MYTHOLOGISCHE, ETYMOLOGISCHE UND SYNCHROMYSTISCHE HINTERGRÜNDE VON PARANORMALEN UND RELIGIÖSEN PHÄNOMENEN

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Artikel : DIE MIMIKRY-HYPOTHESE
Erstellt am 31.03.2007 11:00:00 (1849 x gelesen)

von Dr Johannes Fiebag (verstorben im Okt. 1999)

zur Verfügung gestellt:
von Greyhunter


Seit ich in der Juli / August Ausgabe 1990 von Ancient Skies den Beitrag die „Mimikry-Hypothese“ veröffentlichte, sind einige Jahre vergangen.

Damals, als ich die Idee dazu erarbeitete und schließlich publizierte, konnte ich nicht ahnen, welch eine Auswirkung sie haben würde. Ich konnte nicht wissen, zu welch heftigem Disput es kommen und wie die einen sie als „grandios“ feiern oder als zumindest überlegenswert akzeptierten und andere sie als unsinnig ablehnen würden.

Wie auch immer – mein Anliegen war und ist es, mit dieser Hypothese einige jener Unstimmigkeiten, Wiedersprüche und Wirrungen in den Griff zu bekommen, die sich durch die Präsentation extraterrestrischer Phänomene über die Jahrtausende hinweg zeigen. Freilich können diese Unstimmigkeiten auch auf andere Weise erklärt werden, und die Mimikry-Hypothese erhebt – wie jede andere vernünftige Hypothese auch – keinen Anspruch auf absolute Wahrhaftigkeit. Es mag sein, daß sie sich eines Tages tatsächlich als falsch erweist, aber ich denke doch, daß wir – zumindest im Moment – damit ein wertvolles Instrument in der Hand haben, um eine ganze Reihe rätselhafter Ereignisse in der Vergangenheit und Gegenwart zu erklären.

Die Idee zu dieser Hypothese war mir im Rahmen meiner Beschäftigung mit dem Phänomen der Marienerscheinungen gekommen. 1991 veröffentlichten mein Bruder Peter und ich unser Buch „Himmelszeichen“, in dem wir uns intensiv mit solchen Manifestationen auseinander setzten und – wie ich glaube, letztlich doch sehr eindrucksvoll – belegen konnten, daß Marienerscheinungen nichts anderes sind als Offenbarungen einer außerirdischen Intelligenz, angepasst dem Verständnis der kontaktierten Personen.

Wenn man die häufigsten Beobachtungen beim Auftreten von UFOs in Relation setzt zu dem, was sich uns bei Marienerscheinungen zeigt, dann erkennt man sehr schnell die deutlichen Übereinstimmungen, die sich bei beiden Phänomenen ergeben. Die Vielzahl dieser Übereinstimmungen ist aber nicht mehr zufällig – jedenfalls nicht nach allen Gesetzen der Zufallsrechnung und Statistik – und wir müssten deshalb hinter beiden den gleichen Verursacher annehmen: Religiöse Verbrämung dort, wo es nötig ist. Maskierung, den soziokulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen angepasst. Rückgriff auf die Phantasie und Vorstellung der Menschen selbst. Tarnung unter einem Deckmantel dessen, was wir selbst zu sehen wünschen. Das ist nichts anderes als ein ausgeprägtes Mimikry-Verhalten.
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Was heißt das Wort „Mimikry“ überhaupt? Es kommt aus der Biologie und ist laut Duden-Lexikon in seiner ersten Bedeutung die Schutztracht wehrloser Tiere, die in Färbung und Gestalt wehrhafte oder ungenießbare Tiere nachahmen und in der davon abgeleiteten zweiten Bedeutung „Anpassung“ oder „Tarnung“.

Und genau das ist es: Anpassung. Diese fremde, außerirdische Intelligenz passt sich uns an: unserem Verständnis, unseren Vorstellungen, unseren Phantasien, Ängsten und Hoffnungen. Und in kaum einem anderen Aspekt wird dies so deutlich wie im Phänomen der Marienerscheinungen.

