MYTHOLOGISCHE, ETYMOLOGISCHE UND SYNCHROMYSTISCHE HINTERGRÜNDE VON PARANORMALEN UND RELIGIÖSEN PHÄNOMENEN

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Artikel : DIE BESTIE VON GÉVAUDAN
Erstellt am 28.11.2007 01:11:09 (2452 x gelesen)

Von Reptomaniac

Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Bevölkerung des Dorfes Gévaudan im Südosten Frankreichs mehr als drei Jahre lang durch ein Ungeheuer in Angst und Schrecken versetzt..

Im Juni des Jahres 1764 hütete eine junge Frau im einem Wäldchen in der Nähe des Dorfes Kühe, als sie plötzlich von einer riesigen Bestie angefallen wurde. Ihre Hunde flüchteten und nur weil die Kühe das Untier abwehrten, blieb der Frau bis auf ein paar Kratzer und Schäden an ihrer Kleidung Schlimmeres erspart.

Nach dieser Begegnung beschrieb sie da unbekannte Tier. Demnach hatte es etwa die Größe einer Kuh, einen großen Kopf und ein riesiges Maul mit zwei langen Reißzähnen. Nach diesem ersten Vorkommnis griff die Bestie immer wieder vor allem Menschen, die allein unterwegs waren, an. Es wurden zerstückelte Leichen oder Teile von Gliedmaßen gefunden. Allnählich war die Bevölkerung überzeugt, dass es sich dabei nicht um ein gewöhnliches Tier handelte, sondern um den Satan persönlich.

Unter den Bauern brach Panik aus und sie schlossen sich in ihren Häusern ein, wagten nicht mehr, in den Wald zu gehen oder ihr Vieh auf die Weide zu treiben. Kleine Gruppen wurden gebildet, um die Bestie zu jagen. Jäger, die mit Gewehren bewaffnet waren, schlossen sich an, aber auch ihre Kugeln konnten dem Ungeheuer nichts anhaben.

Am 8. Oktober 1764 stellten zwei Jäger das Tier und schossen aus 10 Metern Entfernung darauf. Und obwohl die Kugeln trafen, erhob es sich sofort wieder, nachdem es gestürzt war. Die Männer schossen noch zweimal, aber jedesmal erhob es sich wieder. Überzeugt davon, dass das Tier tödlich verwundet war, suchte man in den folgenden Tagen nach dem Kadaver, ohne Ergebnis. Stattdessen fand man die Leichen von mehreren Menschen.

Im folgenden Monat organisierte der Offizier Duhamel zusammen mit seinen Dragonern Treibjagden, außerdem war eine hohe Belohnung augesetzt. Aber obwohl die Jagd mehrere Monate andauerte, blieb sie ohne jeden Erfolg, im Gegenteil, die Bestie griff sich noch mehr Menschen als bisher. Schließlich entschloss sich König Ludwig XV., etwas zu unternehmen und beauftragte einen Jäger namens Denneval, der sich im Februar mir sechs seiner Bluthunde auf die Suche begab.

Dennevals Taktik bestand darin, das Tier in eine Falle zu locken, um es dann zu erlegen. Ganze Scharen von Jägern waren dem Monster auf den Fersen, aber es schaffte immer wieder, zu entkommen, ja es es mordete auf seiner Flucht alles, was sich ihm in den Weg stellte.

Am 29. April beobachtete der Adlige De La Chaumette, wie sich die Bestie in der Nähe seines Hauses bei Rimeize an einen Schafhirten heranschlich.

Er rief seine beiden Brüder zu Hilfe und es gelang, das Untier abzulenken und darauf zu schießen. Doch obwohl es getroffen wurde, gelang es ihm wieder zu flüchten und sich im Wald zu verstecken.

Alle hofften, dass es jetzt endlich gelungen war, ihm den Garaus zu machen. Aber im Mai wurde die blutüberströmte Leiche einer gewissen Marguerite und zwei weitere Tote gefunden.

