FLATTERM√ĄNNER

Datum 08.03.2008 07:10:00 | Thema: Artikel

Seltsame Vögel

Von Reptomaniac

Eine der unheimlichsten Erscheinungen sind Sichtungen und Begegnungen mit seltsamen Vogelkreaturen, die es eigentlich gar nicht geben d√ľrfte..
Im erstem Band der Erz√§hlungen aus Tausend und einer Nacht schildert der unbekannte Autor in der zweiten Geschichte Sindbads des Seefahrers eine Begegnung des Helden, der allein auf einer Insel zur√ľckgeblieben war, mit einem monstr√∂sen Vogelwesen.

Sindbad findet auf dieser Insel eine wei√üe Kugel mit einem Durchmesser von etwa 50 Schritten. "Als sich die Sonne zum Untergang neigte, verfinsterte sich auf einmal die Luft, wie wenn sie von einer dunklen Wolke bedeckt gewesen w√§re. Gro√ües Erstaunen √ľber diese Erscheinung befiel mich, denn wir waren im Sommer, ich entdeckte aber, dass sie von einem Vogel von au√üerordentlicher Gr√∂√üe herr√ľhrte. Es fiel mir bei, dass die Matrosen oft von einem Vogel, den sie Rock nannten, erz√§hlt hatten, und dass die gro√üe Kugel, die mich in solches Erstaunen versetzt hatte, ein Ei dieses Vogels sein m√ľsse."

Und richtig, der Vogel setzt sich auf das Ei, um zu br√ľten. Sindbad erkennt eine M√∂glichkeit, die Insel zu verlassen und bindet sich mit dem Band seines Turbans an einen Fu√ü des Riesenvogels, mit der Hoffnung, er w√ľrde bald wieder davon fliegen. "Am folgenden Morgen flog er, sobald der Tag anbrach, davon und trug mich tief in die Wolken hinein, dass ich nichts mehr unter mir sah; er schien das Gewicht, dass an einem seiner F√ľ√üe hing, durchaus nicht mehr zu sp√ľren, als wenn eine Feder an seinen Krallen hinge; darauf stieg er aus der schreckhaften H√∂he wieder herab mit einer Schnelligkeit, die mir die Besinnung raubte. Als er wieder mit mir Boden gefasst hatte, band ich schnell die Binde los, die mich an ihn gefesselt hatte."

In der gleichen Geschichte l√§√üt sich Sindbad auch von einem Adler auf einen Berg tragen, und √ľber den Vogel Rock wird erz√§hlt, dass er Elefanten und Nash√∂rner mit sich davonschleppt, um seine Jungen damit zu f√ľttern.

Solche Geschichten sind nat√ľrlich nur M√§rchen und Legenden. Einen Vogel von derartiger Gr√∂√üe, dass er einen Elefanten davontragen kann, hat es niemals gegeben. Und selbst ein Flugsaurier w√§re dazu nicht in der Lage gewesen. Auch gibt es keine Adler, die einen ausgewachsenen Mann mit sich tragen k√∂nnen. Das maximale Gewicht, dass so ein Vogel mit sich schleppen kann, liegt bei etwa 15 kg. Und doch gibt es immer wieder Erz√§hlungen, in denen Raubv√∂gel Menschen verschleppen. Sind alle diese seltsamen Ereignisse nur pure Phantasie oder k√∂nnte doch eine unbekannte Wahrheit dahinterstecken?

Im Jahre 1838 ereignete sich in den Schweizer Bergen ein ziemlich stranger Vorfall. Ein M√§dchen mit Namen Marie Delex wurde urpl√∂tzlich von einem Adler aus der Mitte ihrer Freunde gerissen und in dessen Horst verschleppt. Unverz√ľglich wurde eine Truppe zusammengestellt, die sich auf die Suche nach dem Kind machte. Die M√§nner fanden in dem Adlerhorst aber keine Spur von dem M√§dchen, nur zwei junge Adler und einen Haufen Knochen von Ziegen und Schafen. Erst zwei Monate sp√§ter wurde ihre verst√ľmmelte Leiche von einem Schafhirten auf einem Felsvorsprung gefunden.

