MYTHOLOGISCHE, ETYMOLOGISCHE UND SYNCHROMYSTISCHE HINTERGRNDE VON PARANORMALEN UND RELIGISEN PHNOMENEN

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Ufos, Wesen & Co : JACQUES VALLEE
Erstellt am 17.03.2009 04:50:00 (3276 x gelesen)

Tim Binnall interviewte Jacques Vallee, der als Legende der Ufothematik angekündigt wurde, am 1. Juli 2008 für seine Radio Web Show..

Der in Frankreich geborene und in San Francisco lebende Wissenschaftler (Astrophysik, Informatik..) Jacques Vallee hat viele Jahre mit dem privaten Forschungsinstitut ‘NIDS’ (National Institute for Discovery Science, Las Vegas, Nevada) zusammengearbeitet (..und war übrigens auch an den Ermittlungen rund um die Skinwalker Ranch befasst deren Phänomene zum Teil immer noch ein Rätsel sind) und hat sich in den vergangenen Jahrzehnten konkret mit dem Glaubenssystem in Bezug auf Ufos befasst, welches einer Manipulation unterliegt, und immer den Zeugen zugehört nicht dem, was andere aus den Zeugenaussagen geschlossen haben. Er weiß, nach all den Jahren Ufoforschung NICHT, was hinter den Ufos und verwandten Formen der Phänomene steckt, aber er hatte und hat eine Vermutung, und wie kaum ein anderer Ufoforscher wurde er deswegen immer wieder angegriffen..

Er ist enttäuscht, dass sich die klassische Ufoforschung in all den 20 Jahren - seit er seine Trilogie “Dimensionen“, “Konfrontationen“, “Enthüllungen” schrieb (alle wurden nun neu aufgelegt und viele Ufoanhänger kenne sie immer noch nicht..) - nicht weiterentwickelt hat und man (damit meint er wohl ‘die anderen Ufologen’) immer noch dort steht, wo man sich vor ‘zig Jahren befand: Am Anfang. (Was Deutschland angeht, so darf das zum Teil auch daran liegen, dass Ufointeressierte sich selten die Mühe machen, Vallees Bücher zu lesen. Hierzulande findet Meinungsprägung vorwiegend durch das Internet (das die wenigen brauchbaren Informationen schluckt), das Thema verzerrende Ufogruppierungen und einige Lari Fari Bücher von deutschen Autoren statt, Anm. Corinna).

Vallees Ufoerklärung (..ein unbekanntes, mächtiges Kontrollsystem würde einen Ufomythos schaffen wollen) ist lt. Tm Binnall wieder einigermaßen in “Mode” gekommen, nicht zuletzt wohl deshalb, weil alle anderen Erklärungen, wie insbesondere die ETH wie man immer wieder ‘mal einsehen muss, zu keinem Ergebnis führten. Obwohl Wissenschaftler zu Beginn der modernen Ufoforschung bereits die Idee aufgebracht haben, es müsse sich bei Ufoinsassen um Außerirdische handeln (was man mittels wissenschaftlicher Methoden ja irgendwie nachweisen würde), hat Vallee seine Forschung nicht, wie die meisten, darauf ausgerichtet, was beliebt ist, deshalb sind/waren auch seine Schlussfolgerungen regelmäßig unbeliebt - den allermeisten Ufoanhängern sogar gänzlich unbekannt. Vallee hofft, mit seiner Darstellung der Ufothematik und seinen Fallsammlungen, anderen Forschern, die nach einer Erklärungsmöglichkeit außerhalb der ETH suchen, den Weg gepflastert zu haben.

Obwohl Vallee Leben außerhalb der Erde sehr wohl für möglich hält, sogar der ETH die Möglichkeit einer Teilrolle einräumt, sagt er klar, dass jede Erklärungsmöglichkeit, die man anwenden möchte, alle Aspekte des hier zu besprechenden UFO-Phänomens berücksichtigen muss, was aber die ETH NICHT tut. Wer dieses dennoch behauptet, verbreitet Falschinformation. Es ist nämlich alles VIEL komplizierter, sagt Vallee, als es auf den ersten Blick wirken dürfte und die gesammelten Fälle und Informationen lassen eine ETH als Schlussfolgerung überhaupt nicht zu. Das Phänomen, um das es geht, scheint in der Tat schon immer neben dem Menschen existiert zu haben, mag für religiöse Vorstellungen verantwortlich gewesen sein. Und trotz der Tatsache, dass Technologie sich entwickelt, hat das Phänomen sich nicht geändert: Die Außerirdischen scheinen jahrtausendelang dieselben UFOs zu fliegen...

