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Artikel : FLATTERMÄNNER
Erstellt am 08.03.2008 07:10:00 (1792 x gelesen)

Seltsame Vögel

Von Reptomaniac

Eine der unheimlichsten Erscheinungen sind Sichtungen und Begegnungen mit seltsamen Vogelkreaturen, die es eigentlich gar nicht geben dürfte..

Im erstem Band der Erzählungen aus Tausend und einer Nacht schildert der unbekannte Autor in der zweiten Geschichte Sindbads des Seefahrers eine Begegnung des Helden, der allein auf einer Insel zurückgeblieben war, mit einem monströsen Vogelwesen.

Sindbad findet auf dieser Insel eine weiße Kugel mit einem Durchmesser von etwa 50 Schritten. "Als sich die Sonne zum Untergang neigte, verfinsterte sich auf einmal die Luft, wie wenn sie von einer dunklen Wolke bedeckt gewesen wäre. Großes Erstaunen über diese Erscheinung befiel mich, denn wir waren im Sommer, ich entdeckte aber, dass sie von einem Vogel von außerordentlicher Größe herrührte. Es fiel mir bei, dass die Matrosen oft von einem Vogel, den sie Rock nannten, erzählt hatten, und dass die große Kugel, die mich in solches Erstaunen versetzt hatte, ein Ei dieses Vogels sein müsse."

Und richtig, der Vogel setzt sich auf das Ei, um zu brüten. Sindbad erkennt eine Möglichkeit, die Insel zu verlassen und bindet sich mit dem Band seines Turbans an einen Fuß des Riesenvogels, mit der Hoffnung, er würde bald wieder davon fliegen. "Am folgenden Morgen flog er, sobald der Tag anbrach, davon und trug mich tief in die Wolken hinein, dass ich nichts mehr unter mir sah; er schien das Gewicht, dass an einem seiner Füße hing, durchaus nicht mehr zu spüren, als wenn eine Feder an seinen Krallen hinge; darauf stieg er aus der schreckhaften Höhe wieder herab mit einer Schnelligkeit, die mir die Besinnung raubte. Als er wieder mit mir Boden gefasst hatte, band ich schnell die Binde los, die mich an ihn gefesselt hatte."

In der gleichen Geschichte läßt sich Sindbad auch von einem Adler auf einen Berg tragen, und über den Vogel Rock wird erzählt, dass er Elefanten und Nashörner mit sich davonschleppt, um seine Jungen damit zu füttern.

Solche Geschichten sind natürlich nur Märchen und Legenden. Einen Vogel von derartiger Größe, dass er einen Elefanten davontragen kann, hat es niemals gegeben. Und selbst ein Flugsaurier wäre dazu nicht in der Lage gewesen. Auch gibt es keine Adler, die einen ausgewachsenen Mann mit sich tragen können. Das maximale Gewicht, dass so ein Vogel mit sich schleppen kann, liegt bei etwa 15 kg. Und doch gibt es immer wieder Erzählungen, in denen Raubvögel Menschen verschleppen. Sind alle diese seltsamen Ereignisse nur pure Phantasie oder könnte doch eine unbekannte Wahrheit dahinterstecken?

Im Jahre 1838 ereignete sich in den Schweizer Bergen ein ziemlich stranger Vorfall. Ein Mädchen mit Namen Marie Delex wurde urplötzlich von einem Adler aus der Mitte ihrer Freunde gerissen und in dessen Horst verschleppt. Unverzüglich wurde eine Truppe zusammengestellt, die sich auf die Suche nach dem Kind machte. Die Männer fanden in dem Adlerhorst aber keine Spur von dem Mädchen, nur zwei junge Adler und einen Haufen Knochen von Ziegen und Schafen. Erst zwei Monate später wurde ihre verstümmelte Leiche von einem Schafhirten auf einem Felsvorsprung gefunden.

Auch Frau Svanhild Hantvigsen aus Norwegen wurde nach ihren eigenen Angaben im Jahre 1932 im Alter von drei Jahren von einem Adler entführt und in seinen Horst verschleppt. Zum Glück verlief dank der Aufmerksamkeit einiger Leute, die Zeugen des Vorfalls waren, die Sache glimpflich, und sie kam mit einigen Schrammen und mit dem Schrecken davon.

