sein soll. Es ist allerdings möglicherweise von Vorteil, wenn man auf bewĂ€hrte und bereits festgelegte Symbole zurĂŒckgreift. Es wĂ€re demnach ungeeignet, wĂ€hrend eines solchen, zweckbestimmten Rituals z.B. 'Satan! Satan!' auszurufen, denn Rituale sollen ihres Zweckes gemĂ€ĂŸ auch verstanden werden können.

Ein Opferbegleitendes Ritual soll seine ĂŒber das profane Handeln hinausgehende Bedeutung betonen. Ein Ritual ist genaugenommen ein Symbol, oder eine Anrufung, das aus einer bloßen Handlung eine Handlung von spiritueller und sakraler Bedeutung macht und die kosmische Ordnung wiederherstellt. Selbst dramatische Ereignisse werden so in eine Art wiederkehrende Routine abgeleitet. Im Falle eines Eigenrituals kann der Ablauf daher geeignet sein, die eigene Ordnung wiederherzustellen.

Voraussetzung fĂŒr die mögliche Wirksamkeit eines Zottelrituals ist natĂŒrlich die spirituelle Bereitschaft des Zottels. Man muss bedenken, dass die Ritualisierung von VorgĂ€ngen, die einem selbst passieren, scheinbar eine schwache AusprĂ€gung von Magie besitzen. In frĂŒheren Texten habe ich grundsĂ€tzlich von jeglicher Art von Magie abgeraten. Ein Ritual zum Zwecke des Selbstschutzes, sofern es nur die Gegebenheiten einbindet, ohne sie tatsĂ€chlich verĂ€ndern zu wollen, halte ich allerdings fĂŒr eine Art Gebet an kosmische MĂ€chte und eine - auf unbewusster Ebene ablaufende – Harmonisierung („Auf die Tradition der Ritualforschung
zurĂŒckgegriffen kann behauptet werden, dass ritualisiertes Handeln [
] persönliche, soziale und kulturelle IdentitĂ€ten konstruiert“, Catherine Bell, zitiert in „Ritual und Ritualforschung - von David J. Krieger und AndrĂ©a Belliger“).

Im besten Fall erreicht ein Opferbegleitendes Zottelritual das schnelle Durchfließen des Leides durch den Zottel, ohne sich in ihm zu dauerhaft auszubreiten. Zwar muss das von der Familie ĂŒbertragende Leid nach wie vor abgelitten werden(!), durch das Ritual aber erhĂ€lt es einen 'Wegweiser', was den Prozess konzentrieren und beschleunigen soll.

Der Schwarzschafzottel sollte a) das an ihn transferierte Leid, dessen Herkunft und Absicht erkennen, b) es ritualisieren, c) es annehmen... d) ...aber baldigst loslassen und sich, als Person, von dem Grundgeschehen, nĂ€mlich dem Ableiden desjenigen Leides, das die Familie zur Aufrechterhaltung ihrer Struktur benötigt, distanzieren, - sowie dem Vorgang damit erlauben, sich einfach zu ereignen, in einer vorgegebenen Ordnung, ohne dass das Ableiden beim Zottel ein zusĂ€tzliches Folgeleid erzeugt („Ich gebe mich hin, den Entscheidungen des Kosmos, und erhalte im Gegenzug Trost und Hilfe“).


Die von mir dargestellten HintergrĂŒnde zur Schwarzen-Schaf-Thematik sind sicher zunĂ€chst als ein grobes Muster zu sehen, das natĂŒrlich nicht flĂ€chendeckend immer völlig zutreffend sein wird. Es mag aber hier und da deutlich erkennbar einfließen. Denn Nichts und Niemand kann sich der Opferkultur entziehen. DASS es die Schwarzen Familienschafe gibt, darĂŒber sind die Familienpsychologen sich immerhin einig! Dass alles unter der Sonne nach kosmischen Gesetzen ablĂ€uft, ist jedoch eine eher unpsychologische Erkenntnis.

So endet hier nun mein Ausflug in die Familienpsychologie, bevor ich noch mit einer 5. Milderungsmöglichkeit fĂŒr Schwarze Schafe aufwarte: Dem Beseitigen der Familie...

Corinna, 20. Mai 2014

Grammatik/Korrektur folgt....


Weitere bisher nicht erwÀhnte Info's:

http://www.strassenfeger.org/news/652 ... -der-Individualitaet.html
http://www.schwarzeherde.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Ritual
„Das Heilige und das Profane“, Mircea Eliade
„Das schwarze Schaf: Benachteiligung und Ausgrenzung in der Familie“, Peter Teuschel (selbst nur auszugsweise gelesen).
http://www.forumkriegsenkel.de/Studie.htm
http://www.culture.hu-berlin.de/ub/texte/text_RITUAL.pdf

Infos, die Schwarze Schafe mit der Opferkultur verknĂŒpfen, gibt es meines Wissens nicht.



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