Die von der ETH beschriebenen humanoiden Wesen (wobei die ETH die Mehrzahl der Wesen, die nämlich nicht menschlich oder wie Greys aussehen sowieso komplett ignoriert) erwecken den Eindruck, dass fremde Zivilisationen sich menschenähnlich entwickelt haben, was gem. Biologen nicht der Fall sein muss. Die ETH trägt offenbar menschlichem Wunschdenken (Glauben) Rechnung - und der Vorstellung, der Mensch sei die Krone der Schöpfung - und weist somit religiöse Züge auf. Diese Religiösität ist ohnehin in der ETH seit den Anfängen und den Contactee Fällen verankert und hat zuweilen in immer noch populären UFO Kults ihre Ausprägung gefunden, vor denen Vallee stets warnt (Zu den typischen religiösen Ausprägungen gehört auch der versessene Wunsch mit ETs zu kommunizieren, und dazu ist z.B. auch das kürzlich angekündigte, angebliche Alientreffen des Peruaners Sixto Paz in der Wüste Spaniens zu rechnen, Bericht s. HIER http://www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... /article.php?storyid=1542).

Für ein eingespieltes Glaubenssystem, wie das der ETH (Extraterrestrial Hypothesis), - so Vallee - spielt es kaum mehr eine Rolle, ob die Fakten und Erlebnisse sich überhaupt mit der ETH erklären lassen - notfalls werden die Dinge eben zwangs-untergeordnet oder ignoriert. Würde man heute zweifelsfrei beweisen können, dass Jesus niemals über Wasser ging, dann würden die Menschen es trotzdem weiterhin glauben. Die ETH ist also eine reine Glaubensfrage und die Diskussionen zwischen Ufoanhängern und Skeptikern entspricht damit dem ewig währenden Kampf zwischen Wissenschaft und Glaube. Je mehr Aufmerksamkeit ein solcher Glaube erhält, umso größer wird die Anhängerschaft. Je mehr die ETH verbreitet wird, umso stärker wird das Glaubenssystem. Die Mensch - und auch der ufogläubige Mensch - gesellt sich gerne zu der Masse, das nennt man soziales Verhalten, was ihm angeboren ist. Der Mensch muss und will Antworten finden, und wenn er Dinge nicht rational erklären - oder wegerklären kann, dann wird er sich da ansiedeln, wo die Mehrheit bereits eine Antwort gefunden hat. Das ist dann ETH, die stellvertretende “UFO Religion“.

Sollte es sich bei den “Besuchern” um forschende ETs handeln - also eine außerirdische Rasse, die die Erde besucht, Proben entnimmt, Untersuchungen anstellt etc. (es wurden bereits Greys dabei beobachtet, wie die Sand einsammeln, Anm. Corinna) - warum müssten sie dann - trotz ihrer augenscheinlich fortgeschrittenen Technologie - überhaupt landen? Nicht einmal die Menschen müssen auf dem Mars landen, um Informationen über den Planeten zu sammeln, und unsere Technologie muss vergleichsweise äußerst primitiv sein.

Wenn man von humanoiden Wesen ausgeht, die wie wir irgendwann angefangen haben, wissenschaftlich orientierte Raumfahrt zu entwickeln und zu betreiben, dann sollte man gleichfalls davon ausgehen, dass diese Lebewesen in ähnlichen Verbänden und mit ähnlichen Vorstellungen leben, wie wir. Sie müssten innerhalb ihrer Gesellschaft soziale Strukturen aufweisen, denn nur so wäre Überleben und letztlich gemeinschaftlich veranstaltete Raumfahrt möglich. Sollte es sich bei den vielbeschriebenen ETs also um Wissenschaftler - ähnlich uns selbst - handeln, wie erklären sich dann die enorm vielen, bizarren, und manches mal geradezu absurden Begegnungen und die bedrohlichen Attacken, oder sogar Entführungen, die von Abductees und Contaktees beschrieben werden?