Aus Tippah County in Missouri stammt eine Geschichte - leider ohne Datum - in der ebenfalls ein Kind von einem Adler ergriffen wird. Ein Lehrer erzählt diese Geschichte: "Vor einigen Tagen ereignete sich in der Nähe der Schule ein tragischer Unfall. Schon sei längerer Zeit hatten die Adler die Gegend terrorisiert, Lämmer und Schweine gerissen. Aber niemand hätte je daran gedacht, dass sie auch Jagd auf Kinder machen würden..."

Der Lehrer beobachtete, wie ein riesiger Adler sich im Sturzflug auf eine Gruppe spielender Kinder bewegte und sich eines davon, den achtjährigen Jemmie Kenny griff und mit ihm davonflog. Der Zeuge schlug sofort Alarm und der Adler ließ dann, irritiert durch das Schreien, den Jungen fallen. Unglücklicherweise verlor der kleine Jemmie durch den Aufprall sein Leben.

Im Jahre 1882 beobachtete Fred Murry aus Dent´s Run in Pennsylvania eine Schar von außergewöhnlich großen Bussarden. Die Vögel hatten eine Flügelspannweite von über fünfeinhalb Metern!

In Webster County, West Virginia, verschwand die zehnjährige Landy Junkins auf dem Weg zu den Nachbarn, wohin sie ihre Mutter geschickt hatte. Auch in diesem Fall wird vermutet, dass sie einem riesigen Raubvogel zu Opfer gefallen ist. Ein Suchtrupp entdeckte die Spuren des Mädchens außerhalb des Weges auf einem Feld im Schnee. An einer Stelle endeten die Spuren und dort fand man besonders viele Abdrücke und es schien so, als hätte sich das Kind öfters um sich gedreht, um irgendetwas abzuwehren oder zu verscheuchen.

Nur einige Tage nach diesem Vorfall wurde der Bärenjäger Peter Swadley von einem riesigen "Adler" angegriffen. Er konnte es nur seinem Hund verdanken, der sich auf den Vogel stürzte, dass er mit dem Leben davon kam. Der Raubvogel schlug seine Fänge in das Tier, schlitzte ihm die Bauchdecke auf und flog mit seiner Beute davon. Der gleiche Monstervogel wurde auch für das Verschwinden eines Schafes aus einem verschlossenen Stall verantwortlich gemacht. Der Schafzüchter Hanse Hardick bemerkte das Fehlen eines seiner Tiere. Im Dach des Stalles klaffte ein riesiges Loch. Offenbar hatte irgendetwas aus der Luft das Schaf ergriffen und mit sich davongetragen.

Der Schriftsteller und Historiker Robert Lyman wanderte an einem Tag des Jahres 1940 durch den Black Forest in der Nähe von Laudersport, als er plötzlich mitten auf dem Weg einen braunen Vogel mit einer Größe von einem Meter sitzen sah. Das Wesen hatte einen kurzen Hals und kurze Füße. Als der Vogel davonflog, bemerkte Mr. Lyman, dass dessen schmale Flügel eine Spannweite von sage und schreibe über sechs Metern aufwiesen. Der Zeuge war sehr verwundert, wie so ein riesiges Tier durch den dichten Wald fliegen konnte.

Aus dem Jahr 1947 stammt folgende Geschichte: In Ramore in Ontario, Kanada, griff ein riesiger schwarzer Raubvogel immer wieder das Vieh der Bauern an. Nur einige Monate später wurden ebenfalls schwarze Vögel in Illinois gesichtet. Laut Angaben eines zwölfjährigen Jungen namens James Trares hatten sie die Ausmaße eines kleinen Flugzeugs. Während einer Hirschjagd wurde von einem Zeugen und dessen Sohn ein "Adler" mit einer Flügelspannweite von über viereinhalb Metern gesichtet. Der Vogel hatte ein ausgewachsenes Reh ergriffen. Die beiden sagten aus, der Adler wäre so groß wie ein ausgewachsener Mann gewesen.

Am 4. April des gleichen Jahres beobachtete Walter Siegmund, ein ehemaliger Oberst, eine ähnliche Kreatur, die in einer Höhe von etwa 1200 Metern flog. Ein weiteres Mal wurde ein ähnlicher Vogel von dem Zeugen Charles Dunn am 30. April 1948 gesehen. Laut Angaben des Zeugen hatte das Tier die Ausmaße eines Kleinflugzeugs. Das nächste Mal zeigte sich so ein Wesen im Jahre 1957. Laut Zeugenaussagen hatte es eine Flügelspannweite von bis zu neun Metern.

