MYTHOLOGISCHE, ETYMOLOGISCHE UND SYNCHROMYSTISCHE HINTERGRÜNDE VON PARANORMALEN UND RELIGIÖSEN PHÄNOMENEN

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Artikel : EINE KLEINE GESCHICHTE DES WELTUNTERGANGS
Erstellt am 16.12.2006 04:35:34 (1275 x gelesen)

Artikel von Reptomaniac

Im Jahre 1645 fuhr ein gewisser William Sedgwick, seines Zeichens Prediger, nach London und verkündete die Nachricht, die Welt würde innerhalb von vierzehn Tagen untergehen. Das habe ihm Gott persönlich bei einem Besuch in seinem Arbeitszimmer mitgeteilt.

Zu unserem großen Glück hat der Herr es sich aber doch anders überlegt, wie übrigens schon hunderte Male vorher und nachher, wenn man einmal alle Weltuntergangsprophezeiungen Revue passieren lässt. Die Erde dürfte eigentlich, so alle diese angeblichen Propheten richtig gelegen hätten, schon lange nicht mehr existieren. Sehen wir uns einmal einen kleinen Ausschnitt der nicht eingetroffenen Weltuntergänge an...

Schon Jesus war ja bekanntlich von nahen Ende der Welt überzeugt und seine Anhänger erwarten den bevorstehenden Untergang täglich. Im Jahre 156 erklärte sich ein Herr Montanus zur Inkarnation des Heiligen Geistes und enthüllte die wahre Bedeutung der Offenbarung des Johannes, dass nämlich die Errichtung des neuen Jerusalems kurz bevorstünde. Die Offenbarung war überhaupt ein sehr beliebtes Werk bei Propheten der Apokalypse, um das Datum des Weltuntergangs mit Hilfe darin enthaltener Zahlen zu berechnen. Eine solche Zahl war z.B 666 - die Zahl des Tieres - und schon wurde das Ende der Welt auf dieses Jahr verlegt.. Aber so ganz einig war man sich doch nicht. Einige errechneten das Jahr 365 und andere erhielten als Ergebnis das Jahr 6300.

In der Offenbarung wird das Jahr 1000 als einzige Jahreszahl genannt. Was lag da näher, als eben dieses Jahr als das Letzte in der Geschichte vorauszusagen? Und als dieses Jahr immer näher rückte, wurde das Verhalten fanatischer Gläubiger immer absonderlicher. Pachtverträge wurden im Jahr 971 nur noch für 29 Jahre abgeschlossen, der Bau von Kirchen nahm erheblich zu und die Bereitschaft, an die Kirche zu spenden, sowie die Anzahl der Bekehrungen, wuchs stark an.

Das Jahr 1000 kam und ging, ohne dass etwas geschah. Das hinderte aber die Untergangspropheten nicht daran, sofort neue Voraussagungen über das Ende zu verkünden. Man dürfe nicht Christis Geburt als Ausgangspunkt nehmen, sondern das Jahr seiner Kreuzigung, also müsse man 33 Jahre dazuzählen und somit stünde der Weltuntergang eindeutig für das Jahr 1033 fest.

Auch das auf Grund astrologischer Berechnungen vorausgesagte Jahr 1496 verging, ebenso wie das Jahr 1524, als Endjahr ermittelt von dem deutschen Astrologen Johannes Stöffler. Die Jahre, die seit Erschaffung der Welt bis zur Sintflut vergangen waren, zu zählen und somit das Jahr 1656 als endgültiges Datum zu nennen, hatte, wie wir feststellen durften, auch keinen rechten Erfolg . Aber schon zehn Jahre später 1666 (man addierte die Zahlen 1000 und 666) war es dann endgültig soweit! Oder?

Beliebt war es auch, aus der Großen Pyramide bei Gizeh Daten über kommende Ereignisse herauzulesen. Laut eines gewissen Max Toth geht unsere Zivilisation im Jahre 2025 zu Grunde, 2034 erscheint am Himmel ein Zeichen des neuen Messias, der sich sechs Jahre später inkarnieren wird. Der englische Pyramidologe Adam Rutherford nannte das Jahr 2979 als letztes Datum, wobei er allerdings weit hinter dem Astrologen Nostradamus zurückblieb, der freundlicherweise das Jahr 3797 nannte.

Auch die angeblichen Weissagungen des Malachias erfreuen sich großer Sympathie bei den Untergangsfanatikern. Danach wird der Untergang unter dem Pontikfikat eines Petrus II eingeläutet. Der gegenwärtige Papst soll übrigens der letzte reguläre sein und nach ihm kommt Petrus II Romanus.. Nach anderer Auffassung ist das Ende der Zeiten erreicht, wenn sich alle Juden zum christlichen Glauben bekehrt haben.

Eine Frau Shipton datierte das Ende der Welt auf 1681:

"Zu einem Ende kommt die Welt,
sobald sie sechzehn einundachtzig zählt."

Im Jahre 1681 erkannte man dann, dass der Text richtig lauten musste:

"Es ist mit der Welt vorbei
im Jahre sechzehn achtzig zwei."

Der Mitte des 19. Jahrhunderts lebende William Miller aus Neuengland errechnet gleich zweimal mit verschiedenen Methoden den 21. März 1843. Eine neue Sekte, die Milleristen enstand und ein geschäftstüchtiger Mann namens Joshua V. Hines sammelte eifrig Spenden ein. Aber nachdem dieses Jahr verstrichen war und nach einiger Zeit immer noch nichts passiert war, lösten sich die Milleristen schließlich (enttäuscht?) wieder auf.

Frau Elisabeth Clare Prophet sagte mit Hilfe einer "kosmischen Uhr" den Weltuntergang für das Jahr 1990 voraus, verlangte von ihren Anhängern all ihre Habe zu verkaufen und sich auf einem Farmgelände in Montana einzufinden.

Auch am 18. August 1999 ist die Welt untergegangen. Dieses Datum versprach der japanische Professor (!) Hideo Itawaka 1980 mit Hilfe astrologischer Computerberechnungen der Planetenkonstellationen. An diesem Tag stünden Sonne und Planeten in Kreuzform, was ein eindeutiger Beweis wäre.

Je näher das Jahr 2000 rückte, desto mehr häuften sich auch die apokalyptischen Prophezeiungen. Aber auch dieses Jahr verging, trotz des weltweiten Absturzes aller Computerprogramme, wie jedes andere vorher. Jetzt, nachdem die Erde sich immer noch dreht, sollte man eigentlich annehmen, dass die Menschen inzwischen etwas klüger geworden sind, aber schon sind neue Propheten da, denen Glauben geschenkt wird. Nur gut, dass wir den Maya-Kalender haben, sonst wüssten wir womöglich gar nicht, dass die wahre Katastrophe im Jahr 2012 zu erwarten ist. Auch die jeden Monat einmal vorausgesagten Meteoriteneinschläge sind für Weltuntergangsanhänger sehr nützlich.

Aber wie sagte schon Friedrich der Große?
"Als ich geboren wurde, fand ich die Welt in der Sklaverei des Aberglaubens; wenn ich sterbe, werde ich sie ebenso verlassen."

Quellen:
A.T. Mann Prophezeiungen zur Jahrtausendwende
Sven Loerzer Visionen und Prophezeiungen

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