MYTHOLOGISCHE, ETYMOLOGISCHE UND SYNCHROMYSTISCHE HINTERGRÜNDE VON PARANORMALEN UND RELIGIÖSEN PHÄNOMENEN

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Artikel : DIE IRISCHE INVASION
Erstellt am 23.05.2007 14:49:51 (1201 x gelesen)

von "Oliver van Troogk"

Hier - mit schuldhafter Verspätung unsererseits - der Artikel, für den Oliver die Buch-Preise im UFO Schreibwettbewerb erhielt!

"Die irische Invasion" von Oliver van Troogk vom 18.04.2007

Mit rauer Gewalt werfen sich die Wellen des Atlantischen Ozeans gegen die Felsen der zerklüfteten Küste, aus dem bleigrauen Himmel ergießt sich ein kalter, nicht enden wollender Regen auf die sanften Grashügel. In düsteren Sturmnächten kann man das Brüllen und Tosen der Brandung bis weit ins Innere des Landes hören. Es ist, als würde die Insel bis in ihre Grundfeste erschüttert.

Die Region Ulster wird noch heut als das „Sibirien Irlands“ bezeichnet. Eine triste und öde Gegend, in die man als Nichteinwohner nur kommt, wenn man muss. Und in einer solchen Umgebung hatten die Menschen zu den Zeiten, in denen es keine modernen Medien gab, lange Abende im Haus zu verbringen. Eine gute Gelegenheit, um sich Geschichten zu erzählen und im flackernden Schein des Feuers die alten Mythen aufleben zu lassen.

Der Sage nach waren die Ureinwohner Irlands ein Volk, das sich die Firbolgs nannte. Sie trieben Ackerbau und Viehzucht, denn der Boden ist fruchtbar und so konnten sie ein arbeitsreiches und hartes, aber doch zufriedenes Leben führen. Geschichtlich lassen sich die Firbolgs schwer einordnen, vielleicht gehörten sie noch den Stämmen der Steinzeit an, die die Urbesiedlung vornahmen, oder sie kamen in Form von Kelten, die um 300 v. u. Z. die Insel vom Festland aus Irland für sich entdeckten.

Die Zeit der folgenden Ereignisse lässt sich unmöglich genauer eingrenzen, denn es gibt keine archäologischen Funde, die einen Beleg für die Invasion der Túathe Dé Danann bilden könnten, es gibt nur die uralten Überlieferungen von denen niemand mit Sicherheit sagen kann, wie viel historische Wahrheit in ihnen steckt.

Sie kamen aus dem Norden und stiegen aus einer dunklen Wolke herab. Die Firbolg erkannten in ihnen ein Volk, das der Göttin Dana gehörte und gaben ihnen daher den Namen „Volk der Dana“ (Túathe Dé Danann).

Die Neuankömmlinge wurden freundlich begrüßt und in allen Ehren empfangen, doch sie hatten kein anderes Ziel, als die Insel in ihren Besitz zu nehmen. Zunächst eigneten sie sich in den vier Städten des Nordens, Falias, Gorias, Finias und Murias, die als untergegangene, sagenhafte Metropolen zu sehen sind, die Künste und Handwerke der Firbolg an. Als sie sich wieder versammelten, hatten sie vier eigenartige Gegenstände bei sich, die die Ureinwohner in helle Aufregung und Erstaunen versetzten.

Diese Artefakte waren der Stein von Fahl, der immer dann aufschrie, wenn der rechtmäßige König ihn berührte, das Schwert des Nuada, mit dem man seinen Gegner unweigerlich tötete, der Speer des Lugh, mit dem man Lebende töten, aber ebenso Tote zum Leben erwecken konnte, und letztlich der Kessel des Dagda, der Speisen und Getränke im Überfluss enthielt und niemals leer wurde.

Diese Gegenstände sind sehr seltsam, und gleichzeitig irgendwie vertraut, denn aus zahlreichen Sci-Fi-Serien kennen wir Geräte, denen wir solche wunderbaren Eigenschaften zuordnen können, wenn wir sie freilich auch mit anderen Worten beschreiben würden. Beim Stein von Fahl kommt mir eine Einrichtung für die Kommunikation in den Sinn, ein Funkgerät etwa, das todbringende Schwert des Nuade bezeichnet eine Waffe, die den Schwertern der Firbolg weit überlegen ist, der Speer des Lugh mutet auf den ersten Blick wie ein medizinisches Gerät an (Defilibrator?) und der Kessel des Dagda – nun – vielleicht wird man eines Tages aus einem Vorrat von Energie etwas Essbares generieren können.

