MYTHOLOGISCHE, ETYMOLOGISCHE UND SYNCHROMYSTISCHE HINTERGRÜNDE VON PARANORMALEN UND RELIGIÖSEN PHÄNOMENEN

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Artikel : MICHAEL PERSINGER & DIE UFOs
Erstellt am 04.02.2007 03:00:00 (1447 x gelesen)

von Greyhunter

Am 1. April 2oo6 lief auf dem deutschen Nachrichtenkanal "N24" ein recht interessanter Dokumentarfilm zum UFO-Phänomen mit dem Titel "UFOs: Begegnungen der dritten Art".

Dort wurde auch das Entführungsphänomen behandelt und mit einer These des Neurowissenschaftlers [anderen Quellen zufolge des Psychologen] Michael Persinger erklärt.

Dieser meint, dass elektromagnetische Felder auf das menschliche Gehirn einwirken und zu ‚Halluzinationen’ im Bereich der Schläfenlappen führen. Die Quelle dieser Felder stammt von der Erde selbst und ergebe sich durch tektonische Spannungen, die auch zu Lichtphänomenen führen, die wir als ‚Erdbebenlichter’ kennen. Persinger meint, damit alle ‚paranormalen’ Nahbegegnungen erklären zu können – auch die Sichtung von Feen, Kobolden, religiösen Visionen usw.

In dem Beitrag war ein Proband zu sehen, dem ein Helm mit Elektroden aufgesetzt wurde. Er wurde einem schwachen elektromagnetischen Feld ausgesetzt und schilderte interessante Sinneseindrücke: Er fühlte sich leicht und schwerelos, sah Lichtmuster, helles weißes Licht, spürte Kälte und ‚erkannte’ Gesichter ihm bekannter Personen. Als letztes schilderte er, dass er gräuliche ‚Wachsmenschen’ sehen könne. Damit endeten seine ‚Erfahrungen’.

Der Bericht des Probanden ist sicherlich sehr interessant, doch reichen diese wenigen Hinweise aus, um das UFO-Entführungsphänomen zu erklären? Das Problem an Persingers These ist schon im Beitrag zu erkennen: Solche ‚Erfahrungen’ lassen sich nur im Labor ‚herstellen’, nicht jedoch unter ‚realen Bedingungen’, etwa in der Natur bzw. in einer Stadt. Persinger hat seine These in den wichtigen Grundzügen bereits 1976 entwickelt, doch bis jetzt blieb jeder Beweis aus, dass sie auch ‚Alltagstauglich’ ist.

Das unter ‚veränderten Bewusstseinszuständen’ auch ‚Wesen’ gesehen werden ist hingegen nicht neu. Wir haben hier eine Jahrtausendealte schamanistische Tradition, die gerade auf der Einnahme von Drogen basiert und zu ähnlichen Halluzinationen führt. In diesen Zuständen werden auch Menschen und Tiere wahrgenommen, was aber nicht bedeutet, dass es sie deshalb nicht trotzdem – ‚in der realen Welt’ - gibt. Das heißt, halluzinierte ‚Begegnungen’ mit Entitäten schließen echte Kontakte im normalen Wachbewusstsein nicht aus!

Ein weiteres Problem an Persingers These ergibt sich daraus, dass sich ‚UFO-Hotspots’ und Gegenden mit hoher seismischer Aktivität selten bis gar nicht überschneiden. Auch die Lebensdauer eines ‚Erdbebenlichtes’ – das ja letztlich für die ‚Sichtung’ | ‚Entführung’ verantwortlich sein soll, ist nur sehr kurzzeitig – lediglich ein paar Sekunden, während echte UFO-Entführungen um zwei Stunden herum andauern. Die Untersucherin Susan Blackmore unterzog sich Persingers Test und hatte erst nach zehn Minuten die ersten Eindrücke gespürt – ein Zeitraum der weit über der Lebensdauer eines ‚Erdbebenlichtes’ liegt.

Wenn elektromagnetische Felder und seismische Aktivität paranormale Erfahrungen erzeugen, stellt sich die Frage, warum wir aus solchen Gegenden nicht massenweise Berichte haben? Auch die Mitarbeiter von Kraftwerken müssten ständig von Außerirdischen ‚verschleppt’ werden, denn dort gibt es ja auch elektromagnetische Felder – allerdings ist uns nichts von solchen Berichten bekannt.

In der Dokumentation ist auch die Rede davon, dass der bekannte Hill-Entführungsfall von 1961 sich dergestalt erklären lässt. Nun ist es aber so, das New Hampshire [der Ort an dem sich der Vorfall abspielte] kein Erbebenzentrum ist. Wo soll also dann das elektromagnetische Feld herkommen? Warum haben wir dann nicht viel mehr Berichte aus der Region? Die Hills sahen auch mehr als nur ‚Licht’ und ‚graue Wachsmenschen’. Sie sahen das Objekt aus verschiedenen Distanzen, die Wesen, hatten mit ihnen Kommunikation, sie wurden verschleppt und untersucht und dann wieder freigelassen. Der Proband von Persinger sah auch keine ‚Sternenkarte’ und die Erfahrung währte nur Minuten, ganz im Gegenteil zur Hill-Entführung.