Auch Frau Svanhild Hantvigsen aus Norwegen wurde nach ihren eigenen Angaben im Jahre 1932 im Alter von drei Jahren von einem Adler entf√ľhrt und in seinen Horst verschleppt. Zum Gl√ľck verlief dank der Aufmerksamkeit einiger Leute, die Zeugen des Vorfalls waren, die Sache glimpflich, und sie kam mit einigen Schrammen und mit dem Schrecken davon.

Aus Tippah County in Missouri stammt eine Geschichte - leider ohne Datum - in der ebenfalls ein Kind von einem Adler ergriffen wird. Ein Lehrer erz√§hlt diese Geschichte: "Vor einigen Tagen ereignete sich in der N√§he der Schule ein tragischer Unfall. Schon sei l√§ngerer Zeit hatten die Adler die Gegend terrorisiert, L√§mmer und Schweine gerissen. Aber niemand h√§tte je daran gedacht, dass sie auch Jagd auf Kinder machen w√ľrden..."

Der Lehrer beobachtete, wie ein riesiger Adler sich im Sturzflug auf eine Gruppe spielender Kinder bewegte und sich eines davon, den achtj√§hrigen Jemmie Kenny griff und mit ihm davonflog. Der Zeuge schlug sofort Alarm und der Adler lie√ü dann, irritiert durch das Schreien, den Jungen fallen. Ungl√ľcklicherweise verlor der kleine Jemmie durch den Aufprall sein Leben.

Im Jahre 1882 beobachtete Fred Murry aus Dent¬īs Run in Pennsylvania eine Schar von au√üergew√∂hnlich gro√üen Bussarden. Die V√∂gel hatten eine Fl√ľgelspannweite von √ľber f√ľnfeinhalb Metern!

In Webster County, West Virginia, verschwand die zehnj√§hrige Landy Junkins auf dem Weg zu den Nachbarn, wohin sie ihre Mutter geschickt hatte. Auch in diesem Fall wird vermutet, dass sie einem riesigen Raubvogel zu Opfer gefallen ist. Ein Suchtrupp entdeckte die Spuren des M√§dchens au√üerhalb des Weges auf einem Feld im Schnee. An einer Stelle endeten die Spuren und dort fand man besonders viele Abdr√ľcke und es schien so, als h√§tte sich das Kind √∂fters um sich gedreht, um irgendetwas abzuwehren oder zu verscheuchen.

Nur einige Tage nach diesem Vorfall wurde der B√§renj√§ger Peter Swadley von einem riesigen "Adler" angegriffen. Er konnte es nur seinem Hund verdanken, der sich auf den Vogel st√ľrzte, dass er mit dem Leben davon kam. Der Raubvogel schlug seine F√§nge in das Tier, schlitzte ihm die Bauchdecke auf und flog mit seiner Beute davon. Der gleiche Monstervogel wurde auch f√ľr das Verschwinden eines Schafes aus einem verschlossenen Stall verantwortlich gemacht. Der Schafz√ľchter Hanse Hardick bemerkte das Fehlen eines seiner Tiere. Im Dach des Stalles klaffte ein riesiges Loch. Offenbar hatte irgendetwas aus der Luft das Schaf ergriffen und mit sich davongetragen.

Der Schriftsteller und Historiker Robert Lyman wanderte an einem Tag des Jahres 1940 durch den Black Forest in der N√§he von Laudersport, als er pl√∂tzlich mitten auf dem Weg einen braunen Vogel mit einer Gr√∂√üe von einem Meter sitzen sah. Das Wesen hatte einen kurzen Hals und kurze F√ľ√üe. Als der Vogel davonflog, bemerkte Mr. Lyman, dass dessen schmale Fl√ľgel eine Spannweite von sage und schreibe √ľber sechs Metern aufwiesen. Der Zeuge war sehr verwundert, wie so ein riesiges Tier durch den dichten Wald fliegen konnte.