Die weitern Ereignisse gebe ich nur grob wieder, weil sie sehr kompliziert waren und ich mich sonst in Details verrennen würde.
Nachdem die Túathe Dé Danann für eine Weile fort gewesen waren, kehrten sie wieder. Ihr Schiff, das in den Erzählungen immer als „Wolke“ bezeichnet wird, also vom Himmel gekommen sein muss, verdeckte drei Tage lang die Sonne, dann wurde es von den Besitzern verbrannt. Das heißt, die Iren sahen nur Feuerschein, und dass das seltsame Objekt danach verschwunden war, vielleicht sind sie auch Zeugen eines Raumschiffstarts geworden. Und dann offenbarten die Ankömmlinge ihre wahren Absichten; es kam nacheinander zu drei Schlachten am Berge Mag Tuireadh.

In der ersten trugen die Túathe Dé Danann den Sieg davon und vertrieben die Firbolg auf kleine Inseln, die rum um Irland gelegen sind. Allerdings verliert Nuada, der König der Angreifer im Kampf seine rechte Hand.

In der zweiten Schlacht traten die Firbolg nicht mehr selbst an, sondern wurden sozusagen vertreten, von den Fomori, einem Geschlecht von Riesen, die auch auf der Insel lebten. Interessanterweise sind sich alle Mythen über ein Detail einig: Nuada, der feindliche König, hat in diesem Kampf wieder zwei Hände, allerdings wurde die abgeschlagene durch eine aus Silber ersetzt, die er bis in die Fingerspitzen zu bewegen vermochte, als wäre sie seine eigene. Wir sprechen hier übrigens von Begebenheiten, die in der Bronze- oder Eisenzeit stattgefunden haben, wenn sie denn stattgefunden haben. Bis zu den Anfängen der plastischen Chirurgie sollten noch ein paar Jahrhunderte vergehen.

Aber König Nuada fiel in dieser Schlacht und die Túathe Dé Danann waren gezwungen, den Kampf aufzugeben und die Insel wieder zu verlassen. Es folgen etwa 150 Jahre der Ruhe und des Friedens.

Dann kehrten sie ein letztes Mal zurück. Diesmal unter einem König Milesius. Die wieder sesshaft gewordenen Firbolg sowie die Fomori warfen sich erneut in den Kampf und hatten den Eroberern nicht viel mehr als primitive Waffen und ihren Mut entgegenzusetzen, aber eine Königstochter, namens Eriú setzte sich an ihre Spitze und durch ihre Klugheit und Beharrlichkeit gelang es den Insulanern endlich, die Túathe Dé Danann zu besiegen.

Wie eingangs erwähnt, es gibt keine Belege dafür, dass dieser Krieg tatsächlich stattgefunden hat, der Wind der Geschichte hat alle Spuren verdeckt und es gibt nur noch alte Geschichten. Doch eines hat sich bis heut erhalten. Die Insel wurde zu Ehren der tapferen Königstochter Eriúland genannt und so heißt sie noch heute.

Auch das geheimnisvolle Volk der Túathe Dé Danann ging nicht, ohne Spuren zu hinterlassen, sie ließen sich in einem anderen Land nieder. Ob aber das Land der Dana, das heutige Dänemark von einem Göttergeschlecht bewohnt wird, mag dahingestellt bleiben.
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Quellen und Info´s:
http://sungaya.de/schwarz/kelten/nuadu.htm
http://www.netzwelt.de/lexikon/Firbolg.html
http://www.mythologische-tafeln.de/tuatha.htm
http://sungaya.de/schwarz/kelten/iren.htm
http://www.sphinx-suche.de/mythologiekeltisch/eriu.htm
http://www.sphinx-suche.de/mythologiekeltisch/bress.htm
"Lexikon der keltischen Mythologie" von Sylvia / Paul F. Botheroyd
"Auf der Suche nach Merlin" von Nicolai Tolstoy
http://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BAatha_D%C3%A9_Danann
http://www.lebensraeume-div.de/tuan/

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