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Sonstiges : KEINE PANIK! ODER DOCH?
Erstellt am 24.01.2008 10:07:51 (1646 x gelesen)

Kosmische Streifschüsse – WD5 und TU24

Der Januar hält dieses Jahr für die Erde und ihren Nachbarplaneten Mars recht “steiniges“ Weltraum-Wetter parat:

Der Asteroid "AF3" passierte am 13. Januar fernab der allgemeinen Beachtung die Erde mit einem Abstand von 0.0025 AE und einer Geschwindigkeit von 3.51 km/s. Er war jedoch nur harmlose 15-35 m groß und hätte lediglich begrenzten Schaden angerichtet, wäre er mit ihr kollidiert.

Am 30. Januar wird Asteroid "2007 WD5" dem Mars bedenklich nahe kommen, und schon am 29. Januar ein Asteroid namens "2007 TU24" der Erde unangenehm dicht auf den Pelz rücken.

In den Medien wird diese Tage intensiv über den Asteroiden namens 2007 WD5 berichtet und spekuliert. Der ca. 50 m große Brocken war in die Schlagzeilen geraten, da Astronomen eine Kollision mit dem roten Planeten am 30. Januar '08 nicht ausschließen konnten. Für den 48.000 km/h schnellen Fels war bis vor wenigen Tagen eine Möglichkeit von 1:25 (4,0%) für einen Zusammenstoß errechnet worden. Die wissenschaftliche Gemeinde hoffte auf eine Sensation, da man das einmalige Ereignis des Einschlages aus sicherer Entfernung, aber mit Hilfe der im Marsorbit und auf der Oberfläche befindlichen Sonden und Rover eingehend hätte studieren können. Man erhoffte sich neue Messdaten und Erkenntnisse über die Beschaffenheit des Marsbodens, der Atmosphäre und der Wetterverhältnisse durch die wahrscheinliche Staubwolke nach dem Impakt und den verbleibenden Krater.

Der Einschlag hätte eine Energie von etwa 3 Megatonnen entwickeln können und wäre mit dem Ereignis von 1908 bei Tunguska, Sibirien vergleichbar gewesen, bei welchem Experten zufolge ein ähnlich großer Asteroid in der Atmosphäre explodierte und eine Schockwelle über 2.200 Quadratkilometer Nadelwald flachdrückte.

Wie jüngste astrometrische Beobachtungen jedoch schlussfolgern, bleibt der rostige Planet fürs nächste verschont. WD5 wird am 30. Januar voraussichtlich in einem Abstand von etwa 26.000 km knapp am Mars vorbeifliegen. Die Chance, dass durch unbeachtete Faktoren dennoch ein Einschlag erfolgt, bemaß die Weltraumagentur NASA mit 1: 10.000 (0,01%).

Während die (Nicht-) Ereignisse auf unserem kosmischen Nachbarn bereits wochenlang die Fach- und Klatschpresse, sowie die Geister zahlreicher Expertenforen im Netz auf Trab halten, herrscht zu möglichen Einschlägen auf der Erde derzeit ein seltsames Schweigen im journalistischen Blätterwald.

Eine Google-News-Suche vom 24. Januar ergab für den Begriff "WD5" international mehrere Hundert aktuelle Nachrichten-Beiträge. Bescheiden verhält es sich dagegen mit der öffentlichen Diskussion über den erdnahen Asteroiden "TU24": Google-News spuckte bei entsprechendem Stichwort genau eine Meldung aus, in welcher der gefährliche Brocken Erwähnung findet. Lediglich ein dubioser Film zur Bedrohung durch "TU24" und eine mögliche Plasma-Entladung beim Durchfliegen des Erdmagnetfeldes kursiert derzeit auf 'Youtube' und heizt Diskussionen in den gängigen Paranormal- und Verschwörungsforen an.

Artikel von offizieller Seite oder der astronomischen Fachgemeinschaft sind dagegen selten und schwer zu finden. Vielleicht warten die Raumfahrtagenturen und Experten lieber bis nach dem "Stichtag", bevor man sich zu dem Himmelskörper äußert, um keine sinnlose Panik zu verursachen oder später wegen falscher Prognosen belangt zu werden?

Der NEO-Asteroid der Apollo-Klasse namens "2007 TU24" wurde erst am 11. Oktober während eines Projekts der Universität von Arizona vom Forscher Alex Gibbs entdeckt und misst etwa 200-600 m, d.h. ist damit bis zu zehnmal größer als "WD5". Er besteht wahrscheinlich aus einem harten und massereichen Nickel-Eisen-Gemisch, was im Falle eines Impakts verheerende Auswirkungen hätte. TU24 ist nach den derzeitigen Erkenntnisstand bis zum Jahr 2029 das Objekt, welches der Erde am gefährlichsten werden könnte.