Marguerite war die Freundin von Jacques Denis, dessen Schwester nach einer Begegnung mit dem Monster den Verstand verloren hatte. Dieser machte sich sofort auf die Suche nach dem Untier und es gelang ihm, es zu stellen. Doch obwohl er mit aller Kraft mit seinem Bajonett auf die Bestie einstach, schien ihr das nicht das geringste auszunachen, und er wäre sicher von ihr getötet worden, hätten die anderen Jäger ihm nicht beigestanden und es in die Flucht getrieben.

Denneval, der Beauftragte des Königs, gab die Jagd im Juni auf. Nun sandte der Herrscher seinen Waffenträger Antoine de Beauterne. Inwischen wurden die Gerüchte, dass es sich bei den Vorkommnissen über bösen Zauber handelte, immer lauter. Die Kirche sprach von einem Boten des Teufels, der die Menschen wegen ihrer Sünden heimsuchte. De Beauterne plante sein Vorgehen etwa drei Monate lang.

Am 21. September organisierte er eine Treibjagd mit 40 Jägern und zwölf Hunden. Er vermutete, dass sich die Bestie in der Béal-Schlucht im Wald von Pommier versteckt hielt und sollte damit recht behalten. Es gelang den Jägern, das Tier zu stellen und es endlich zu erlegen. Bei dem Untier handelte es sich um einen Wolf von 1,80 Metern Länge. Der Kadaver wurde ausgestopft und zum Hof des Königs gebracht.

Der Schrecken hatte nun scheinbar endlich sein Ende gefunden, denn bis Ende November geschah anscheinend nichts mehr. In Wirklichkeit ging das blutige Morden weiter, aber der König hatte verboten, darüber zu sprechen. Die Bevölkerung war immer mehr davon überzeugt, es müsse sich dabei um dämonische Mächte handeln, so wie es die Kirche sagte. In der folgenden Zeit holte sich das Untier immer wieder neue Opfer. Insgesamt waren ihm während der ganzen Zeit 102 Menschen zum Opfer gefallen.

Am 19. Mai 1767 wurde wieder eine Treibjagd organisiert, diesmal von dem Marquis d’Apcher. Dieser Teibjagd schloss sich auch ein gewisser Jean Chastel an. Dieser war zusammen mit seinem Bruder Ende August 1765 wegen unterlassener Hilfeleistung verhaftet worden und zwölf Tage lang inhaftiert gewesen. Chastel, der nach Notre-Dame-de-Beaulieu gepilgert war, hatte sich dort seine Kugeln segnen lassen. Ihm gelang es dann auch, am Sogne d´Aubert ein riesiges Tier zu erlegen. Jedenfalls hörte das Morden danach auf. Allerdings machten danach Gerüchte die Runde, Chastel habe die Kreatur selbst gezüchtet und zum Töten abgerichtet.

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Was stand nun wirklich hinter der Bestie von Gévaudan? Es gibt mehrere Erklärungsversuche.

Neben der Verstrickung des Jean Chastel in die Vorkommnisse, wird auch eine dämonische Kreatur, ein Werwolf, in Betracht gezogen. Andere glauben an die Taten eines sadistischen Serienmörders, Kryptozoologen machen eine ausgestorbene Hundeart, Canis dirus, dafür verantwortlich, wieder andere glauben an ein aus einem Zoo entwichenes, nicht einheimisches Raubtier.

Die Geschichte der Bestie von Gévaudan wurde im Jahre 2000 von dem französichen Regisseur Christophe Gans unter dem Titel "Der Pakt der Wölfe" verfilmt. Ihm Jahre 2003 erfolgte ein weiterer Film von Pastrick Volson, "Die Bestie der alten Berge".

WERWÖLFE:
www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... /article.php?storyid=1045

Quellen:

Prisma Verlag, Gütersloh - Mysteriöse Fabeltiere und geisterhafte Wesen
wikipedia

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