MYTHOLOGISCHE, ETYMOLOGISCHE UND SYNCHROMYSTISCHE HINTERGRNDE VON PARANORMALEN UND RELIGISEN PHNOMENEN

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Artikel : ALB-TRAUMHAFTE BEGEGNUNGEN
Erstellt am 23.12.2006 06:35:09 (2551 x gelesen)

Artikel von Greyhunter

Als ich das erste mal Herrn Jacob Thanner gegenüberstand war ich positiv beeindruckt. Er ist das Paradebeispiel eines Kosmopoliten.

Finanziell unabhängig, hatte Herr Thanner sein Leben mit Forschungsreisen und Exkursionen verbracht. Es dürfte wohl kaum ein Land geben, dass er nicht bereist, keine archäologische Sehenswürdigkeit die er nicht vor Ort inspiziert hätte. Er gehört zu den Menschen denen man gebannt zuhört, wenn sie über ihr abwechslungsreiches Leben erzählen. Jacob Thanner beschäftigt sich aber auch mit den Rätseln der Welt und den Thesen des „Götterastronauten“ Erich von Däniken, und so konnte es natürlich nicht ausbleiben, dass wir uns eines Tages über den Weg liefen.

Der Grund für sein Interesse am Rätselhaften lag, wie bei so vielen anderen am Phänomen interessierten, in eigenen Erlebnissen begründet. Er wusste von meinem speziellen Forschungsgebiet und war so freundlich, mir zwei Berichte zu schicken, in denen er auf seine eigenen Erfahrungen einging. Er schrieb:

„Meine Eltern, mein jüngerer Bruder und ich lebten von 1936 bis 1939 in Berlin – Steglitz, in einer geräumigen Altbauwohnung. Das Kinderzimmer befand sich als so genannter ‚gefangener Raum‘ hinter dem elterlichen Schlafzimmer und hatte ein Fenster zum Innenhof. Im März 1939 lag ich, damals fünf Jahre alt, nachdem mich meine Mutter zu Bett gebracht hatte, noch einige Zeit wach auf dem Rücken. Es war schon dunkel, durch das Fenster hinter mir fiel diffuses Dämmerlicht ins Zimmer, so dass ich dessen Umrisse wahrnehmen konnte.

Plötzlich sah ich vor mir drei ‚Gestalten‘, sozusagen im Reitersitz auf meiner Federbettdecke sitzen, ohne jedoch die geringste Belastung zu spüren. Die Gestalten hatten in etwa menschliche Proportionen. An den runden Köpfen waren Nase und Augen erkennbar, die sich schwarz ähnlich wie bei einem Toten- oder Kürbiskopf abzeichneten, ein Mund war nicht vorhanden. Die Arme verloren sich ohne Hände im Dunkel.

Von den Erscheinungen ging ein relativ helles Leuchten in weißer bis hellgrauer Färbung aus, dass ihre Umrisse deutlich erkennen ließ. Die Gestalten saßen hintereinander, die vordere blickte mich fast regungslos an, während die beiden hinteren sich nach links beugten, offensichtlich, um mich zu sehen.

Ich war nicht sonderlich erschrocken, fühlte mich aber auch nicht wohl und rief laut nach meiner Mutter, die nach kurzer Zeit die Tür öffnete und ihren Kopf hereinstreckte. Als vom Schlafzimmer aus Licht hineinfiel, verblassten die Figuren, blieben aber noch undeutlich erkennbar. Ich sagte zu meiner Mutter, dass Geister auf meinem Bett sitzen würden, worauf sie das Licht anmachte und meinte, ich hätte wohl geträumt. Im selben Moment, wo das Licht anging, war der ‚Spuk‘ verschwunden. Meine Mutter redete mir gut zu, löschte das Licht, schloss die Türe und sofort saßen meine ‚Besucher‘ wieder auf der Bettdecke.

Der Vorgang (Mutter rufen, Licht an, ‚Geister‘ weg, Licht aus, ‚Geister‘ wieder da), wiederholte sich noch zwei bis drei mal, bis meine Mutter sich mehr Zeit nahm, sich an mein Bett setzte und mir erklärte, dass die ‚Geister‘ Engel wären, die nachschauen wollten, ob ich brav einschlafen würde. Dergestalt motiviert, schlief ich dann auch in Mutters Arm bald ein.

