MYTHOLOGISCHE, ETYMOLOGISCHE UND SYNCHROMYSTISCHE HINTERGRÜNDE VON PARANORMALEN UND RELIGIÖSEN PHÄNOMENEN

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Artikel : HEXENSEX
Erstellt am 30.04.2011 23:00:00 (18695 x gelesen)

von Corinna

Schon vor vielen Hundert Jahren war die Frage “Sind Dämonen körperlich?” ein Streitpunkt. Die Wesen, - die man damals als Dämonen bzw. Teufel ansah und die heute wohl als angebl. "Aliens" umherschwirren -, mussten..

..trotz ihrer Übersinnlichkeit auch nach damaligen, christlichen Glauben, in der Lage sein, körperliche Formen anzunehmen, da es ihnen möglich war, mit (vorwiegend) Frauen geschlechtlich zu verkehren (Incubus). Einen rein psychischen Geschlechtsakt konnte man sich nicht vorstellen, zudem hatten ja die Betroffenen selbst von echten Dämonen berichtet. Und echter Sex ist nun einmal die intensivste und intimste Form des Kontaktes. So wurde die Frage der Körperlichkeit der Dämonen über Hunderte von Jahren immer wieder aufwendig behandelt und dieser Umstand ist von enormer Wichtigkeit für die heutige Alienforschung.

Dämonische Körperlichkeit und Sex mit diesen Wesenheiten sind spätestens seit dem 13. Jahrhundert ein öffentliches Thema. Zwischen 1400 und 1700 entwickelte sich insbesondere die Frage der Hexenmagie im westlichen Europa anders, als in anderen Kulturen (wo Hexentum sich schon durch kleinere magische Praktiken auszeichnete), - denn insbesondere in Westeuropa beinhaltete der Glaube an Hexenmagie auch die Unterwerfung und das Bündnis mit dem Teufel.

Die größte Sünde aber war Sex mit dem Teufel, und diese körperliche Vereinigung schließlich war es auch, durch die man überhaupt erst zur Hexe wurde. Sex mit dem Satan - dem Erzfeind Gottes - bedeutete körperliche und seelische Aufgabe. Sex mit Dämonen war also besonders eine westeuropäische Facette des Hexentums. Die Wesen, die (so wie heute?) in menschlichen, tierischen oder Misch-Gestalten auftraten, verlangten, dass man mit ihnen einen Pakt eingeht und ihnen seine Seele verkauft. Das eigentliche “Ich” war damit vergangen und man war fortan gänzlich vom Teufel einverleibt, ein Leib- und Geisteigener des Satans: man nennt das 'Besessen'.

Der Teufel verlangte von den fast nur weiblichen Opfern die Teilnahme an ausgefallenen Sexorgien. Viel Zeit nahm man sich von Seiten der Untersucher, um alle perversen Sexpraktiken zu kategorisieren, und übersah, die eigentliche Merkwürdigkeit der Besessenheit näher zu untersuchen.

Was bedeutete es eigentlich in z.B. 1430 ..oder 1680 etc.... anzunehmen, dass Frauen Sex mit dem Teufel haben, so wie mit einem Mann? Was war eigentlich die kulturelle und philosophische Bedeutung dieser Annahme? Wie konnte es sein - und wie wurde es überhaupt zum Thema, - dass Frauen in der Hölle herumhurten?

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Hexenverbrennung
(http://en.wikipedia.org/wiki/File:Persecution_of_witches.jpg , copyright has expired

Das öffentliche Verfolgen der Teufelsbräute hatte für alle eine hohen Stellenwert und Vorteil, ausgenommen für die Hexen selbst. Auf der einen Seite fand die Hexenverfolgung viel Zuspruch beim einfachen Volk, das jede ungeliebte Nachbarin anzeigen konnte, und somit stets einen Sündenbock für jedes kleine Übel parat hatte - und jederzeit eine bequeme Lösung für z.B. unüberwindbare Nachbarschaftsstreitereien. Die so bezichtigen Hexen waren in vielen Fällen nie mit Wesen oder Dämonen in Berührung gekommen und nicht selten war alles, was man ihnen vorwerfen konnte, unheimliches Benehmen, soziale Schwierigkeiten, ein böser Blick, eine vermeintlich böse Absicht – oder „Offenherzigkeit“. Die Menschen fürchteten sich vor kleinen Alltagsritualen, Heilerei oder bösen Flüchen und allem, was irgendwie „anders“ oder von der Kirche nicht toleriert wurde. Der eigentlich ausschlaggebende – der teuflische Aspekt des Hexentums war ihnen (den einfachen Leuten) weitestgehend egal oder unbekannt.