Ende Juli 1977 tauchten in der Nähe von Delava in Illinois zwei "Kondore" auf. Einer der beiden wurde dabei beobachtet, wie er versuchte, ein Schwein mit einem Gewicht von ca. 25 kg zu ergreifen. Ein Ökologe von der Universität von Illinois sagte dazu, dass Kondore sich erstens nur von Aas ernähren und zweitens gar nicht in der Lage sind, eine Beute mit einem derartigen Gewicht mit sich zu schleppen!

Einige Tage nach dem Vorfall mit dem Schwein ereignete sich wieder ein Angriff auf ein Kind durch seltsame Riesenvögel. Auch diesmal kamen sie zu zweit. In der 16 km enfernten Ortschaft Lawndale tauchten kurz nach 20 Uhr zwei kohlrabenschwarze Kreaturen mit 45 cm langen weißgestreiften Hälsen auf. Einer der beiden Vögel stürzte sich auf einen spielenden Jungen mit Namen Marlon Lowe und versuchte, ihn mit sich tragen. Zum Glück ließ er das Kind wieder nach kurzer Zeit fallen. Marlons Mutter sagte später dazu: "Ich werde dieses riesige Ding nie vergessen, mit einem weiß gestreiften Hals und einem riesigen Schnabel, mit den er dauernd auf Maron herumhackte."

Nach ihren Angaben hatten die Vögel eine Größe von etwa 1,30 Meter und eine Flügelspannweite von 2,50 Metern. Sechs Augenzeugen beobachteten die Vögel, wie sie dann in Richtung Kickapoo Creek davonflogen. Nach diesem Vorfall wurde die Familie Lowe längere Zeit von wildfremden Menschen belästigt. Neben Drohbriefen und seltsamen Anrufen, die sie erhielt, lagen auch oft tote Vögel auf der Terrasse. Marlon wurde in der Schule ständig von seinen Mitschülern gehänselt und bekam den Spitznamen "Vogeljunge". Nach Einbruch der Dunkelheit wagte er sich nicht mehr aus dem Haus.

Am 17. Januar 1909 wurde ebenfalls eine strange Vogelkreatur in Bristol, Pennsylvania gesichtet. Der Zeuge John McOwen hörte gegen 2.00 Uhr nachts eigenartige Geräusche. "Ich sah aus dem Fenster und traute meinen Augen nicht, dort am Ufer stand ein riesiges Wesen, es sah aus wie ein Adler und hüpfte über den Weg." In der gleichen Nacht begegnete ein weiterer Zeuge, der Polizist James Sackville, der Kreatur. Sackville rannte auf den Vogel zu und schoß mit seinem Revolver auf das Tier, als es davonflog. Kurz danach wurde die Kreatur von einem dritten Mann, dem Postbeamten E. W. Minster, beobabachtet.

Als am nächsten Morgen seltsame Spuren. die Abdrücken von Hufen ähnelten, im Schnee gefunden wurden, dachte man sofort an den sogenannten Teufel von Jersey, eine geheimnisvolle Kreatur, die zu dieser Zeit die Bewohner in Angst und Schrecken versetzte. Die Bauern legten Fallen aus und die Jäger machten sich auf die Pirsch nach dem eigenartigen Vogel, alles ohne Erfolg.

Das war jetzt nur eine kleine Auswahl von ähnlichen Geschichten, in denen Menschen riesige Raubvögel beobachteten oder sogar von ihnen verschleppt wurden. Wie glaubwürdig ist so etwas? Kann ein normaler Adler etwa wirklich ein Kind oder ein ausgewachsenen Schaf erbeuten? Bei sehr kleinen Kindern, so wie in dem oben beschrieben Fall der Svanhild Hantvigsen, scheint so etwas vielleicht noch im Rahmen des Möglichen zu liegen.

Ein achtjähriger Junge dagegen dürfte für einen Adler aber schon ein ziemlicher Brocken sein, denn das maximale Beutegewicht liegt für diese Vögel - wie erwähnt - bei etwa 15 kg. Viele Forscher verweisen daher auch solche Geschichten in das Reich der Legenden.

