MYTHOLOGISCHE, ETYMOLOGISCHE UND SYNCHROMYSTISCHE HINTERGRÜNDE VON PARANORMALEN UND RELIGIÖSEN PHÄNOMENEN

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Artikel : RELIGION UND ANGST - TEIL 2
Erstellt am 30.01.2008 02:11:58 (1099 x gelesen)

Von Reptomaniac

Leid und Furcht sind in allen Religionen die zentrale Grundlage, der Boden, in dem die Macht über die Menschen wurzelt..

Seit Jahrtausenden wurde in das Bewusstsein der Menschen ein tiefes Misstrauen gegenüber der materiellen Welt - eine Weltverneinung - eingepflanzt. Die Natur, das Grobstoffliche (schon dieser Ausdruck beinhaltet eine unterschwellige negative Wertung!) ist ein Jammertal voller Leid und Elend, bestenfalls eine Zwischenstation zu einem zukünftigen paradiesischen Dasein.

Die Natur (deren Herr ja bekanntlich der Satan ist), ist grundsätzlich ein Ort des Jammers, des Leidens, ein Zustand, der am besten überwunden werden muß. Dabei wird aber vollkommen vergessen, dass es gerade die Religionen sind, die nicht ganz unschuldig daran sind.

Zugegeben, wenn man sich die realen Zustände auf der der Welt vor Augen hält, fällt es ziemlich schwer, nicht in eine 'negative' Stimmung zu verfallen. Die Geschichte der Menschheit war immer eine fast ununterbrochene Kette von Kriegen. Bürgerkriegen, Vertreibungen, Unterdrückungen, Mord und Totschlag. Und für den größten Teil der Menschen war und ist das Leben tatsächlich ein Dasein voller Leid und Elend.

Nun sagen uns die Religionen, dieser Zustand sei durch menschliche Sünde, durch den Ungehorsam gegenüber Gott verursacht. Der Mensch wurde aus dem Paradies vertrieben und muß seitdem sein Brot im Schweiße seines Angesichts verdienen und im Staub kriechen, oder unser Leben ist nur eine Station der Läuterung in einem Kreislauf der Wiedergeburten, unser Dasein ist grundsätzlich Leiden.

Der Ursprung aller Religion ist die Angst vor dem Unbekannten. Früher waren das Naturerscheinungen wie Gewitter, Erdbeben, Vulkanausbrüche oder die Sonne, der Mond und die Gestirne. Heute wissen wir, dass die Sonne keine Gottheit ist und dass ein Gewitter eine meteorologische Erscheinung ist und nicht Thor mit seinem Hammer auf den Amboss schlägt. So wurden Stück für Stück die alten Götter entzaubert, aber gleichzeitig schaffen wir uns immer wieder neue.

Eine grundsätzliche Frage ist, ob wir nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurden oder ob Gott nach dem unseren. Wenn wir die Frage etwas vertiefen, stoßen wir auf das Problem, ob jene Wesen, die wir als Götter, Teufel, Engel oder Dämonen bezeichnen, unabhängig von uns existieren, über uns herrschen oder ob sie letztendlich eine gemeinsame Schöpfung unseres Bewusstseins sind. Wahrscheinlich ist dies nicht so leicht zu beantworten und es besteht eine gegenseitige Abhängigkeit. Der Glaube kann ja bekanntlich Berge versetzen und Götter gewinnen an Realität, wenn man an sie glaubt.

Vielleicht ist Gott nur ein Synonym für das Unbekannte, - das Nichtwissen. Wir wissen nicht und sehr wahrscheinlich werden wir es nie wissen, was letztendlich der Ursprung allen Seins ist. Hat unser Dasein einen Sinn und was erwartet uns nach dem Tod? Unwissenheit erzeugt Furcht und Furcht gebiert Religion. Auf dieser Klaviatur der Angst verstehen es die Religionen meisterhaft zu spielen - und dies alles ist verbunden mit Dummheit und Gewalt:

Je weniger ein Mensch weiß, desto anfälliger ist er, zu glauben. Und glauben heißt immer, nicht wissen - und im Extremfall wider besseren Wissen etwas für wahr halten. So ist der wahrhaft Gläubige eher bereit, schwarz für weiß zu halten, als an seinem Glauben zu zweifeln. Nicht umsonst konnte kaum jemand lesen und schreiben, als im Mittelalter die Kirche fast ganz Europa beherrschte. Und auch in der heutigen Zeit fällt der Glaube besonders in Ländern mit einem hohen Anteil an Analphabeten auf fruchtbaren Boden. Jedenfalls haben sich die Religionen noch nie sonderlich als Förderer des Wissens und der Erkenntnis hervorgetan. Lange Zeit war übrigens auch das Lesen der Bibel für das Volk in seiner Sprache verboten, nur auf Latein zugänglich.