Am nächsten Morgen hörte ich nach dem Frühstück zufällig, wie die Mutter meinem Vater direkt stolz berichtete, was ’der Bub für eine Phantasie hätte’. Ich war mir jedoch sicher, dass ich die Erscheinung wirklich gesehen hatte und habe den Vorgang nicht vergessen. Noch heute sehe ich die ‚Engel‘ vor mir, als ob es gestern gewesen wäre!“

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Jacob Thanners interessanter Bericht erinnerte mich an die „Alb“ – Überlieferungen unserer Vergangenheit. Den auch unsere Vorfahren hatten scheinbar mit vergleichbaren Wesen so ihre Mühe. Das Wort „Alb“ ist vom angelsächsischen bzw. norddeutschen „alf“ oder „elf“ abgeleitet, meint also ursprünglich die mythischen Elfen.

Die Bezeichnung „Elfe“ wiederum heißt im Englischen „Elf“ und bedeutet „leuchtendes“ bzw. „strahlendes Wesen“. Regionale Abarten von „Alb“ sind auch „Schratt“, „Mahrt“, „Doggi“, „Drud“ oder „Trud“. Eine ausführliche Beschreibung dieser Erscheinung liefert uns ein einschlägiges Lexikon, aus dem wir folgendes entnehmen können: „Alb: Nachtmähre, Nachtgespenst, Nachtgeist der die Menschen durch Drücken im Schlaf quält; ein Unhold, welcher in Gestalt einer Katze, eines Bären oder eines anderen, meist sehr hässlichen, Tieres sich auf den schlafenden Menschen legt, sie am Atemholen hindert und auf solche Weise furchtbar ängstigt.“

Scheinbar waren solche nächtlichen Heimsuchungen auch in der Vergangenheit an der Tagesordnung, was sogar dazu führte, dass die betroffenen zur Selbsthilfe und somit zu Abwehrmaßnahmen griffen. Eine Sage aus Kärnten weiß uns hier interessantes zu berichten:

„Zu einem Bauernknecht in der Gmünder Gegend kam fast allnächtlich die Trud und drückte ihn derart, dass er ganz von Atem kam. Da riet ihm ein altes Weib, die Hände während des Liegens über der Brust zu falten und zwischen selbe ein Messer mit der Spitze nach aufwärts zu stecken. Als nun die Trud des Nachts kam und sich wieder auf des Knechtes Brust legen wollte, fiel sie alsbald wieder herab und wälzte sich in Gestalt eines formlosen Klumpens unter kläglichem Gewimmer zur Tür hinaus. Den Knecht ließ sie fortan in Ruhe.

Zu derartigen drastischen Mitteln wird in heutiger Zeit zwar nicht mehr gegriffen, doch die Vorfälle als ganzes, weisen ein Erzähl- und Ablaufmuster auf, dass mit dem identisch ist, das unsere Zeitgenossen schildern. Signifikant an der zitierten Sage aus Kärnten ist auf jeden Fall die äußere Form des Wesens, die als „formloser Klumpen“ umschrieben worden ist. Glaubt man heutigen Berichterstattern, so scheint es, als könnten jene Wesen ihre visuelle Erscheinungsform den Umständen entsprechend anpassen, was gerade im Bereich der theoretischen Diskussion über die Herkunft der Entitäten größere Beachtung finden sollte.

Sowohl die Transformation, als auch die Fähigkeit plötzlich aufzutauchen und zu verschwinden ist geradezu ein typisches Merkmal dieser Erscheinungen. Erstaunlich ist auch die oftmals beobachtete Leuchtkraft die von den Entitäten ausgeht. Gerade diese intensive Lichtausstrahlung wurde auch von Jacob Thanner bei seinem zweiten Erlebnis beobachtet, dass er wenige Jahre später hatte:

„Von September 1939 bis 1953 lebten meine Eltern, mein jüngerer Bruder und ich in Diessen am Ammersee in einer alten Villa mit Garten und Wirtschaftsgebäude inmitten landwirtschaftlich genutzter Fläche, ca. 30 Gehminuten vom Ortskern entfernt. In den Anfangsjahren hatten mein Bruder und ich im 1. Stock ein gemeinsames Kinderzimmer, das früher ein Mal ein ‚hochherrschaftliches‘ Schlafzimmer war, den der Raum wies in der Mitte zwei oder der Stufen zu einer Art Empore auf.

Mein Bett stand auf dieser Empore im rechten Winkel zur Längswand, während sich das meines Bruders gegenüber der Zimmertüre entlang der Längswand, nach dem Kacheloffen befand – ich hatte also im Bett, auf der rechten Seite liegend, Zimmertüre, Kachelofen und brüderliches Bett gut im Blick.