Auf der anderen Seite gab es von gebildeter Seite den Vorwurf an die Hexen, mit dem Teufel im Bunde zu sein, dem eigentlich für die Kirche wichtigsten Aspekt und Grundlage der Hexenverfolgung. In den meisten damaligen Fällen konnten sich Frauen, denen man nachsagte, sie hätten mit dem Teufel verkehrt, entgegen den Unterstellungen NICHT an sexuelle Übergriffe erinnern - wohl aber an Wesenheiten - (so sie denn überhaupt je solche Erlebisse hatten, denn längst nicht alle der Hexenverfolgung zum Opfer gefallenen Menschen hatten auch paranormale Erfahrungen). Dennoch blieb der Vorwurf, mit dem Teufel sexuell verkehrt zu haben ('Teufelsbuhlschaft'), die Hauptanschuldigung in der Zeit der Hexenverfolgungen.

Folgt man den Aussagen damaliger Betroffener, dann finden/ fanden sexuelle Übergriffe bei Begegnungen mit dämonischen Wesen durch diese nicht immer statt - oder möglicherweise auch gar nicht, - wenn man nämlich bedenkt, dass es sich auch dabei lediglich um Deckerinnerungen handeln könnte (so wie es z.B. heutzutage der Fall ist, wenn Abductees davon berichten, dass Aliens sie vergewaltigten oder verführten oder irgendwelche Experimente an ihnen durchführten mit der Absicht, Mischwesen heranzuzüchten). Wie bereits in verschiedenen Artikeln beschrieben, spielten (und spielen) sexuelle Übergriffe bei Erlebnissen mit übersinnlichen Wesen stets eine große Rolle, dennoch kann man eben nicht mit Bestimmtheit sagen, dass diese Sexattacken auch wirklich passieren. Man kann in Bezug auf das (nett ausgedrückt : ) “Besucherphänomen” leider gar nichts mit Bestimmtheit sagen.

Abgesehen davon aber, ob sexuelle Vereinigungen oder sexuelle Gewaltübergriffe nun stattfinden/-fanden oder nicht, - der Dämon, der nachts erscheint, und den man als Incubus (Succubus) bezeichnet, ist immer grundsätzlich ein sog. ‚Alb’ (bitte nutzen Sie zum Stichwort ALB die Suchfunktion auf dieser Seite) und Lungenquetscher. Und bei diesem Oberdämonen handelt es sich lt. des französischen Professors Lecouteux um einen Vampir – womit die Verbindung des Hexenincubus zu den blutraubenden Kreaturen hergestellt ist.

Die Besuche und körperlichen Eingriffe dienen diesen Wesen vermutlich der reinen Futteraufnahme, welches sich womöglich idealerweise aus Blut, Glücks-Hormonen, Sexhormonen, Emotionen usw. zusammensetzt. So könnte ein wie auch immer gearteter sexueller Übergriff speziell der Erzeugung sexueller Energien (Hormone, Emotionen) dienen, die wiederum von den Wesen gierig aufgesaugt werden – ob zur Arterhaltung, als Droge oder als Verjüngungsmittel sei dahingestellt. Ähnliches beschrieb schon die US-Ufoautorin und Alienforscherin Eve Lorgen, nachzulesen in meinem Interview mit ihr: www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... s/article.php?storyid=453

Lorgen sieht u.a. die Sexualenergien als das Ziel der Aliens an, weswegen sie extrem emotionale und stark sexuell orientierte "Love-Bite' Beziehungen unter Menschen "arrangieren". Die sexuellen Übergriffe auf Hexen könnten (so sie denn 'real' stattfinden/ -fanden) so also andeutungsweise erklärt werden.


SPIRITUELL

Die grundsätzliche Annahme, es bestehe eine Möglichkeit, mit Wesen (Dämonen) in körperlichen, sexuellen Kontakt treten zu können, stellte zwischen 1400 und 1700 eine herbe Belastungsprobe für die Kirchenleute dar – gleichzeitig bot sich die Gelegenheit, den einen Beweis für Gott zu erbringen. Bereits seit etwa 1150 war diese Idee des Teufelsexes insbesondere mittels der Literatur angewachsen und war zu einem Umstand geworden, der philosophisch, physiologisch und theologisch erklärbar sein musste, damit er seine Geltung bewahren konnte. Ein besonderes Problem war hierbei, dass westliche, christliche Theologen seit Jahrhunderten behauptet hatten, dass Engel und Dämonen rein spirituelle Wesen seien. Sie hätten keine Körper. Die zu klärenden Fragen lagen auf der Hand: Wie zur Hölle war es möglich Sex zu haben mit einem Wesen, das keinen Körper besitzt?