Im Grunde machen ja auch wir nichts anderes, wenn wir – sofern wir keine ausbeuterischen Interessen haben – uns einem neuentdeckten Stamm in der Südsee oder in Afrika zuwenden. Unsere Ethnologen reisen in diese Gebiete eben nicht ausgerüstet mit Hubschraubern und allem möglichen technischen Brimborium, sondern als Menschen, die sich bewusst auf das Niveau der Eingeborenen begeben, ihren Sitten und Gesetzen unterwerfen und diese nachahmen und so in ihrer Gemeinschaft verstanden und akzeptiert werden, ein Forscherverhalten, das man heute als „teilnehmende Beobachtung“ bezeichnet. Man könnte diese als Vorstufe zu einem weit höherentwickelten Mimikry-Verhalten betrachten, wie es Außerirdische uns gegenüber an den Tag legen.
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Was besagt die Mimikry-Hypothese nun genau? Ich habe 1990 geschrieben: “Uns zu besuchen fähige außerirdische Intelligenzen besitzen einen so hohen technologischen [‚magischen’] Standard, dass sie ihr Erscheinen dem jeweiligen intellektuellen Niveau der Menschen unterschiedlicher Zeiten und unterschiedlicher Kulturen anpassen können. Gleichzeitig vermögen sie, künftigen, Raumfahrt betreibenden Generationen – d.h. in diesem Falle uns, die wir beginnen, ihre Spuren zu entdecken und dadurch auf einen Kontakt vorbereitet zu werden, Hinweise auf ihre Existenz, ihre Besuchertätigkeit und ihre Möglichkeiten zu geben“.

Beispiele für eine derartige, sich kontinuierlich dem jeweiligen in Raum und Zeit spezifizierten Kulturkreis und seiner Vorstellungswelt anzupassen, gibt es unzählige, etwa:

- die biblischen Gotteserscheinungen, die zum einen z.T. ausgezeichnet die dahinter stehende Technologie erkennen lassen [Raumschiff und Tempel des Ezechiel, Manna-Maschine], zum anderen auf die Hebräer wie göttliche Offenbarungen wirken mussten;

- die indischen Göttererscheinungen, die sich gleichfalls diesem Kulturkreis und seinen religiös-mystischen Auffassungen anpassten und darüber hinaus heute exakte technologische Interpretationen erlauben [Vimanas, Militärtechnologie etc.];

- die während des Mittelalters beobachteten Himmelserscheinungen, die jeweils dem damaligen Vorstellungshorizont entsprachen [‚fliegende Schilde’, ‚Feen’, ‚Zwerge’], heute aber Parallelen zu antiken und aktuellen Kontakten aufzeigen lassen;

- das Luftschiffphänomen im ausgehenden 19. Jahrhundert, bei dem Objekte beobachtet wurden, die zwar allgemein dem Verständnis der damaligen Menschen entsprachen, andererseits aber jenseits des konkreten technologischen Standards lagen;

- das Marienerscheinungsphänomen der vergangenen Jahrhunderte bis heute, das in solchen Fällen zum tragen kam oder kommt, in denen katholisch geprägte Bevölkerungsgruppen einer Observierung oder Manipulation unterliegen sollten;

- schließlich das UFO-Phänomen unserer Tage: UFOs und die damit verbundenen CE3 Kontakte und Entführungen, entsprechen sehr gut unseren Vorstellungen außerirdischer Raumschiffe, ihrer Insassen und deren Verhaltensmodi. Sie mögen gerade deswegen nichts anderes repräsentieren als die dem 20. Jahrhundert angepasste Reflektion eben dieser Vorstellung einer extraterrestrischen Technologie. Sie bilden somit eine Synthese zwischen einer real existierenden außerirdischen Kraft und unseren Imaginationen.

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Die Mimikry-Hypothese verbindet auf diese Weise auch jene Argumente, die bislang von Seiten der „psychologisch“ orientierten UFO-Forscher vorgetragen wurden [also, UFOs als Phänomen des Unbewussten] mit der gängigen Hypothese materieller Objekte. UFOs wären demnach – genauso wie Marienerscheinungen, die Luftschiffe des letzten Jahrhunderts, die fliegenden Schilde des Mittelalters und die „Götter“ und „Gotteserscheinungen“ des Altertums – nichts anderes als die unser jeweiligen Vorstellungswelt angepassten Tarnprojektionen einer außerirdischen Intelligenz, die mit diesem Mimikry-Verhalten ihre eigenen Pläne durchsetzt und uns gleichzeitig Informationen über die dahinterstehende Struktur ihrer Eingriffe vermitteln kann. Mit anderen Worten: wir hätten es mit einem hochkomplexen, von langer Hand geplanten und im Grunde auf uns Menschen am Beginn des Raumfahrtzeitalters abgestimmten Strategie zu tun – eben mit der von Erich von Däniken bereits vor Jahren so treffend titulierten „Strategie der Götter“.