Eng verbunden mit Angst und Dummheit ist auch Gewalt. Um seine Gottheit zu besänftigen, ist der Gläubige bereit, jedwede moralischen und ethischen Schranken fallen zu lassen. Er schlachtet und mordet in Gottes Namen und er macht dabei nicht einmal vor seinem eigen Fleisch und Blut halt, wenn Gott ein Opfer von ihm fordert, so groß ist die Angst, den Zorn der Gottheit zu erregen. Oder wie es Friedrich Hebel (1813 - 1863) formuliert: "Die dümmsten Schafe sind immer zugleich die reißendsten Wölfe."

Als der biblische Abraham von Gott aufgefordert wird, ihm seinen Sohn zu opfern. widersetzt er sich nicht etwa diesem teuflischen Ansinnen, sondern legt das Kind bereitwillig auf den Altar und zückt sein Messer. Gott ersetzt dann das Menschenopfer in letzter Sekunde durch ein Tier. Besonders zynisch ist, dass Gott hier den Gehorsam von Abraham prüfen wollte. Es gibt kein Volk auf der Welt, das nicht in seiner Vergangenheit Menschenopfer praktiziert hätte, denn von der Angst und dem Leid der Opfer und von ihrem Blut nähren sich die Götter, daneben sind sie darauf angewiesen, dass an sie geglaubt wird und sie gefürchtet werden.

So hat der "Gute Hirte" seine Herde von Schafen (Diese Bezeichung allein verrät schon einiges, gelten Schafe ja nicht gerade als besonders intelligente Tiere!) stets im Griff. Und wenn er sich um ein verlorenes Schaf sorgt, dann nicht etwa, weil er es vor dem bösen Feind retten will. Theodor Lessing (1872 - 1933) formulierte es treffend: "Weide meine Lämmer!... Ja gewiß!... aber stellt euch doch einmal die Frage, wozu und aus welchen Beweggründen der gute Hirte für seine Herde das Nachdenken besorgt? Erstens: weil er sie scheren will. Zweitens: weil er sie fressen will."

Die Kette von Blut und Gewalt nimmt niemals ein Ende, und wenn die Menschenopfer aus der Mode kommen, gibt es ja noch Kriege, durch die die dämonischen Mächte an ihr Futter kommen. Es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, dass die allermeisten Kriege im Zusammenhang mit Religion stehen. Unsere Kultur ist in ihrem Kern eine Kultur der Gewalt. Die Darstellung des Geschlechtsakte , bei der keiner der Beteiligten zu Schaden kommt, ist z.B in unseren Fernsehsendungen geächtet, dagegen wird Mord und Totschlag ohne jedes Bedenken konsumiert- und keinem fällt auf, was das eigentlich für eine Perversion ist.

Die wohl größte Sünde der drei monotheistischen Religionen ist, neben ihrer permanenten Verstrickung in Gewalt, Mord und Totschlag, - dass sie unsere Mitgeschöpfe, die Tiere, ihrer natürlichen Würde beraubt haben, ihnen eine Seele absprachen und sie zu Objekten herabgewürdigt haben. Macht sich eigentlich überhaupt jemand einmal darüber Gedanken, welch unendliches Leid im Laufe der Zeit ihnen zugefügt wurde und immer noch zugefügt wird?

Ein nicht endenwollender Strom an Leid und Schmerzen, Furcht und Todesangst, mit dem wir unsere Dämonen gedankenlos füttern. Wie kann man einen Gott als gut bezeichnen, der sich am Leid der Kreatur ergötzt, der ein Gefallen daran hat, wenn ihm der Geruch des vergossenen Opferblutes in die Nase steigt?

Wir halten uns heute für aufgeklärt und glauben, die alten Dämonen sind tot. Aber das ist ein Irrtum. Wir erhalten sie ständig durch unser Handeln am Leben. Die meisten Menschen auf der Welt glauben in irgendeiner Form an höhere Wesen, und dieser Glaube wird ihnen schon mit der Muttermilch eingeflößt. Charles Darwin (1809 - 1882) schreibt dazu: "Wir dürfen auch nicht übersehen, dass wahrscheinlich die stetige Einschärfung eines Glaubens an Gott in dem Geist der Kinder ein starke und vielleicht sogar vererbte Wirkung auf ihr noch unterentwickeltes Gehirn hervorbringt, so dass es für sie schwierig wird, ihren Glauben abzulegen, ähnlich wie für einen Affen seine instinktive Angst vor Schlangen."

Schon den kleinsten Kindern wird vom lieben Gott erzählt und gleichzeitig wird die Angst vor ihm injiziert, die Angst vor seinem Unwillen, die Angst vor der Hölle. Es ist auch vollkommen gleichgültig, welcher Religion ich angehöre, die Hauptsache ist, dass ich überhaupt glaube, bereit bin, mich einer höheren Macht zu unterwerfen.