Ende März 1942, der ‚Jahrhundertwinter’ war gerade vorüber, wachte ich nachts – es mag zwischen 02h00 und 04h00 Uhr gewesen sein – auf, weil die nicht geölte Türe ihr typisches Quietschgeräusch von sich gab. Sie wurde ganz langsam geöffnet und herein schwebte eine Gestalt mit einer Wespentaille und einem weiten, krinolinenartigen Rock, der bis zum Boden reichte und der über und über mit kleinen beleuchteten Sternen bedeckt war. Dieser Rock zeichnete sich deutlich und scharf begrenzt ab, während der Oberkörper samt Kopf mit langen Haaren mehr verschwommen erkennbar war.

Von der Gestalt, die etwas kleiner als der Kacheloffen war, ging ein starkes Eigenleuchten aus, dass sowohl die Türe, als auch der Kachelofen und das Bett meines Bruders deutlich in dem sonst stockdunklen Zimmer zu sehen waren, ich erinnere mich noch ganz genau, dass das verchromte Gitter vor der Ofendurchreiche besonders aufleuchtete. Seltsamerweise fiel die Tür mit einem lauten Knall in das Schloss, ohne dass die Gestalt ihr einen Stoß gegeben hatte.

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Sie ‚schwebte’ – ich wähle diesen Ausdruck, weil typische Gehbewegungen nicht erkennbar waren – auf das Bett meines Bruders zu, streckte die Arme aus und löste sich dann in leicht gebückter Haltung auf, wobei das Leuchten parallel dazu immer schwächer wurde und endlich ganz verblasste, dass Zimmer war wieder völlig dunkel.

Meine Reaktion reichte von einem leichten Schrecken bis zu einer tiefgehenden Faszination. Ich war zunächst überzeugt, den Schutzengel meines Bruders gesehen zu haben, der sich mittels einer nächtlichen ‚Stippvisite‘ von seinem Wohlergehen überzeugen wollte. Ich war damals 8 Jahre alt und wurde gerade auf die erste Heilige Kommunion vorbereitet. Dies in Verbindung mit den sonntäglichen Besuchen in der herrlichen alten Klosterkirche, in der es von Engeldarstellungen nur so wimmelte, führte zwangsläufig zu meiner ‚Schutzengelerklärung‘.

Nachdem der Spuk vorbei war, knipste ich die Nachttischleuchte an, weil ich vor Aufregung nicht mehr schlafen konnte und auch etwas Angst davor hatte, dass vielleicht noch eine Erscheinung folgen würde. Im gleichen Moment öffnete sich die Türe wieder, meine Mutter kam im Nachthemd herein und wies mich dahingehend zurecht, dass ich, wenn ich schon nachts auf die Toilette gehen würde, doch gefälligst die Türe leise schließen sollte, sie war offensichtlich durch den Knall der zufallenden Türe aufgewacht. Meine Erklärungsversuche wurden dann mit jenem Lächeln quittiert, dass Mütter ihren Kindern immer dann schenken, wenn diese Traum und Wirklichkeit durcheinander bringen und phantasievolle Erzählungen von sich geben.

Am nächsten Morgen fragte meine Mutter unsere Hausangestellte, ob sie die vergangene Nacht im Kinderzimmer gewesen wäre, was diese weit von sich wies. Mich hat jedenfalls dieses Erlebnis so tief beeindruckt, dass ich mich noch heute an jede Einzelheit genau erinnern kann.“

Jacob Thanners Erlebnisse zeigen meiner Meinung nach zwei grundlegende Tendenzen des Phänomens bzw. unseres Umgangs damit auf: Einmal haben wir es hier mit einem Phänomen zu tun, dass nicht nur auf einer rein subjektiven Ebene abläuft, sondern auch, zumindest was die Sekundäreffekte betrifft („zufallende Tür“), auch von weiteren, nicht direkt involvierten Zeugen wahrgenommen werden kann. Und dann haben wir die kulturell geprägte Interpretation des Geschehens.

Für Jacob Thanner war das Wesen der Schutzengel seines Bruders. Alle Erscheinungen, Phantome und exotischen Entitäten werden im jeweiligen Zeitgeist, entsprechend der Epoche, interpretiert und ausgelegt. Keine dieser Interpretationen ist jedoch verbindlich, denn sie spiegelt immer nur die menschlichen Vorstellungswelten wieder!

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