Ein nicht ganz unberechtigter Einwand gegen diese Vorstellung ist folgender: Wenn es sich bei all dem im Grunde nur um mehr oder weniger geschickte Illusionen handelt – gehören dann auch so konkret beschriebene Objekte wie das Ezechiel-Raumschiff oder die Manna-Maschine, oder was auch immer, dazu? Ich glaube, wir müssen und über zweierlei Dinge klar werden. Zum einen bedeutet Projektion, so wie ich den Begriff verwende, nicht das, was wir heute unter einer dreidimensionalen Laserprojektion verstehen. Projektionen in unserem Falle bedeutet eine totale Anpassung an die gegebenen Bedingungen, d.h. eine räumliche und zeitlich absolut konstante, dreidimensionale und materielle Schöpfung.

(Dr. Johannes Fiebag)

Zum anderen ist das ganze m.E. weniger eine Frage nach der Realität einer Manna-Maschine oder eines Ezechiel-Raumschiffes. Es ist viel mehr die Frage nach der Realität unserer gesamten Welt. Wie real ist überhaupt das, was wir als Wirklichkeit betrachten. Es gibt heute einige interessante Vorstellungen, die in der Welt, wie wir sie wahrnehmen, nur einen Schatten der wirklichen Wirklichkeit sehen.´
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Der Physiker Prof. David Bohm und der Biologe Prof. Karl Primbram etwa haben mit ihrer Idee vom „holographischen Universum“ ein inzwischen fast als klassisch zu bezeichnendes Model in dieser Hinsicht vorgelegt. Demnach ist unser Gehirn, das, so Bohm und Primbram wörtlich, „auf mathematischem Wege eine objektive Realität durch die Interpretation von Frequenzen erzeugt, die letztlich Projektionen aus einer anderen Dimension sind, einer tieferen Seinsordnung, die sich jenseits von Raum und Zeit erstreckt. Das Gehirn ist ein Hologramm, das sich in einem holografischen Universum verhüllt“.

Hologramme kennt inzwischen fast jeder: scheinbar dreidimensionale Bilder. Aufgenommen mit Spezialkameras unter Zuhilfenahme eines Lasers, wird das fotografierte Objekt auf eine Platte gebannt – auf der man außer einigen schillernden Ringen überhaupt nichts sieht. Erst, wenn man unter einem bestimmten Winkel wieder eine starke Lichtquelle richtet, erscheint das aufgenommene Objekt: dreidimensional und scheinbar lebensecht, aber letztlich doch als Illusion, den wenn wir unsere Hand ausstrecken, greifen wir allen scheinbaren optischen Eindrücken zum Trotz ins Leere.

Unser Universum, so glauben Primbram und Bohm, ist auf die gleiche Weise strukturiert. Unser Gehirn, oder besser unser Bewusstsein, ist der Lichtstrahl, in dem wir das illusionäre Bild der Welt erkennen, das von einem viel subtileren, für uns nicht wahrnehmbaren Frequenzmuster erzeugt wird. Die „Fotoplatte“ und die darauf eingetragenen Strukturen der wirklichen Wirklichkeit erkennen wir nicht.

Wir können sie nicht erkennen, weil unser Gehirn gar nicht dazu in der Lage ist. Es ist nicht nur an die Illusion, die es umgibt gewöhnt, es würde vollkommen versagen, gäbe es diese Illusion plötzlich nicht mehr. Es stünde ein einem grenzenlosen, unglaublich verwirrenden, komplexen etwas, das sich mit nichts vergleichen ließe, was wir kennen.
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Wie – um auf unsere Problematik zurückzukommen – würde sich den eine sehr weitentwickelte Intelligenz in Anbetracht dieser Situation verhalten? Welche Möglichkeiten hätte sie, in unserer Welt, in unserer Wirklichkeit zu agieren? Nehmen wir einmal an, sie hat nicht nur Erkenntnis über die internen Zusammenhänge der Realität, sondern auch Mittel und Wege gefunden, über die tieferen, für uns unsichtbaren Strukturen der Wirklichkeit Eingriffe vorzunehmen?