Aus dem Jahr 1947 stammt folgende Geschichte: In Ramore in Ontario, Kanada, griff ein riesiger schwarzer Raubvogel immer wieder das Vieh der Bauern an. Nur einige Monate sp√§ter wurden ebenfalls schwarze V√∂gel in Illinois gesichtet. Laut Angaben eines zw√∂lfj√§hrigen Jungen namens James Trares hatten sie die Ausma√üe eines kleinen Flugzeugs. W√§hrend einer Hirschjagd wurde von einem Zeugen und dessen Sohn ein "Adler" mit einer Fl√ľgelspannweite von √ľber viereinhalb Metern gesichtet. Der Vogel hatte ein ausgewachsenes Reh ergriffen. Die beiden sagten aus, der Adler w√§re so gro√ü wie ein ausgewachsener Mann gewesen.

Am 4. April des gleichen Jahres beobachtete Walter Siegmund, ein ehemaliger Oberst, eine √§hnliche Kreatur, die in einer H√∂he von etwa 1200 Metern flog. Ein weiteres Mal wurde ein √§hnlicher Vogel von dem Zeugen Charles Dunn am 30. April 1948 gesehen. Laut Angaben des Zeugen hatte das Tier die Ausma√üe eines Kleinflugzeugs. Das n√§chste Mal zeigte sich so ein Wesen im Jahre 1957. Laut Zeugenaussagen hatte es eine Fl√ľgelspannweite von bis zu neun Metern.

Ende Juli 1977 tauchten in der N√§he von Delava in Illinois zwei "Kondore" auf. Einer der beiden wurde dabei beobachtet, wie er versuchte, ein Schwein mit einem Gewicht von ca. 25 kg zu ergreifen. Ein √Ėkologe von der Universit√§t von Illinois sagte dazu, dass Kondore sich erstens nur von Aas ern√§hren und zweitens gar nicht in der Lage sind, eine Beute mit einem derartigen Gewicht mit sich zu schleppen!

Einige Tage nach dem Vorfall mit dem Schwein ereignete sich wieder ein Angriff auf ein Kind durch seltsame Riesenv√∂gel. Auch diesmal kamen sie zu zweit. In der 16 km enfernten Ortschaft Lawndale tauchten kurz nach 20 Uhr zwei kohlrabenschwarze Kreaturen mit 45 cm langen wei√ügestreiften H√§lsen auf. Einer der beiden V√∂gel st√ľrzte sich auf einen spielenden Jungen mit Namen Marlon Lowe und versuchte, ihn mit sich tragen. Zum Gl√ľck lie√ü er das Kind wieder nach kurzer Zeit fallen. Marlons Mutter sagte sp√§ter dazu: "Ich werde dieses riesige Ding nie vergessen, mit einem wei√ü gestreiften Hals und einem riesigen Schnabel, mit den er dauernd auf Maron herumhackte."

Nach ihren Angaben hatten die V√∂gel eine Gr√∂√üe von etwa 1,30 Meter und eine Fl√ľgelspannweite von 2,50 Metern. Sechs Augenzeugen beobachteten die V√∂gel, wie sie dann in Richtung Kickapoo Creek davonflogen. Nach diesem Vorfall wurde die Familie Lowe l√§ngere Zeit von wildfremden Menschen bel√§stigt. Neben Drohbriefen und seltsamen Anrufen, die sie erhielt, lagen auch oft tote V√∂gel auf der Terrasse. Marlon wurde in der Schule st√§ndig von seinen Mitsch√ľlern geh√§nselt und bekam den Spitznamen "Vogeljunge". Nach Einbruch der Dunkelheit wagte er sich nicht mehr aus dem Haus.