Wenn ich vorher gesagt habe, dass Religion und Dummheit in einem gewissen Zusammenhang stehen, so ist das nur zum größten Teil zutreffend. Auch ein ansonsten wacher Verstand kann nicht verhindern, an das Irrationale wider besseren Wissens zu glauben. Der Grund ist, wie gesagt, dass wir mit Religion bereits in einem Lebensalter konfrontiert werden, wo wir noch völlig unkritisch sind und Überzeugungen unserer Autoritäten wie Eltern und Schule bereitwillig übernehmen.

Ich denke, dass es so etwas wie eine wechselseitige Verbundenheit zwischen uns und den Wesen der Anderwelt gibt. Obwohl uns weit überlegen, sind sie doch darauf angewiesen, dass wir an sie glauben und sie fürchten. Und ich bin der Ansicht, ihre stärkste Waffe ist unsere Unwissenheit und unsere Angst. Wenn ich sage, wir erschaffen uns unsere Dämonen und ermöglichen ihnen ihr Dasein durch unser Denken und Handeln, so ist das keineswegs in einem übertragenen Sinn gemeint. Diese Wesenheiten existieren tatsächlich, aber nicht vollkommen unabhängig von uns.

Unsere Gedanken sind Teil unserer Wirklichkeit und dadurch kommt ihnen auch eine physikalische Realität zu. In jedem Gedanken steckt ein gewisses, wenn auch minimales, Potential an Kreativität - und das nicht nur auf der geistigen, sondern ebenso auf der materiellen Ebene. Und wenn Millionen und Milliarden Menschen immer wieder das gleiche denken, an das gleiche glauben, so überschreitet eines Tages das Objekt dieses Glaubens die Schwelle zur Realität. Diese kreative Potential läßt sich am besten mit dem Verhältnis eines Wassertropfens zum Ozean vergleichen. Der einzelne Tropfen, sprich Gedanke, mag wenig ausrichten, aber in der Gesamtheit stellt dies eine ungeheure Macht dar.

Weil wir unsere Götter nach unserem Ebenbild schaffen, sind sie genauso egoistisch und gewalttätig wie wir selber, ein Spiegel unserer eigenen Bosheit. Thoedor Lessing schrieb: "Dieser 'Gott' wohnte unsichtbar hinter heuchel-logischen Systemen, hinter heuchel-moralischen Ordnungen. Keiner durfte ihn sehen, keiner ihn nennen. Wir aber reißen todbereit den letzten Schleier von seinem Bilde. Und was erblicken wir? Uns selbst."

Wenn wir ganz ehrlich sind, müssen wir zugeben, dass die Existenz des Menschen für unseren Planeten nicht gerade ein Glücksfall ist. Wir beuten die Natur gedankenlos aus und verhalten uns im Grunde wie Parasiten. Übrigens haben wir im Verhältnis zur Erde in etwa die Größe von Krankheitserregern. Da das Denken und Trachten des größten Teils der Menschheit negativ ist, nehmen die von uns erschaffenen Gedankenprojektionen auch naturgemäß diese Eigenschaften an, und einmal in die Realität gehoben, verhalten sie sich genauso parasitär wie wir selber.

Diese Wesenheiten, geschaffen als kollektive Gedankenformen, nehmen ständig an Kraft zu und beherrschen schließlich ihre eigenen Schöpfer. Wir sind nun in einem Teufelskreis gefangen, aus dem es kein Entrinnen mehr zu geben scheint. Wir werden von den dämonischen Kreaturen dazu manipuliert, an sie zu glauben, sie anzubeten und uns ihnen zu unterwerfen. Dadurch werden sie permanent in ihrer Existenz gestärkt. Weitere Kraft gewinnen sie durch die endlosen Ströme von Blut, die wir ihnen entweder - bedingt durch ihre geistige Manipulation - freiwillig als Tier- oder Menschenopfer darbringen oder die sie sich selbst auf eine vampirhafte Art und Weise (siehe z.B. Cattle-Mutilations) beschaffen.

Können wir uns aus diesem Dilemma befreien oder sind wir diesen Wesen auf Gedeih und Verderb hilflos ausgeliefert? Ein einzelnes Individuum hat überhaupt keine Chance, sich dagegen zu wehren. Da helfen auch keine Rituale oder Magie. Denn wenn so etwas wirkt, dann nur zum Schein, weil diese Wesen es aus unerfindlichen Gründen so wollen. Eine Veränderung der Lage wäre nur durch eine kollektive mentale Anstrengung möglich. Vielleicht hat Friedrich Hebel recht, wenn er sagt: "Wenn alle Menschen sich bei der Hand fassen, ist Gott fertig." Aber ebenso gut ist möglich, dass der Zug, der schon seit Jahrtausenden in die falsche Richtung fährt, endgültig abgefahren ist und wir wirklich nur eine Herde von Schafen sind, die von ihren (=unseren) Besitzern geschoren und geschlachtet werden.


Quelle: Karlheinz Deschner (Hrsg.) - Das Christentum im Urteil seiner Gegner

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