Whitley Strieber, jener amerikanische Schriftsteller, der – wie viele andere – seit seiner Kindheit im Bannkreis der Anderen steht, hat einmal geschrieben: “Wenn Außerirdische hier sind, dürfen wir annehmen, dass sie äußerst fremdartig sind – ganz buchstäblich fremdartiger als alles, was wir uns überhaupt vorstellen können“.

Und genau das ist unser Problem: wir können uns nicht vorstellen, wie eine unsagbar fortgeschrittene, uns um Jahrtausende, ja vielleicht Jahrmillionen überlegene Intelligenz strukturiert ist, wie sie handelt, nach welchen Motivationen sie plant und vorgeht. Viele von uns können sich ja nicht einmal vorstellen, dass es eine solche Intelligenz überhaupt gibt.
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Ich habe in meinen letzten Büchern versucht, die Welt, wie wir sie kennen, als eine Art „Cyberspace“ zu beschreiben. Mit Cyberspace bezeichnet man künstlich geschaffene Räume, ja ganze Universen, die im Grunde nur in der Software hochgezüchteter Computer existieren. Aber der Cyberspace und die Virtuelle Realität [VR] haben den Vorteil, dass man sie nicht nur auf einem Bildschirm beobachten, sondern dass man in sie „hineinsteigen“ kann.

Mit Spezialbrillen, die dreidimensionale Bilder vermitteln, mit Datenhandschuhen oder sogar Ganzkörperanzügen ausgerüstet, kann der „Cybernaut“ sich in diesem Universum seiner Wünsche frei bewegen. Er erlebt dort eine andere Realität, eine fremde Wirklichkeit. Was wir im Moment in Bezug auf die Weiterentwicklung der VR erleben, ist aber nur der Anfang. Ich bin sicher, in wenigen Jahrzehnten werden Brillen und Datenhandschuhe zum „alten Eisen“ gehören, wird sich das Gehirn selbst mit dem Computer „verdrahten“ lassen und die Vorstellung in einer völlig anderen Welt zu agieren, perfekt sein. Was ist dann wirklich Wirklichkeit? Was ist Illusion?
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Der amerikanische Mathematiker und Indologe Dr. Richard Thompson vergleicht die Weltsicht der alten Inder mit den Eindrücken, die wir in der virtuellen Realität gewinnen. Die Fähigkeiten der Götter, die in den vedischen Schriften beschrieben werden, der Aufbau des Alls, die Vorstellung über die „Schaltzentralen“ im Universum – all das sei im Grunde identisch mit dem Konzept einer virtuellen Realität.

Weder Thompson noch ich behaupten, dass unsere Welt tatsächlich in einem riesenhaften Computer existiert. Aber im Cyberspace finden wir eine ausgezeichnete Analogie dafür, wie unsere Welt und das, was wir davon wahrnehmen, strukturiert zu sein scheint: Was wir erkennen, ist nur die Oberfläche, eine glänzende, glitzernde, spiegelnde Oberfläche, die uns den Blick auf das, was dahinter liegt verwehrt.

Der amerikanische Astrophysiker Prof. Timothy Ferris denkt in seinem neuen Buch darüber nach, ob außerirdische Intelligenzen nicht ein galaxienweites Netzwerk untereinander kommunizierender Sonden installiert haben könnten. Wenn wir annehmen, irgendwann vor Jahrmillionen habe eine intelligente Spezies damit angefangen, in jedem erreichbaren Sonnensystem eine solche Sonde zu installieren, die beständig Daten aufnimmt und an die Heimatzivilisationen zurücksendet, könnte heute in der Tat das gesamte Weltall durch ein solches Netzt miteinander verbundener Sonden und damit miteinander verbundener Intelligenz verknüpft sein.

Diese Sonden – ich möchte sie der Einfachheit halber Ferris-Sonden nennen – würden natürlich nicht nur schöne Fotos und Messungen aus der Atmosphäre der beobachteten Planeten zurückschicken, sondern ein absolut umfassendes Bild. So umfassend, dass man auf dem Heimatplaneten [oder was immer diese Intelligenzen dann als ihre Heimat bezeichnen mögen] diese Daten zu einem Cyberspace-Modell umrechnen kann.