Am 17. Januar 1909 wurde ebenfalls eine strange Vogelkreatur in Bristol, Pennsylvania gesichtet. Der Zeuge John McOwen h√∂rte gegen 2.00 Uhr nachts eigenartige Ger√§usche. "Ich sah aus dem Fenster und traute meinen Augen nicht, dort am Ufer stand ein riesiges Wesen, es sah aus wie ein Adler und h√ľpfte √ľber den Weg." In der gleichen Nacht begegnete ein weiterer Zeuge, der Polizist James Sackville, der Kreatur. Sackville rannte auf den Vogel zu und scho√ü mit seinem Revolver auf das Tier, als es davonflog. Kurz danach wurde die Kreatur von einem dritten Mann, dem Postbeamten E. W. Minster, beobabachtet.

Als am n√§chsten Morgen seltsame Spuren. die Abdr√ľcken von Hufen √§hnelten, im Schnee gefunden wurden, dachte man sofort an den sogenannten Teufel von Jersey, eine geheimnisvolle Kreatur, die zu dieser Zeit die Bewohner in Angst und Schrecken versetzte. Die Bauern legten Fallen aus und die J√§ger machten sich auf die Pirsch nach dem eigenartigen Vogel, alles ohne Erfolg.

Das war jetzt nur eine kleine Auswahl von √§hnlichen Geschichten, in denen Menschen riesige Raubv√∂gel beobachteten oder sogar von ihnen verschleppt wurden. Wie glaubw√ľrdig ist so etwas? Kann ein normaler Adler etwa wirklich ein Kind oder ein ausgewachsenen Schaf erbeuten? Bei sehr kleinen Kindern, so wie in dem oben beschrieben Fall der Svanhild Hantvigsen, scheint so etwas vielleicht noch im Rahmen des M√∂glichen zu liegen.

Ein achtj√§hriger Junge dagegen d√ľrfte f√ľr einen Adler aber schon ein ziemlicher Brocken sein, denn das maximale Beutegewicht liegt f√ľr diese V√∂gel - wie erw√§hnt - bei etwa 15 kg. Viele Forscher verweisen daher auch solche Geschichten in das Reich der Legenden.

K√∂nnte es eine unbekannte Art von Riesenv√∂geln geben, die bis heute noch nicht entdeckt wurden? Manche Kryptozoologen vermuten, bei F√§llen wie den oben genannten, k√∂nnte es sich um Begegnungen mit Flugsauriern handeln, die bis in unsere Tage √ľberlebt haben. Das erscheint ziemlich unwahrscheinlich, denn die Zeugen sprachen immer eindeutig von V√∂geln, von Adlern, Bussarden, Kondoren etc. Und ich denke, dass die Zeugen durchaus in der Lage sind, einen Vogel von einem Flugsaurier zu unterscheiden, auch wenn ihnen oftmals von mancherlei Seite ein gest√∂rtes Wahrnehmungsverh√§ltnis unterstellt wird.

So wurde z.B in dem oben erw√§hnten Fall mit den Hufabdr√ľcken im Schnee seitens der Skeptiker die Vermutung ge√§u√üert, es handele sich lediglich um "Hirngespinste", bzw. um menschliche Fu√üabdr√ľcke, die ihre Form durch die Sonneneinstrahlung ver√§ndert h√§tten. Auch wurde bezweifelt, dass die Leute diese V√∂gel tats√§chlich gesehen haben. Manche sprachen von einer Schar "kr√§henf√ľ√üiger Enten". Andere meinten, die Zeugen h√§tten einen Klunker-Kranich, den gr√∂√üten Kranich mit einer Fl√ľgelspannweite von ca. zwei Metern, beobachtet.