Könnte es eine unbekannte Art von Riesenvögeln geben, die bis heute noch nicht entdeckt wurden? Manche Kryptozoologen vermuten, bei Fällen wie den oben genannten, könnte es sich um Begegnungen mit Flugsauriern handeln, die bis in unsere Tage überlebt haben. Das erscheint ziemlich unwahrscheinlich, denn die Zeugen sprachen immer eindeutig von Vögeln, von Adlern, Bussarden, Kondoren etc. Und ich denke, dass die Zeugen durchaus in der Lage sind, einen Vogel von einem Flugsaurier zu unterscheiden, auch wenn ihnen oftmals von mancherlei Seite ein gestörtes Wahrnehmungsverhältnis unterstellt wird.

So wurde z.B in dem oben erwähnten Fall mit den Hufabdrücken im Schnee seitens der Skeptiker die Vermutung geäußert, es handele sich lediglich um "Hirngespinste", bzw. um menschliche Fußabdrücke, die ihre Form durch die Sonneneinstrahlung verändert hätten. Auch wurde bezweifelt, dass die Leute diese Vögel tatsächlich gesehen haben. Manche sprachen von einer Schar "krähenfüßiger Enten". Andere meinten, die Zeugen hätten einen Klunker-Kranich, den größten Kranich mit einer Flügelspannweite von ca. zwei Metern, beobachtet.

Noch seltsamer wird es allerdings, wenn Zeugen von eigenartigen Mischwesen zwischen Vögeln und anderen Kreaturen berichten. Am 19. Januar 1909 beobachtete das Ehepaar Evans aus Glocester City in New Jersey ein eigenartiges Wesen auf dem Haus ihres Daches. "Es war ungefähr einen Meter hoch, der Kopf glich dem eines Collies, sein Gesicht dem eines Pferdes. Es hatte einen langen Hals, 60 Zentimeter lange Flügel und seine Hinterbeine ähnelten denen eines Kranichs mit Hufen eines Pferdes." Ein anderer Zeuge sah schon zwei Tage früher ebenfalls ein seltsames Wesen, möglicherweise handelte es sich um die gleiche Kreatur. Er beschrieb das Tier folgendermaßen: "Sein Kopf glich dem eines Widders mit gedrehten Hörnern...Die Flügel waren lang und dünn."

Eine besonders unangenehme Begegnung widerfuhr Armando Grimaldo aus Raymondsville am 14. Januar 1976 mit einem Vogelwesen. Der Zeuge saß gerade in seinem Garten, als er eigenartige Geräusche hörte. Plötzlich wurde er von hinten gepackt und ihn seine Haut bohrten sich Krallen. Es gelang ihm aber, den unbekannten Angreifer abzuschütteln. Als er sich umblickte, sah er einen Vogel, so groß wie ein ausgewachsener Mensch. Das Wesen hatte das Gesicht einer Fledermaus (!) und keinen Schnabel.

Solche Sichtungen von seltsames Vogelmischwesen haben auch Eingang in die Fachliteratur gefunden. In der renommierten Fachzeitschrift "The Zoologist" findet sich in der Ausgabe von Juli 1868 ein Bericht über einen Vorfall bei einer Mine in Copiago in Chile. Mehrere Bergbauarbeiter beobachteten Anfang dieses Jahres eine eigenartige riesige Vogelkreatur. Die Zeugen sagten über das Wesen: "Die Federn der Flügel waren gräulich, sein Kopf glich dem einer Heuschrecke, die Augen waren weit geöffnet und leuchteten wie glühende Kohlen...Sein Körper hingegen glich dem einer Schlange."

Seltsamerweise beschreiben Zeugen, je weiter die Jahre voranschreiten, gesichtete Vogelwesen immer öfter als Kreaturen, die Flugsauriern ähneln und zwar meistens genau so, wie die Vorstellungen von solchen Wesen allgemein verbreitet ist. Möglicherweise geschah hier unbewusst durch Bilder in Büchern, Zeitschriften oder durch Filme eine gewisse Beeinflussung. Schließlich kann niemand mit Sicherheit sagen, ob diese Flugsaurier, die nach Ansicht der Fachleute vor etwa 60 Millionen Jahren ausgestorben sind, wirklich so ausgesehen haben, wie wir uns das vorstellen.

Kryptozoologen halten es aber durchaus für denkbar, dass diese Tiere bis in die heutige Zeit überlebt haben. Andere dagegen meinen, die Augenzeugen wären seltenen einheimischen Vögeln begegnet und hätten, überwältigt durch den Eindruck, bei der Angabe der Größe ziemlich übertrieben.