Dies gäbe den Wesen dort eine interessante Möglichkeit an die Hand: sie könnten nämlich – befände sich eine solche Ferris-Sonde zum Beispiel in unserem Sonnensystem – einfach in diese künstlich erzeugte Cyberspace-Erdsimulation einsteigen. Völlig gefahrlos, völlig ohne Risiken. Sie könnten durch das Brandenburger Tor spazieren oder Kletterpartien am Mount Everest machen, sie könnten sich in irdische Krisengebiete begeben und eine Messe auf dem Petersplatz mitfeiern. Und säßen doch in Wirklichkeit daheim in ihrem Sessel [oder was immer sie stattdessen haben mögen].
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Unmöglich? Die amerikanische Firma Luna-Corp hat 1993 einen kleinen Mondrover entworfen. Nach ihren Vorstellungen soll er irgendwann in den kommenden Jahren gestartet werden, und dann auf dem Mond, angetrieben von Solarzellen, mehr oder weniger unbegrenzt herumfahren können. Nichts Neues? Doch, denn dieser und ähnliche Mondrover sollen jedermann zur Verfügung stehen. In den großen amerikanischen Vergnügungsparks will man die Zentralen einrichten, von denen aus die Luna-Corp-Rover über den Mondboden gesteuert werden können. Von jedem, der sich das zunächst sicher nicht ganz billige Vergnügen leisten kann.

Der Gag an der Sache: die von dem Rover auf dem Mond aufgenommenen Bilder werden auf der Erde zu einem Cyberspace-Modell umgerechnet. Der Pilot sitzt also irgendwo in Disney-World, hat eine Cyberspace-Brille vor den Augen – und glaubt tatsächlich, auf dem Mond zu fahren. Und selbst das ständige Rucken und Wackeln des Rovers wird über Signale zur Erde geschickt und auf den Pilotenstuhl übertragen.

Dies ist im Grunde nichts anderes, als eine primitive Ferris-Sonde. Und von diesen Ferris-Sonden aus, ist es nur ein kleiner Schritt zu meiner Vorstellung, dass nämlich fremde Intelligenzen in unserer Wirklichkeit selbst agieren und diese Wirklichkeit als „Cyberspace“ nutzen. Das könnte – um ein simples Modell durchzuspielen – über weiterentwickelte Ferris-Sonden geschehen.

Denn die nächste Stufe einer solchen Sonde wäre ihre Nutzung als Transmittler: nicht direkt für diese Wesen, aber für ihr Bewusstsein. Es könnte ihnen die Möglichkeit schaffen, gefahrlos hierher zu kommen, von ihrer Welt zu unserer Welt, gefahrlos in den „Cyberspace-Aspekt“ einzutauchen und einzugreifen, den wir unsere Wirklichkeit nennen.

Der Physiker Prof. Michael Sword hält ein solches Szenario nicht nur für möglich, es hält es auch für vereinbar mit dem UFO-Phänomen. Implantate zum Beispiel würden nach dieser Sichtweise mikro-miniaturisierte Ferris-Sonden sein, die einzelnen Betroffenen eingesetzt werden und durch die, die Fremden tatsächlich unter uns weilen – auch wenn sie sich in Wirklichkeit Lichtjahre in ihrer Heimatwelt aufhalten.

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Das mag so sein oder auch nicht. Vermutlich sind viele verschiedene Modelle realisiert, weil viele unterschiedliche Intelligenzen an diesem „Projekt Menschheit“ beteiligt sind, das wiederum nur ein Unterprojekt eines größeren Projekts eines größeren Projekts eines ... sein dürfte. Es ist diese Komplexität, die uns verwirrt und sich in nichts deutlicher ausdrückt als in dem, was wir „das UFO-Phänomen“ nennen, vielleicht besser als „Besucher-Phänomen“ nennen sollten.

Dieses Phänomen konfrontiert uns nämlich mit genau dieser „anderen Welt“. Es zeigt uns in all seiner [allerdings nur für uns existierenden] Verworrenheit wie irreal unsere Vorstellungen von der Realität sind. Es stößt uns durch seine bizarre Existenz förmlich mit der Nase darauf, wie zerbrechlich all das ist, was wir als die Säulen der Wirklichkeit betrachten: unsere Welt, unser Universum und uns selbst.