Erst 2029 droht uns ein noch größeres Risiko durch den Asteroiden "Apophis", der die Erde am 13. April '29 in (hoffentlich) 30.000 km Entfernung passieren wird. Das Einschlagsrisiko liegt im Fall von "Apophis" bei knapp drei Prozent.

TU24 wird am kommenden Dienstag, dem 29. Januar gegen 8:34 Uhr Greenwich-Zeit seine erdnächste Position erreichen - so die Berechnungen der Universität von Pisa. Dabei wird er am Nachthimmel die Sternbilder Perseus und Camelopardalis durchkreuzen und mit einer Helligkeit von 10-11 nur mit Teleskopen kurz sichtbar sein. Mit bloßem Auge oder Ferngläsern wird man ihn leider nicht ausmachen können.

Da der Asteroid sehr unregelmäßig zu rotieren scheint und der Einfluss der Erd-Gravitation auf die Flugbahn noch nicht genau abgeschätzt werden kann, sind sich die Experten uneinig, wie nahe das kosmische Geschoss unserem Planeten tatsächlich kommen wird. Das JPL gab Anfang Januar eine voraussichtliche Entfernung von 0.0037 AE bzw. 553.510 km an, was etwas mehr als dem Abstand Erde-Mond von 384.403 km entspräche.

Die Berechnungen zur erdnächsten Annäherung von TU24 lassen Zweifel an den offiziellen Stellen aufkommen. Anderslautend als obengenannte Zahlen des JPL wird von den Asteroiden-Entdeckern des "Catalina Sky Survey" eine Entfernung von nur 0.00096 AE, also ca. 143.615 km angegeben. Goldstone spricht in einem Update von großzügigen 0,002 AE oder 299.196 km und Havard sagte am 16. Januar eine Entfernung von 0,00098 AE oder 146.606 km voraus.

Wer letztendlich mit seinen Kalkulationen recht behält oder am nächsten an der Realität liegt, bleibt abzuwarten. Zudem ist es möglich, dass noch weitere Berechnungen in den Tagen vor dem 29. Januar an die Öffentlichkeit gelangen und die Lage der Dinge völlig auf den Kopf stellen. Wer sich selbst ein Bild von dem Asteroiden-Orbit machen möchte, kann auf folgender Seite eine Java-Echtzeit-Grafik aufrufen:

JPL Small-Body Database Browser
http://ssd.jpl.nasa.gov/sbdb.cgi?sstr=2007%20TU24;orb=1

In einer englischsprachigen Yahoo-Newsgroup erschien Mitte Januar ein Beitrag über einen NASA-Mitarbeiter, welcher sich zum Asteroiden TU24 und dem Verhalten seiner Agentur gegenüber der Öffentlichkeit äußerte.

Der Text wurde aus unbekannten Gründen schnell entfernt aber tauchte dann kurze Zeit später als Kopie in diversen Boards wieder auf. Der beunruhigende Bericht des unbekannten Autors lautet übersetzt etwa so:



"Der Asteroid 2007 TU24 beschäftigt die NASA. Ein ehemaliger Kollege von mir ist derzeit unter Vertrag bei der NASA und entwickelt bzw. wartet die Software für den Sonnensystem-Dynamik-Simulator und andere NASA-Anwendungen. Er rief mich letzte Nacht an, um mir mitzuteilen, dass die NASA ihre volle Aufmerksamkeit auf diesen Asteroiden konzentriert. Das gesamte Personal der Software-Abteilung wurde angewiesen, ihre Zeit ausschließlich der Berechnungen diesem erdnahen Objekt zu widmen. Sie lassen auf den Rechnern diverse Modelle mit verschiedenen Eingangsdaten laufen und einige der Ergebnisse sind so nahe an einem direkten Einschlag dran, dass die NASA entschieden hat, ihren Online-Simulator lieber nicht mit den entsprechenden Daten zu aktualisieren.

Wenn man einen Blick auf die aktuellen Berechnungen online wirft, wird man feststellen, dass die letzten Bestimmungsparameter für den Orbit vom 1. Januar 2008 stammen. Diese Daten sind elf Tage alt. Elf Tage alte Daten für ein Objekt, welches bei jeder Berechnung näher und näher kommt ist kein normaler Vorgang! Die normale Vorgehensweise wäre, die neuen Berechnungen alle zwei bis drei Tage zu Beginn des 30-Tage-Fensters am 29.Dezember '07 zu aktualisieren. Mit dem Schrumpfen des Zeitfensters werden die Daten in immer kürzeren Abständen aktualisiert. Die fehlende Auffrischung der Online-Daten ist verdächtig und sollte bei denen für Verwunderung sorgen, die genau wissen, wie die astronomische Gemeinschaft vorgeht.

