MYTHOLOGISCHE, ETYMOLOGISCHE UND SYNCHROMYSTISCHE HINTERGRÜNDE VON PARANORMALEN UND RELIGIÖSEN PHÄNOMENEN

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Artikel : RELIGION UND ANGST
Erstellt am 30.01.2008 01:40:00 (1485 x gelesen)

Von Reptomaniac

Wie kam die Religion in die Welt? Vielleicht war sie, wie böse Zungen meinen, die beste Erfindung des Teufels..

Es ist schon seltsam, je intensiver man sich mit der Frage befasst, warum Menschen überhaupt glauben, desto mehr stellt sich heraus, dass die eigentliche Triebfeder die Angst zu sein scheint. Auch wenn der stark Gläubige davon spricht, seinen Gott zu lieben (in Wirklichkeit macht er sich selbst nur etwas vor), fürchtet er ihn in Wirklichkeit. Stets lebt er in der Angst, seine Gottheit zu erzürnen und für seine Fehltritte bestraft zu werden.

Diese Gottesfurcht wird uns schon sozusagen mit der Muttermilch eingeflößt und begleitet uns ein Leben lang. Und selbst wenn wir dann später glauben, die kindliche Furcht vor dem "lieben Vater im Himmel" überwunden zu haben, wenn wir uns einbilden, rational zu denken, bleibt im Hintergrund immer noch eine unbestimmte Angst. Es ist die Furcht, ständig von einem übermächtigen, allgegenwärtigen Wesen überwacht zu werden, die ständige Sorge, ja nicht gegen eines der göttlichen Gebote zu verstoßen, nicht einmal in Gedanken.

Wenn Jesus davon spricht, dass man eine Ehe schon dann gebrochen hat, wenn man nur an Ehebruch denkt, d.h. eine Sünde wird allein schon durch den Gedanken daran begangen, so stellt dies aber eine unerfüllbare Forderung dar. Der Gläubige lebt ständig in der Furcht, die göttlichen Gebote zu verletzen, das geht soweit, dass er sich selbst einer andauernden Gedankenkontrolle unterwirft und dabei immer wieder scheitert.

Kaum jemand sucht sich seine Religion freiwillig aus, die meisten werden als Kinder ungefragt in ein Glaubenssystem gezwungen, werden Mitglieder einer Religionsgemeinschaft. Und die wenigsten Eltern machen sich Gedanken darüber, welche Ungeheuerlichkeit es ist, Kinder - ohne dass sie die Tragweite erkennen können, geschweige denn selbst frei entscheiden können - mit einer Zwangsmitgliedschaft in einer Kirche zu "beglücken".

Man stelle sich nur einmal vor, es würde Eltern einfallen, ihren Nachwuchs nach der Geburt bei einer politischen Partei anzumelden. Da würde jeder - mit Recht - sagen, dass so etwas gegen fundamentale Rechte verstößt. Aber wenn es ums Religion geht, wird so etwas als selbstverständlich hingenommen.

Auf diese Art und Weise reißt der Strom der Gläubigen niemals ab. Und das ist es wohl, worum es den möglicherweise im Hintergrund wirkenden, unbekannten, 'dämonischen' Mächten wohl geht: Eine möglichst große Anzahl von Menschen, die in ständiger Furcht vor Gott, in andauernder Unsicherheit oder Unterwerfung leben. Und wenn, wie gesagt, Sünden allein schon durch das bloße Denken daran begangen werden, muss man als Folge in Angst vor der göttlichen Strafe leben. Man wird zum Sklaven.

Nun ist der Begriff der Sündenschuld nicht etwas original christliches, denn schon Echnaton sprach im 14. vorchristlichen Jahrhundert davon, später wurde es dann von den Hebräern übernommen und gelangte schließlich über das Alte Testament ins Christentum. Als Sünde gilt nicht nur die konkret begangene Tat, sondern auch das Denken an vergangene Sünden oder auch nur der Wunsch.