Denn „Wirklichkeit“ ist nicht unbedingt gleich „Wirklichkeit“. Sie hat viele Schattierungen – Seiten die wir kennen und Seiten, die wir nicht kennen. Unser Gehirn, konditioniert aufgrund einer fast viereinhalb Milliarden jährigen Evolution, kann ja überhaupt nur bestimmte Facetten der Wirklichkeit wahrnehmen.

Und darum erlaubt uns der eingeengte Realitätstunnel, in dem jeder von uns lebt, immer nur ein paar Meter Sicht. Was darüber hinausgeht, nehmen wir nicht zur Kenntnis. In der Regel interessiert es uns nicht einmal. Aber nichts ist von größerer Unsicherheit als die Sicherheit, in der wir uns wiegen. Und die Begegnung mit dem „Unmöglichen“ kann schneller über uns hereinbrechen, als wir im Moment glauben.
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Etwas ist da, etwas ist um uns. Etwas nimmt Einfluss auf uns. Es wird dort konkret, wo wir es nicht erwarten. Es lauert in den Wäldern und über einsamen Landstraßen, in den Wolken genauso wie in den Zimmern unserer eigenen Häuser. Die fremde Intelligenz, die dahinter steht, muss uns um vieles voraus sein, vielleicht um Jahrmillionen. Sie scheint es gelernt zu haben, in die Realität selbst einzugreifen. Oder besser gesagt: im Gegensatz zu uns weiß sie, das es die Realität gar nicht gibt.

Wirklichkeit ist nur ein Konstrukt unseres Gehirns. Wer hinter das Geheimnis dieses Sachverhaltes gekommen ist, kann das, was wir Wirklichkeit nennen, beliebig manipulieren. Wann und wo und wie immer er es will.

Einige der von den Fremden „entführten“, die den Mut und die Kraft dazu fanden im Angesicht ihrer „Entführung“ die Frage nach dem Sinn zu stellen, die Frage danach, warum dies geschah, bekamen meist die stereotype Antwort: “Es ist unser Recht“!

Ihr Recht? Warum? Wer gibt ihnen das Recht dazu? In einem anderen Fall, den Prof. David Jacobs zitiert, erzielte eine „Entführte“ eine überaus erschrockene Reaktion der Gestalten, als sie ihnen an den Kopf warf: “Ihr seit Formwandler!“

Den genau das sind sie: Formwandler. Sie sind nicht das, was sie für uns zu sein scheinen. Ihr Mimikry-Verhalten verdeckt, was sich dahinter verbirgt. Und wer oder was verbirgt sich dahinter? Welche Antworten wir auch immer finden mögen, welche Erklärungen sich auch immer anbieten – sie sind vermutlich falsch. Dieses gesamte Szenario stellt sich, je tiefer wir versuchen, in es einzudringen, umso komplizierter und verwirrender dar. Aber eines ist sicher: irgend etwas passiert, irgendetwas geschieht. Es geschah in fernster Vergangenheit und geschieht hier und heute, es geschieht mitten unter uns.

Wenn es überhaupt eine annähernd beschreibende Antwort auf all das gibt, dann vielleicht, dass uns diese Ereignisse deutlich machen, wie sehr wir alle Teil eines unglaublichen, atemberaubenden, in all seiner Komplexität nicht nachvollziehbaren kosmischen Dramas sind. Das, wovon wir glauben, es sei die Welt, das wovor wir annehmen, es sei die Wirklichkeit, ist nichts anderes als das Maya der alten Inder, ist Illusion, ist Täuschung, ist nur eine gigantische Maske, sind Requisiten in einem Theaterstück, dass sich „Das Universum“ nennt. Es ist ein großer, schillernder Spiegel, in den wir blicken und von dem das Besucher-Phänomen nichts anderes ist, als ein kleiner Teil. Die wahren Dinge stehen dahinter.


Die Menschheit ist ein Mitglied im Theaterensemble. Wir selbst sind seit den aller ersten Tagen ein integraler Aspekt davon, eingebunden in ein organisch reagierendes Netz aus verschiedenen Bewusstseinsformen und Intelligenzen aus dem All, aus anderen Zeiten, aus Parallelwelten und fremden Dimensionen. Das UFO-Phänomen, vor allem aber das „Entführungsphänomen“, zeigt uns die filigrane Struktur dieses Netzes. Es zeigt uns, dass wir teilhaben an einem großen kosmischen Szenario, es zeigt uns, dass „etwas“ passieren wird ...