Mein Freund, der aus Sicherheitsgründen nicht genannt werden will, sagte mir, die NASA halte es intern für wahrscheinlich, dass die Chancen dafür, dass der Asteroid die Erde trifft, 50:50 stünden. Die dynamische Variable in diesem Spiel ist, ob die Erde den Asteroiden mit ihrer Gravitation näher heranzieht oder nicht. Der Einflugwinkel, aus welchem sich der Asteroid nähert, weist auf die südliche Hemisphäre. Die Berechnungen, welche die Südhalbkugel nennen, sind die ernstzunehmensten und weisen direkt auf einen Einschlag hin.

Die Berechnungen für die Nordhalbkugel variieren sehr, da die Möglichkeit besteht, dass der Asteroid in Einzelteile bricht während er sich durch die Erdatmosphäre bewegt. Es gibt keine Möglichkeit, hundertprozentig zu sagen, inwiefern das Objekt zerfällt, sollten sich die Nordhalbkugel-Thesen bewahrheiten. Berechnungen, die dieses NEO (Near-Earth-Objekt = erdnahes Objekt) die Erde verfehlen lassen, zeigen es jedoch gefährlich nahe an Satelliten im Orbit und an der internationalen Raumstation vorbeiziehen. Dies ist eine sehr unsichere Situation, die sich beinahe minütlich ändert.

Die NASA hält sich sehr bedeckt angesichts dieser Lage, da man nicht mit Sicherheit weiß, was dabei herauskommt. Der Schlachtplan schreibt in diesen Situationen vor, öffentliche Unruhe und Weltuntergangs-Paranoia zu vermeiden. Dies geschieht, um sicherzustellen, dass privilegierte Bevölkerungsklassen leicht ihre Zufluchtsstätten erreichen, welche in Untergrundbunkern bestehen. (...)"



Dieses Statement würde erklären, warum die genauen Daten zur Flugbahn von TU24 nicht bzw. nur schleppend und widersprüchlich Veröffentlichung finden. Sollte tatsächlich ein derart großes Einschlagsrisiko bestehen und würde dies allgemein bekannt, wären die Folgen eine Massenpanik, Hamsterkäufe, Finanzkrisen, Plünderungen, Politische Umstürze und Unruhen angesichts des nahenden Todes aus dem All.

Niemand wüsste, ob und wohin man überhaupt fliehen sollte, wenn der Einschlagsort nicht genau feststeht. Eine allgemeine Weltuntergangsstimmung könnte zahlreichen fanatischen Gruppen und durchgedrehten Individuen einen Freifahrtschein für alle möglichen Gräueltaten und Verbrechen liefern. Umgekehrt könnte man einen unerwarteten Einschlag ebenso politisch nutzen. Indem man vorgibt, es habe sich um eine Nuklear-Explosion bzw. einen Anschlag gehandelt, hätte man den perfekten Vorwand für einen "Gegenangriff". Ein Asteroid/Meteorit würde so zum Sündenbock für einen weltweiten Atomkrieg.

Seltsam im Zusammenhang mit den ungenauen Daten zu TU24 ist auch der Umstand, dass das einzige Radioteleskop, welches zur Beobachtung dieses Brockens geeignet wäre, nämlich das Goldstone-Observatorium des JPL angeblich wegen Wartungsarbeiten in dem fraglichen Zeitraum geschlossen wird, obwohl die Goldstone-Liste für anstehende Beobachtungen den Asteroiden als "extremely strong target", also als äußerst beobachtungswürdig einstuft. Dieselbe Liste sagt zu TU24 weiter: "needs further astronometry", was bedeutet, dass weitere Berechnungen benötigt werden.

Das Arecibo-Radioteleskop befindet sich in einem zu großen Winkel zu TU24 und kann daher leider die Arbeit der Goldstone-Schüssel nicht übernehmen. Die Astronomen sind also offiziell "blind" für weitere Beobachtungen und können keine exakteren Daten mehr ermitteln. Da kommt der beste "Kandidat" zur radargestützten Erforschung erdnaher Objekte bis 2029 vorbei, und man schließt genau für diesen Zeitraum das einzige Teleskop wegen Hausmeister-Arbeiten? Dies scheint mir mehr als ein merkwürdiger Zufall zu sein. Es ist - wenn keine große Verschwörung - zumindest eine kleine wissenschaftliche Katastrophe!

Falls am Dienstagmorgen ungewöhnlich "heftiges Wetter" auftreten sollte, wissen wir, dass die Berechnungen der Experten unpräzise waren. Beinahe daneben ist eben auch ein Treffer! Also lasst Euch nicht den Himmel auf den Kopf fallen, liebe Leser, und genießt die Welt solang sie hält!


Ermittelt und geschrieben von 'Andrium', Foren-Mod.

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