Ein Aspekt, der an der Dokumentation übrigens sehr merkwürdig ist, ist der bereits erwähnte Bericht des Probanden der die ‚Wachsmenschen’ wahrnahm. Persinger vertritt – wie bereits berichtet – die These schon seit 1976 und alle Probanden schilderten bisher immer nur, dass sie das Gefühl einer ‚Präsenz’ hatten, keiner sah irgendwelche Wesen! Nun beschreibt der Proband in dem Bericht aber plötzlich genau das. Es stellt sich wirklich die Frage, ob hier Persinger nicht ‚nachgeholfen’ und dem Probanden zuvor erzählt hat, was er zu sehen bekommt | zu sehen hat – dergestalt also auf ihn eingewirkt wurde. Im schon erwähnten Bericht von Susan Blackmore war das der Fall! Es ist doch merkwürdig, dass Persinger in all den Jahren nicht in einem einzigen seiner Artikel auf ein solches Detail hinweist und es nun plötzlich aus dem Hut zaubert, wie der Magier das Kaninchen!

[Ganz ähnlich gingen vor ein paar Jahren übrigens auch der Philologen Dr. Alvin Lawson und der Forscher William McCall vor. Sie behaupteten, dass sie Personen hypnotisiert hätten, die zuvor noch niemals mit dem UFO-Phänomen zu tun gehabt hatten. Diese hätten dann [von sich aus] die gleichen ‚Erlebnisse’ geschildert, wie die ‚echten’ Entführten. Später stellte sich jedoch heraus, dass die beiden Pseudoforscher ihren Probanden Entführungserfahrungen suggeriert haben – also bis ins kleinste Detail ‚vorgaben’, was sie gerade ‚sahen’ und ‚erlebten’! Das ist bei Hypnose nicht schwer, im hypnotischen Zustand ist man ein gutes Medium für Beeinflussungen jeder Art! Lustig ist, dass UFO-Skeptiker die Versuchsanordnung noch heute als ‚Beweis’ gegen ein echtes CE4-Phänomen vorlegen, obwohl sie doch auch die Hintergründe des Testes kennen müssten!? Wird hier also mit ‚gezinkten Karten’ gespielt um Untersucher und Entführte in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen?]

Persingers Hypothese ist sicherlich interessant, allerdings lässt sie sich nicht auf das UFO-Entführungsphänomen anwenden: Zum einen ist der Ablauf dieser Erfahrungen viel zu komplex und zu einheitlich, als das sie mit den Berichten von Persingers Probanden erklärt oder verglichen werden könnten [die ‚quasimedizinischen’ Untersuchungen und das ‚verschleppt werden’ fehlen völlig, der ‚Zeitfaktor’ passt nicht usw.]. Zum anderen hinterlassen CE4-Erfahrungen bisweilen körperliche Spuren, sie ereignen sich immer wieder an verschiedenen Orten, werden oft auch von mehreren Personen erlebt. Bei Abductions werden auch ‚massive’ UFOs gesichtet und nicht nur Persingers Erdbebenlichter, ganz abgesehen davon, dass die fremden Entitäten auch ohne ‚Fortbewegungsmittel’ in Erscheinung treten. Echte Entführte weisen auch psychologische Traumata auf, Persinger Probanden nicht!

Man kann es drehen und wenden wie man will, dass UFO-Abduction-Phänomen lässt sich mit Persingers These nicht erklären. Tatsächlich wäre es im Rahmen der journalistischen Sorgfaltspflicht besser gewesen, in der genannten Dokumentation auf die vielen Schwächen seiner Hypothese zu verweisen, als sie gleich als ‚Lösung’ zu präsentieren! Aber wen interessieren schon die Details und Fakten, wenn man statt dessen schnelle Lösungen präsentieren kann? Kennen wir das nicht bereits in gleicher Form von unseren UFO-Skeptikern und ‚Zetetikern’?

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(Foto: Müllsack. Solche oder so ähnliche wurden schon von Skeptikern im aufgeblasenen Zustand in den Himmel gejagt, um damit "UFO Stimuli" nachzuweisen...die Ähnlichkeit zu z.B. den Objekten auf Bild 2 und 3 (s.unten) ist in der Tat verblüffend )..oder? :-D

Quellen:

N24 Dokumentation ‚UFOs: Begegnungen der dritten Art’
Craig Roberts, Der Mensch als Teil des UFO-Phänomens, GEP-Sonderheft N°16
Illobrand von Ludwiger, MUFON-CES-Tagungsband N°10

Persinger und seine Hirnforschung:
http://www.zeit.de/archiv/1996/45/sel ... txt.19961101.xml?page=all

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