Der amerikanische Wissenschaftspublizist Dr. Keith Thompson legt in seinem Buch über Engel und Außerirdische eine Auffassung dar, die exakt der meinen entspricht:

“Kurz gesagt, nicht losgelöst von der Debatte, ob UFOs echt seien oder nicht, sondern exakt in ihrem fruchtbaren Zentrum tut das UFO-Phänomen, was seine unabdingbare Pflicht zu sein scheint: in der kollektiven Psyche der Menschen die Erwartung eines unbestimmten, aber unvermeintlichen „Kontaktes“ zwischen der Menschheit und einem unfassbaren Andersartigen zu nähren. Und weil die Beschaffenheit dieses „Kontaktes“ und dieses Andersartige nicht näher beschrieben wird und deshalb unbegrenzten Mutmaßungen offen steht, entwickeln die symbolischen Dimensionen des Phänomens einen immer größeren Reiz“
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Was mit den „Entführten“ geschieht, ist vielleicht nur der Anfang, der Beginn einer globalen Veränderung, ist eine Transmutation des Bewusstseins, die mehr und mehr Menschen erfassen wird. Schätzungen aus den USA gehen davon aus, dass bereits etwa 20 Prozent aller Amerikaner vom „Entführungs-Syndrom“ betroffen sind, ich selbst würde den Anteil aufgrund meiner Arbeit zu meinem neuen Buch über „Entführungen“ ähnlich hoch ansetzen. Aber 20% - das ist mehr, als jede simple Hypothese zu erklären vermag. „Vielleicht“, hat der Harvard-Psychologe Prof. John Mack geschrieben, „vielleicht sind wir alle Entführte – auf die eine oder andere Weise“.

Ich bin sicher: irgendetwas geschieht um uns, irgendetwas geschieht mit uns. Jene Intelligenz, die hinter dem UFO-Phänomen steht, bereitet etwas vor. In allen Mythen, in allen Religionen haben die Götter versprochen zurückzukehren. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass genau dieses Ereignis auf uns zukommt. Vermutlich nicht mehr in unserer Generation, aber möglicherweise schon bald danach.

Wir sollten darauf vorbereitet sein. Was immer geschieht – es betrifft letztlich uns alle. Uns alle: das bedeutet aber, teilzuhaben an einem Geschehen, von dem wir noch immer so gut wie nichts wissen. Ich finde, es ist an der Zeit, zumindest darüber nachzudenken. Und – gibt es tatsächlich etwas bedeutsameres, etwas wichtigeres, etwas notwendigeres als genau das ... ?

Literatur
Beier, H.H.: Kronzeuge Hesekiel, Ronacher Verlag, München 1995.
Blumrich, J.: Da tat sich der Himmel auf, Econ Verlag, Düsseldorf/Wien, 1973.
Ferris, T.: Das intelligente Universum, Byblos Verlag, Berlin 1992.
Fiebag, J.: Die Mimikry-Hypothese, Ancient Skies, 4, 1990, AAS, Schweiz.
Fiebag, J. & P.: Himmelszeichen, Goldmann Verlag, München 1991.
Fiebag, J.: Die Anderen, Herbig Verlag, München 1993.
Fiebag, J.: Kontakt, Langen Müller Verlag, München 1994.
Fiebag, J.: Sternentore, Langen Müller Verlag, München 1996.
Fiebag, J.: Das Entführungsphänomen im deutschsprachigen Raum. In: Fiebag, J. [Hrsg.]: Das UFO-Syndrom, Knauer Verlag, München 1996.
Jacobs, D.: Geheimes Leben, Kopp Verlag, Rottenburg 1996.
Mack, J.: Entführt, Bettendorfsche Verlagsanstalt, Essen 1995.
Sassoon, G. & Dale R.: Die Manna-Maschine, Pabel Verlag, Rastatt 1979.
Strieber, W.: Die Besucher, Heyne-Verlag, München 1990.
Swords, M.: Does the ETH Make Sense?, IUR, CUFOS, Chicago 1992.
Talbot, M.: Das holographische Universum, Droemer Knaur, München 1992.
Thompson, K.: Engel und andere Außerirdische, Knaur Verlag, München 1996.
Thompson, R.: Begegnungen mit Außerirdischen, Bettendorfsche Verlagsanstalt, Essen 1997.

Erstveröffentlichung auf dieer Seite 25.1.2007
neu on top 31.03.2007

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