Die beschriebenen Eingriffe am Menschen würden jedenfalls keiner wissenschaftlichen Vorgehensweise entsprechen. Es wäre, bei der fortschrittlichen Technologie, über die ETs (die offenbar Zeit und Raum manipulieren - oder frei nutzen können) ganz offensichtlich verfügen müssten, nie und nimmer erforderlich, die Eingriffe so vorzunehmen, wie es lt. Zeugenaussagen geschieht. Um menschliches Gewebe zu untersuchen- oder gar zu züchten, würde es praktisch genügen, sich einmal an irgendeinem Institut oder Krankenhaus o.ä. mit Material (Föten usw.) einzudecken. Da sogar die “technisch vergleichsweise primitive” Menschheit heute schon in der Lage ist, Gewebe zu züchten, Tiere zu klonen, oder Bestandteile von Blut künstlich herzustellen, ist es völlig unzureichend, die merkwürdigen Alien-Übergriffe an Menschen mit der ETH zu erklären.

Es ist also nur logisch und folgerichtig, so Vallee, sich von der ETH zu entfernen und nach anderen Erklärungsmöglichkeiten zu suchen, zumal UFOs - lauscht man den Zeugen aufmerksam - nicht aus dem Universum angeflogen kommen. Sie erscheinen am Himmel aus dem Nichts, und verschwinden auf dieselbe Weise, oder - wie häufig beschrieben - sie “bilden” sich , z.B. aus Lichtern. Es handelt sich nicht um Raumschiffe, es ist VIEL MEHR als das, so Vallee.

Ferner kritisiert Vallee die Medien, die seiner Meinung nach Dinge polarisieren. Für sie gibt es nur ETs in UFOs, oder überhaupt keine UFO (was einen nicht verwundern darf, denn UFOs sind ein freies Thema. Die allerwenigsten Redakteure besitzen überhaupt so etwas wie ein geringes Hintergrundwissen). Berichterstatter im Fernsehen verfügen über keinerlei persönliche Erfahrungen. (UFOs sind in der heutigen Zeit vor allem eines: Massenhysterie und Geldmacherei, Anm. Corinna). Insbesondere in der heutigen Zeit, wo die Menschen wissen sollten, dass es andere Möglichkeiten gaben KANN (wie z.B. parallele Universen etc..) zeigt das überwiegende Festhalten an der ETH, dass Menschen gerne der einfachsten Theorie folgen. (Wo wurde jemals behauptet, dass der Mensch nicht einfach und einfältig sei? Anm. Corinna J).

Vallee bedauert es, dass die UFO Thematik allgemein wenig Beachtung in der ernsten Wissenschaft findet, da das Studieren dieses Themas - wenn man es doch nur viel ernster nehmen würde - ungeahnte Pforten öffnen könnte. Die wenigen, die versuchen, die Forschung dem UFO Phänomen anzupassen (und nicht umgekehrt) finden zu wenig Beachtung. Manchmal, so denkt er, wollen sie aber auch keine Beachtung, da die öffentliche Aufmerksamkeit dem Thema oftmals schadet. Ufoforschung, auch das bedauert er, hat sich nämlich verändert. Die Zeiten, in denen man “frische” Zeugen aufsuchen konnte, sind vorbei. Heutzutage werden “Fälle” sofort im Internet veröffentlicht und jeder würde mitdiskutieren, alle würden sich streiten und Zeugen blieben nicht mehr unbeeinflusst (Von Quatsch-Videos ganz zu schweigen, Anm. Corinna). Die UFO Thematik würde außerdem zunehmend sogar von Zeugen (sowie Pseudo Zeugen) vermarktet werden. Vallee zieht es daher vor, sich mit völlig unbekannten Zeugen und Fällen zu beschäftigen. Die aussagekräftigsten und glaubwürdigsten Fälle von ernsthaft besorgten Menschen würden sowieso niemals öffentlich diskutiert.

Vallee warnt in dem Gespärch mit Tim Binnall auch vor - leider manchmal zu findenden - Verbindungen der UFOthematik zu nationalsozialistischen Anschauungen. Die Idee einer höheren Rasse kann (muss nicht!) rassistisches Gedankengut beinhalten. UFOlogie in Verbindung mit “Rassenlehre” kann aber von entsprechenden Organisationen benutzt werden, um langsam, strategisch und nachhaltig demokratische Systeme und demokratische Meinungen zu unterlaufen. Man sollte besonders aufmerksam sein, so Vallee. Bereits in 1952 haben amerikanische Regierungsstellen festgestellt, dass das UFO- oder Kontakler Glaubenssystem mit politischer Absicht benutzt werden kann (Auf der anderen Seite würden natürlich die Regierungen selbst UFOmythen verbreiten, um eigene Militärtests usw. zu vertuschen).