Noch seltsamer wird es allerdings, wenn Zeugen von eigenartigen Mischwesen zwischen V√∂geln und anderen Kreaturen berichten. Am 19. Januar 1909 beobachtete das Ehepaar Evans aus Glocester City in New Jersey ein eigenartiges Wesen auf dem Haus ihres Daches. "Es war ungef√§hr einen Meter hoch, der Kopf glich dem eines Collies, sein Gesicht dem eines Pferdes. Es hatte einen langen Hals, 60 Zentimeter lange Fl√ľgel und seine Hinterbeine √§hnelten denen eines Kranichs mit Hufen eines Pferdes." Ein anderer Zeuge sah schon zwei Tage fr√ľher ebenfalls ein seltsames Wesen, m√∂glicherweise handelte es sich um die gleiche Kreatur. Er beschrieb das Tier folgenderma√üen: "Sein Kopf glich dem eines Widders mit gedrehten H√∂rnern...Die Fl√ľgel waren lang und d√ľnn."

Eine besonders unangenehme Begegnung widerfuhr Armando Grimaldo aus Raymondsville am 14. Januar 1976 mit einem Vogelwesen. Der Zeuge sa√ü gerade in seinem Garten, als er eigenartige Ger√§usche h√∂rte. Pl√∂tzlich wurde er von hinten gepackt und ihn seine Haut bohrten sich Krallen. Es gelang ihm aber, den unbekannten Angreifer abzusch√ľtteln. Als er sich umblickte, sah er einen Vogel, so gro√ü wie ein ausgewachsener Mensch. Das Wesen hatte das Gesicht einer Fledermaus (!) und keinen Schnabel.

Solche Sichtungen von seltsames Vogelmischwesen haben auch Eingang in die Fachliteratur gefunden. In der renommierten Fachzeitschrift "The Zoologist" findet sich in der Ausgabe von Juli 1868 ein Bericht √ľber einen Vorfall bei einer Mine in Copiago in Chile. Mehrere Bergbauarbeiter beobachteten Anfang dieses Jahres eine eigenartige riesige Vogelkreatur. Die Zeugen sagten √ľber das Wesen: "Die Federn der Fl√ľgel waren gr√§ulich, sein Kopf glich dem einer Heuschrecke, die Augen waren weit ge√∂ffnet und leuchteten wie gl√ľhende Kohlen...Sein K√∂rper hingegen glich dem einer Schlange."

Seltsamerweise beschreiben Zeugen, je weiter die Jahre voranschreiten, gesichtete Vogelwesen immer √∂fter als Kreaturen, die Flugsauriern √§hneln und zwar meistens genau so, wie die Vorstellungen von solchen Wesen allgemein verbreitet ist. M√∂glicherweise geschah hier unbewusst durch Bilder in B√ľchern, Zeitschriften oder durch Filme eine gewisse Beeinflussung. Schlie√ülich kann niemand mit Sicherheit sagen, ob diese Flugsaurier, die nach Ansicht der Fachleute vor etwa 60 Millionen Jahren ausgestorben sind, wirklich so ausgesehen haben, wie wir uns das vorstellen.

Kryptozoologen halten es aber durchaus f√ľr denkbar, dass diese Tiere bis in die heutige Zeit √ľberlebt haben. Andere dagegen meinen, die Augenzeugen w√§ren seltenen einheimischen V√∂geln begegnet und h√§tten, √ľberw√§ltigt durch den Eindruck, bei der Angabe der Gr√∂√üe ziemlich √ľbertrieben.

Was k√∂nnte nun wirklich hinter all diesen Sichtungen und Begegnungen stecken? Ist es tats√§chlich denkbar, dass - wie in den ersten F√§llen geschildert - normale Raubv√∂gel Menschen ergreifen und mit sich schleppen? Im ersten Fall wurde die Leiche der Marie Delex nicht im Adlerhorst gefunden, sondern auf einem Felsvorsprung. Wenn der Adler wirklich die Absicht gehabt h√§tte, Nahrung zu beschaffen, h√§tte er dann nicht sein Opfer in sein Nest getragen? Es w√§re f√ľr ihn doch ein Leichtes gewesen. Stattdessen lag die Leiche verst√ľmmelt auf einem Felsvorsprung.