Was könnte nun wirklich hinter all diesen Sichtungen und Begegnungen stecken? Ist es tatsächlich denkbar, dass - wie in den ersten Fällen geschildert - normale Raubvögel Menschen ergreifen und mit sich schleppen? Im ersten Fall wurde die Leiche der Marie Delex nicht im Adlerhorst gefunden, sondern auf einem Felsvorsprung. Wenn der Adler wirklich die Absicht gehabt hätte, Nahrung zu beschaffen, hätte er dann nicht sein Opfer in sein Nest getragen? Es wäre für ihn doch ein Leichtes gewesen. Stattdessen lag die Leiche verstümmelt auf einem Felsvorsprung.

Auch gibt es, wie bereits erwähnt, keine Raubvögel, die einen Menschen, außer einem Kleinkind, transportieren können. Und es existieren auch keine Adler, die in der Lage wären, beispielsweise ein ganzes Schaf davonzutragen. Wie steht es mit diesen seltsamen Riesenvögeln, die von etlichen Zeugen gesichtet wurden, Vögeln mit einer Flügelspannweite bis zu neun Metern?

Im 17. Jahrhundert entdeckten Missionare auf Felsen die Bilder eines riesigen Vogels, die von den Illini-Indianern gemalt wurde. Die Illini nannten diesen Vogel "Piasa" und schossen mit Pfeilen oder Gewehren auf das Bild, wenn sie mit Kanus daran vorbeifuhren. Dieser Riesenvogel tauchte einmal im Jahr auf, am ersten Tag des Herbstes bei Sonnenuntergang. Ein anderer Vogel, der von Indianern beschrieben wird, ist der sogenannte Donnervogel (Thunderbird). Nur Mythologie oder steckt doch ein wahrer Kern hinter solchen Schilderungen wie der von James Red Sky, einem Ojibwa?

"Wir sahen den Donnervogel im Sommer vor ein paar Jahren. Es ist ein riesiger Vogel, um einiges größer als die heutigen Flugzeuge. Er glitt über uns hinweg. Sein Bauch war weiß, sein Rücken war schwarz."

Hier stellt sich nun aber die Frage, falls es jemals in geschichtlichen Zeiten derartige Riesenvögel gegeben hat, bzw. falls diese Kreaturen auch noch in unseren Tagen immer noch existieren, warum hat man niemals ein Exemplar gefunden? Warum ist noch niemals ein Nest dieser Vögel entdeckt worden, keine Knochen oder andere Überreste? Zwar sollen schon einige Male Donnervögel von Jägern erlegt worden sein, so z.B. in den Jahren 1886 und 1890 bei Tombstone in Arizona und angeblich sollen auch Fotos existieren, aber die sind verschwunden, und es weiß auch niemand, was mit den Kadavern der Vögel geschehen ist, bzw. ob es sie überhaupt jemals gegeben hat.

Ich denke, manches deutet hier auf eine übernatürliche, dämonische Komponente hin. Das Auffällige bei solchen Ereignissen ist ja, dass sie immer knapp unter der Ebene des Beweisbaren liegen, sozusagen in einer Art Vorrealität. Das Phänomen zeigt sich stets gerade so, dass man es nicht ignorieren kann, aber immer so, dass seine Existenz nicht zweifelsfrei verifizierbar ist. Wahrscheinlich treiben die unbekannten Verursacher damit ein Spiel, aber zu welchem Zweck?

Vielleicht ohne jeden Sinn, aber vielleicht auch um Verwirrung und Unsicherheit zu stiften, eine boshafte Art, einzelnen Zeugen vor Augen zu führen, dass jenseits unserer vertrauten Welt noch eine andere Ebene existiert. Gleichzeitig haben die Betroffenen aber keine Möglichkeit, ihre Erlebnisse zu beweisen und bleiben damit allein. Daneben könnte die Absicht, gerade bei Angriffen auf Menschen, auch darin bestehen, Furcht und Schrecken zu erzeugen oder sogar Todesangst. Der anfangs geschilderte Fall des Mädchens Marie Delex deutet meiner Ansicht nach in diese Richtung, denn ich glaube, dem "Adler" ging es nicht um Nahrungsbeschaffung im üblichen Sinne, sondern nur darum, das Kind zu töten, um sich an dessen Todeskampf zu weiden.


Reptomaniac, 23. 02.2008

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Quellen:

Tausend und eine Nacht
Prisma Verlag Gütersloh - Mysteriöse Fabeltiere und geisterhafte Wesen
Janet und Colin Bord - Unheimliche Phänomene des 20. Jahrhunderts
wikipedia

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