Laut katholischer Lehrmeinung ist jeder Mensch ab seiner Geburt von der Erbsünde befleckt und dem Teufel ausgeliefert, weswegen das Kind möglichst bald getauft werden muss, um den göttlichen Schutz zu erhalten. Dass hierbei nur eine Macht gegen die vermeintlich andere ausgetauscht wird, bleibt dabei unberücksichtigt. Und wem ist schon bekannt, dass die Taufzeremonie auch eine Form des Exorzismus ist?

Und ob der Mensch Gott oder dem Teufel ausgeliefert wird, bliebet sich letztendlich gleich, so wie schon Luther geschrieben hat, dass der Mensch wie ein Tier geritten wird, entweder von Gott oder vom Teufel..

Wie sehr in vergangenen Zeiten die Angst vor der ewigen Höllenstrafe die Menschen plagte, zeigt das Beispiel bestimmter Sekten, deren Mitglieder ihre Kinder gleich nachdem sie getauft waren, töteten, um sie davor zu bewahren, später in ihrem Leben Sünden zu begehen und ihnen dadurch die ewige Seligkeit sicherten. Welch ein Blutopfer für die Dämonen! LOgischerweise überlebten solche Gruppierungen nicht sehr lang.

Je gläubiger ein Mensch ist, desto "gottesfürchtiger" ist er. All diese Prozessionen von Geißelbrüdern, die sich selbst bis auf das Blut auspeitschen, sind auf Gotesfurcht und Unterwerfung zurückzuführen. Die Klöster sind voll der Geschichten von Mönchen und Nonnen, die befürchteten, der Versuchung zu unterliegen, die sich selbst geißelten, sich Nägel in den Körper trieben, sich selbst verstümmelten und mit glühenden Eisen marterten und trotz aller Kasteiung doch in tiefster Verzweiflung lebten.

Und vielleicht ist es kein Wunder, dass gerade hier die dämonischen Buhlteufel, die man auszutreiben hoffte, sich besonders gerne tummelten, sind doch Angst und Schmerz offenbar ein Leckerbissen für diese Wesen.

Warum überhaupt lässt Gott, unser "lieber Vater", all diese Angst, diese Verzweiflung zu, warum gibt es soviel Leid und Elend auf der Welt? Mit der Antwort tun sich selbst die Theologen schwer und viele gelehrte Geister haben darüber gegrübelt. Meist hieß es dann, dass Gottes Wege unerforschlich seien, oder dass er uns das Leid sendet, um uns zu prüfen und zu läutern. Wen Gott liebt, den befehle er bekanntlich außerdem besonders früh zu sich..

Anhänger der Reinkarnationslehre behaupten, wir müssen unsere Schuld für in vergangenen Leben begangen Untaten büßen. So ist z.B. eine in rechtsextremen Kreisen gern gehörte Behauptung, die Juden wären selbst schuld am Holocaust, eben weil sie in einem früheren Leben böse waren. (Übrigens glauben sogar manche Juden selber daran.) Das Kind, das einem Mörder zum Opfer fällt, war halt früher selber einer, also geschieht es ihm ganz recht. All das ist nicht nur purer Unsinn, sondern im höchsten Maße perfide und menschenverachtend.

Angst, Leid und Schmerz sind durchaus gott- bzw. dämonengewollt, denn die Emotionen, die dabei erzeugt werden, sind für diese Wesen- so nehme ich an - eine ständige Quelle des Genusses, sie ernähren sich davon und je mehr Menschen leiden, sich fürchten oder sich gegenseitig ob des rechten Glaubens massakrieren. d.h. den 'Göttern' Menschenopfer darbringen, desto besser.

Nachtrag: Vielleicht ist auch der Kindermord in Darry in Zusammenhang zu den oben erwähnten Kindstötungen zu sehen. Immerhin hatte die Mutter Angst davor, der Satan würde ihre Kinder holen. In Internetforen bezeichnete sie sich selbst als "Patricia Celean", Meisterin der Trauer und des Todes und sprach von zwei Dämonen, die auf ihrer Schulter sitzen.

Reptomaniac
13. Dez. 2007

Quellen:
Karlheinz Deschner- Das Kreuz mit der Kirche
Karlheinz Deschner - Abermals krähte der Hahn
Joachim Kahl - Das Elend des Christentums

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