Auch gibt es, wie bereits erw√§hnt, keine Raubv√∂gel, die einen Menschen, au√üer einem Kleinkind, transportieren k√∂nnen. Und es existieren auch keine Adler, die in der Lage w√§ren, beispielsweise ein ganzes Schaf davonzutragen. Wie steht es mit diesen seltsamen Riesenv√∂geln, die von etlichen Zeugen gesichtet wurden, V√∂geln mit einer Fl√ľgelspannweite bis zu neun Metern?

Im 17. Jahrhundert entdeckten Missionare auf Felsen die Bilder eines riesigen Vogels, die von den Illini-Indianern gemalt wurde. Die Illini nannten diesen Vogel "Piasa" und schossen mit Pfeilen oder Gewehren auf das Bild, wenn sie mit Kanus daran vorbeifuhren. Dieser Riesenvogel tauchte einmal im Jahr auf, am ersten Tag des Herbstes bei Sonnenuntergang. Ein anderer Vogel, der von Indianern beschrieben wird, ist der sogenannte Donnervogel (Thunderbird). Nur Mythologie oder steckt doch ein wahrer Kern hinter solchen Schilderungen wie der von James Red Sky, einem Ojibwa?

"Wir sahen den Donnervogel im Sommer vor ein paar Jahren. Es ist ein riesiger Vogel, um einiges gr√∂√üer als die heutigen Flugzeuge. Er glitt √ľber uns hinweg. Sein Bauch war wei√ü, sein R√ľcken war schwarz."

Hier stellt sich nun aber die Frage, falls es jemals in geschichtlichen Zeiten derartige Riesenv√∂gel gegeben hat, bzw. falls diese Kreaturen auch noch in unseren Tagen immer noch existieren, warum hat man niemals ein Exemplar gefunden? Warum ist noch niemals ein Nest dieser V√∂gel entdeckt worden, keine Knochen oder andere √úberreste? Zwar sollen schon einige Male Donnerv√∂gel von J√§gern erlegt worden sein, so z.B. in den Jahren 1886 und 1890 bei Tombstone in Arizona und angeblich sollen auch Fotos existieren, aber die sind verschwunden, und es wei√ü auch niemand, was mit den Kadavern der V√∂gel geschehen ist, bzw. ob es sie √ľberhaupt jemals gegeben hat.

Ich denke, manches deutet hier auf eine √ľbernat√ľrliche, d√§monische Komponente hin. Das Auff√§llige bei solchen Ereignissen ist ja, dass sie immer knapp unter der Ebene des Beweisbaren liegen, sozusagen in einer Art Vorrealit√§t. Das Ph√§nomen zeigt sich stets gerade so, dass man es nicht ignorieren kann, aber immer so, dass seine Existenz nicht zweifelsfrei verifizierbar ist. Wahrscheinlich treiben die unbekannten Verursacher damit ein Spiel, aber zu welchem Zweck?

Vielleicht ohne jeden Sinn, aber vielleicht auch um Verwirrung und Unsicherheit zu stiften, eine boshafte Art, einzelnen Zeugen vor Augen zu f√ľhren, dass jenseits unserer vertrauten Welt noch eine andere Ebene existiert. Gleichzeitig haben die Betroffenen aber keine M√∂glichkeit, ihre Erlebnisse zu beweisen und bleiben damit allein. Daneben k√∂nnte die Absicht, gerade bei Angriffen auf Menschen, auch darin bestehen, Furcht und Schrecken zu erzeugen oder sogar Todesangst. Der anfangs geschilderte Fall des M√§dchens Marie Delex deutet meiner Ansicht nach in diese Richtung, denn ich glaube, dem "Adler" ging es nicht um Nahrungsbeschaffung im √ľblichen Sinne, sondern nur darum, das Kind zu t√∂ten, um sich an dessen Todeskampf zu weiden.


Reptomaniac, 23. 02.2008

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Quellen:

Tausend und eine Nacht
Prisma Verlag G√ľtersloh - Mysteri√∂se Fabeltiere und geisterhafte Wesen
Janet und Colin Bord - Unheimliche Phänomene des 20. Jahrhunderts
wikipedia

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