MYTHOLOGISCHE, ETYMOLOGISCHE UND SYNCHROMYSTISCHE HINTERGRÜNDE VON PARANORMALEN UND RELIGIÖSEN PHÄNOMENEN

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Artikel : SELTSAMES VON GESTERN - TEIL 3
Erstellt am 08.12.2007 23:58:55 (1365 x gelesen)

Von Reptomaniac

Die Verwandlungskünste dämonischer Wesen sind fast unerschöpflich. Dennoch gibt es einige Erscheinungsformen, die von ihnen besonders gern benutzt werden. Eine davon ist:

Der wilde Jäger

In zahlreichen Legenden und Sagen begegnet uns die Figur des "Wilden Jägers", eine verharmlosende Umschreibung für den Satan höchstpersönlich. Jeder wusste, wer in Wirklichkeit gemeint war, aber niemand wagte es den Namen offen auszusprechen, denn es war gefährlich, die wahren Namen der Wesen aus der Anderwelt zu nennen und so erfand man Umschreibungen, Verniedlichungen, um ja nicht die Aufmerksamkeit der dämonischen Kreaturen auf sich zu lenken.

Für den Teufel wurden zahlreiche Umschreibungen erfunden, so wie z.B. Gottseibeiuns, Junker Hans, Herr Urian, der Fürst dieser Welt, der Leibhaftige usw. Besonders symbolträchtig ist die Figur des "Wilden Jägers", ein Wesen das immerzu ruhelos durch die Wälder streift, getrieben von seiner Gier nach Blut und Tod, immer auf der Jagd nach den Seelen der Sterblichen. Mal ist er allein, mal wird er von einer ganzen Schar dämonischer Wesenheiten begleitet. Er ist der gehörnte Herr der dunklen Wälder, Herne, der "Green Man", Robin Goodfellow.

Im Erzgebirge erzählt man sich, dass in den Wäldern in der Nähe des Dorfes Rodau der Waldschütz immer gegen Mitternacht sein Unwesen treibt. Er erscheint in der Gestalt eines kräftigen Mannes und schlägt mit aller Gewalt gegen die Bäume, um das Wild aufzuscheuchen. Man hört, wie seine Hunde die Beute hetzen. Wanderer, die ihm begegnen führt er in die Irre.

So geschah es einem Holzfäller, der auf den Waldschütz stieß und ihm folgte. Mitten im Wald wurde er plötzlich wie von einem Axthieb niedergestreckt und am anderen Tag mehr tot als lebendig aufgefunden. Den Waldschütz beim Namen zu nennen ist hochgefährlich, denn dann rächt er sich (wie alle diese Wesen) auf besonders heimtückische Art und Weise. Die Sage erzählt, dass ein Frevler, der ihn herausgefordert und verspottet hatte, in einem Baumstumpf verwandelt wurde.

Eine ausgesprochen gruselige Geschichte stammt aus Baden-Württemberg. Ein Graf namens Eberhard ritt eines Tages allein durch die Wälder. Plötzlich hörte er laute Geräusche, als wenn eine Jagdgesellschaft an ihm vorüber reiten würde und sah vor sich eine verhüllte Gestalt.

Eberhard fragte den Fremden, ob er ein Geist sei und ihm Böses wolle. Das Wesen behauptete, ein Mensch zu sein und aus altem Adel zu stammen. Eberhard forderte ihn auf, ihm sein Gesicht zu zeigen, ob er ihm vielleicht bekannt sei. Darauf hin entblößte sich die Kreatur. Statt eines Kopfes war nur ein etwa faustgroßes, verschrumpeltes Etwas zu sehen.