Was die Bemühungen der Exopolitcs Vereinigung angeht (die Offenlegung der Ufogeheimnisse durch die Regierung fordert und behauptet, es gäbe Beweise über Außerirdische auf Erden) meint Jacques Vallee, die Menschen wären bereit, beinahe alles zu glauben, besonders wenn man sich bemüht, ihren Glauben zu wecken, da die Leute offenbar die Lücken in ihren rationalen Erklärungsmodellen aufgefüllt haben wollen, egal womit. Daran sei auch die Wissenschaft mit Schuld, da sie den UFO Themen viel zu wenig nachgeht, zumindest öffentlich.

Ein Physiker schrieb in den 50’er Jahren einen Artikel über Ufos. Sie könnten nicht aus dem Universum stammen, sie würden ja keine chemischen Spuren hinterlassen. Auf diese Art Wissenschaft, so Vallee, könne man natürlich auch verzichten, Es sollte das Ziel der Wissenschaft sein, etwas über die Dinge herauszufinden, nicht aber, die Dinge anhand unzureichenden Wissen zu beurteilen. Dies ist besonders in der Ufologie wichtig, da die UFOs selbst ganz offensichtlich unsere geltenden physikalischen Gesetze verletzen.

Positiv an der heutigen “Internet-Ufologie“, bemerkt Vallee, sei der zunehmende Austausch von geschichtlichen Informationen bzgl. der Phänomene, wie z.B. die früheren Bezeichnungen dieser Wesen, mit denen wir es heute zu tun haben. Man nannte sie Feen, Elfen, Engel, Dämonen, usw. Heutzutage erschrecken wir nur noch gerne unsere Kinder mit solchen Erzählungen. Auch die Verbindung der heutigen Alienphänomene zu den Hexenverfolgungen erwähnt Vallee. Während viele mainstream Ufologen und die Medien immer noch behaupten, alles hätte mit Kenneth Arnold im US Bundesstaat Washington angefangen (was natürlich völliger Quatsch ist), gibt es in der Tat einige Forscher international, die sich die Mühe machen und bisher viel zu kurz gekommene Informationen zu verbreiten versuchen.

Das Phänomen, ob UFOs oder Kreaturen, versteckt sich nicht, so Vallee. Es zeigt sich, allerdings ohne uns zu verraten, was es ist. Besonders anhand von mysteriösen Tierverstümmelungen - bei denen immer wieder UFOs gemeldet werden, so denkt Binnall, müsse man dieses leicht erkennen, da diese “Wesen” sehr bemüht sind um Aufmerksamkeit - immer wohl dosiert.. Vallee allerdings hat niemals ganz konkret behauptet, dass UFOs für Tierverstümmelungen verantwortlich zu machen sind.

Vielmehr glaubt er heute, dass es sich bei Ufos und UAD’s um zwei getrennte Phänomene handelt. Auf der UFOseite würde es verhältnismäßig wenige physikalische Spuren geben, im Falle der UAD’s aber vergleichsweise viele (wobei ich mich frage, welchen Wert haben VIELE physikalische Spuren, die einen überhaupt keine Schlussfolgerung ziehen lassen - sind sie dann nicht ebenfalls so gut wie “Nichts“?, Anm. Corinna). Vallee wundert sich, dass - wenn es zur Untersuchung kommt - viele Spuren oder wenige Spuren kaum einen Unterschied machen. Beides lässt keine Schlussfolgerungen zu.

So hat Vallee die Möglichkeit akzeptiert, dass man vielleicht niemals hinter die Fassade des UFO Phänomens wird schauen können (und seiner Meinung nach hat auch keine Regierung dieser Welt eine Antwort) und lebt sein Leben. Ich wünschte, er würde sich noch weiterhin viel mehr der Ufothematik widmen und sein Augenmerk insbesondere noch mehr auf die mythologisch/folkloristisch/religiöse und die medizinische (und blutige!) Komponente des UFO Phänomens legen, - das würde seine Hypothesen weiter vervollständigen..

Corinna:
Zusammenfassende, auszugsweise Übersetzung und Anmerkungen v. 23. Juli 2008


Thanks to Tim
http://www.binnallofamerica.com
Tim Binnall interviewt Linda Moulton Howe, Zusammenfassung bei Ufos&Co:
http://www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... /article.php?storyid=1558

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