Im Jahre 1651 kehrte Johann, genannt der Rühling, ein Landknecht des Rentmeisters von Borken in Hessen, von einer Reise nach Kassel zurück. Als er in der Nähe der Kalbsburg bei Fritzlar war, hörte er von weitem Jagdhörner blasen und Hunde bellen. Kurz darauf begegnete ihm ein Mann in lederner Kleidung mit einer Axt in der Hand. Johann sprach den Unbekannten an, erhielt aber keine Antwort. Stattdessen kam plötzlich ein ihm unbekannter Jäger auf ihn zu.

Das Wesen griff nach ihm und fuhr ihm mit einer eiskalten Hand über das Gesicht. Johann bekam es mit der Angst zu tun und lief so schnell er konnte nach Hause. Am anderen Tag hatten sich auf seinem Gesicht rote Striemen gebildet und an den Stellen, wo das Wesen in das Haar griff, war es ausgefallen. Johann starb nur wenige Jahre nach dem Vorfall.


Dass man sich auf keinen Fall mit den dämonischen Kräften einlassen und sich auch nicht von ihnen berühren lassen darf, wird deutlich in der Novelle "Die schwarze Spinne" von Jeremias Gotthelf aus dem Jahr 1842, die wahrscheinlich manche noch aus dem Schulunterricht kennen. Diejenigen, denen sie unbekannt ist, können sie hier nachlesen: http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=925&kapitel=1#gb_found

Die eigentliche Geschichte ist in eine Rahmenhandlung von einer Tauffeier auf einem Bauernhof eingebunden, wo den Gästen auffällt, dass in den Neubau des Bauernhauses ein alter schwarzer Türpfosten eingebaut ist. Der Großvater erzählt auf Bitten, was es damit auf sich hat. Früher einmal gehörte der Hof Hans von Stoffeln, der die Bauern unterdrückte und knechtete. Diese Not nützt der Teufel aus und bot in der Gestalt des Wilden Jägers seine Hilfe an, als Gegenleistung verlangte er ein ungetauftes Kind.

Die Bäuerin Christine erklärte sich bereit, den Pakt einzugehen. Der Teufel besiegelte den Vertrag mit einem Kuss auf Christines Wange. Als sie ein Kind geboren hatte, taufte es der Pfarrer sofort nach der Geburt und rettete es dadurch. Christine spürte auf ihrer Wange - dort wo sie der Satan in Gestalt des Wilden Jägers geküsst hatte - einen brennenden Schmerz. Es bildete sich ein schwarzer Fleck, der immer mehr anschwoll und zu einer schwarzen Spinne heranwuchs.

Als das nächste neugeborene Kind im Dorf getauft wurde, gebar die Teufelsbrut im Gesicht der Bäuerin Christine unzählige kleine Spinnen, die das Vieh in den Ställen töteten. Als man beschloss, das nächste Kind dem Teufel zu opfern, hört das Viehsterben auf. Christine wollte es dem Teufel bringen, aber der Pfarrer schritt wieder ein und taufte es. In diesem Augenblick schrumpfte Christine und wurde zu einer Spinne, die das Baby und den Pfarrer berührte und dadurch tötete.

Nun fiel die schwarze Spinne über Menschen und Tiere her. Eines Nachts ergriff eine Frau die Spinne und drückte sie in ein Loch im Fensterpfosten, das sie mit einem Zapfen verschließt. Auch sie starb, nachdem sie das Teufelswesen berührt hatte. Die Menschen schienen nun von dem Bösen befreit zu sein und die Jahrhunderte gingen ins Land, ohne dass die Spinne wieder ihr Unwesen trieb. Doch eines Tages wurde sie von einem Knecht wieder befreit und mordete sofort weiter.

Christen, ein Nachfahre jener Frau, die die Spinne eingesperrt hatte, fing das Wesen ein und schloss sie wieder in dem Loch ein, aber auch er bezahlte mit seinem Leben. Als ein neues Bauernhaus gebaut wurde, wurde der alte Pfosten mit eingefügt. Hier hört der Großvater mit der Geschichte auf und die Feier geht bis zum Abend weiter.

to be continued...

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