Engel, die 'geflügelten' Boten Gottes, sind, nach kirchlicher Auffassung, spirituelle Wesen. Sie haben keine Körper (ausser aus Luft) und sind daher unsterblich, denn Sterben setzt einen sterblichen Körper voraus. Die Wesenheiten, die den Menschen quälen und sie durch Zwangspakte vom Pfad der Tugend abbrachten, mussten Gottes Feind entspringen und des Teufels sein. Diese teuflischen Dämonen, die sich offenbar nach Belieben einen Körper zulegen und mit dem Menschen kopulieren können, müssen folglich sterblich sein - zumindest aber verletzlich. [Sie befinden sich demnach auch auf einer Stufe, die unter der Stufe der unsterblichen Engel anzusiedeln sei]

Wenn ein Dämon sich zeitweise einen Körper zulege, dann müsse es dafür einen Grund geben. Er scheint körperliche Begierden stillen zu müssen (oder zu wollen), auch wenn seine Körperlichkeit “anders”, willkürlich und begrenzt scheint. Aber um körperliche Aktivität - insbesondere Geschlechtsakte - auszuführen, bedarf es eines Körpers, der alle notwendigen physischen Eigenschaften besitzt, und zwar solche, die mit denen des Menschen harmonieren. Dämonen mussten also in der Lage sein, sich auf Wunsch zu menschlicher Körperlichkeit zu manifestieren und man ging hierbei von einer Art “virtuellem” ('supernatural') Körper aus.

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Hans Baldung (c. 1480 - 1545)
http://commons.wikimedia.org/wiki/Fil ... ung_Grien_-_Die_Hexen.jpg

Was wäre eigentlich, wenn sích herausgestellt hätte, dass Dämonen rein spirituell wären? Dass sie keine Körper besitzen, und Hexen folglich nicht vergewaltigen würden? Dann wären diese dämonischen Wesen nicht beweisbar - ein rein psychisches Problem, und ein Hirngespinst - und dasselbe hätte man dann vom körperlosen Gott und seinen körperlosen Engeln behaupten können. Man hätte nichts gehabt als das Vertrauen in die Kirche.

Es stand also im Mittelpunkt des kirchlichen Begehrens und Bemühens, nachzuweisen, dass diejenigen Wesen, die bei Frauen in körperlicher Gestalt erschienen, des Teufels seien – und zwar in psychischer wie physischer Natur,- damit war nach kirchlicher Auffassung auch Gott bewiesen. Es war wahr - man musste nur dafür sorgen, dass es auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. Letztlich dienten die paranormalen Wesenheiten und ihre Attacken der weiten Aufrechterhaltung der kirchlichen Lehre – und stärkte diese, da man sich seit Jahrhunderten mit der Frage, wie die realen Attacken von Superweseen sich mit dem Kirchendogma vereinbaren liessen, befasst hatte.


HUREN

Die Idee von Sex mit Dämonen löste sogar eine Art Besessenheit aus bei nichtbeteiligten und richtenden Personen, sowie Theologen. Obwohl betroffene Frauen aussagten, dass der Verkehr mit dem Dämon keineswegs angenehm sondern sehr schmerzhaft und brutal sei, bzw. in üblicher Weise gar nicht stattfand, fragten Gelehrte und Offizielle sich vielmehr, ob der Teufel womöglich in der Lage sei, Frauen genauso glücklich zu machen wie es Männer taten ? So empfand man Hexentum, - nicht aus pornographischer Sichtweise sondern vielmehr aus metaphysischer (über die Erfahrungswelt hinausgehener, übernatürlicher) Sicht - auch als Verbrechen (Nebenbuhlerschaft) an den Männern und der Gesellschaft, denn Hexen waren zweifellos in jeder erdenklichen Sicht sexuell pervers veranlagt und stellten den Inbegriff der Sünde dar.

Die, denen die kirchlich-gesellschaftlichen Entscheidungen oblagen – die einflussreichen Männer – waren metaphysische Voyeure. Was sie sehen wollten, spielte sich nicht hinter verschlossenen Schlafzimmertüren ab, sondern hinter der Barriere zum Tod oder jenseits der Barriere zum Menschlichen. Hexen waren Huren, die wie Nixen und Sirenen ihre Verführungskünste ausnutzten. Die Hexen wurden selbst zu Dämonen und mussten als der menschliche Teil des Teufels - welcher ja nur über einen zeitweise und virtuellen Körper verfügte- , an seiner Stelle hingerichtet werden. Der Teufel wurde im Namen Gottes - stellvertretend durch die Inquisitoren, vernichtet (und: Gott ist immer mächtiger als der Teufel..).

Mit der abwertenden Einstellung gegenüber den chancenlosen Opfern, stellte man schließlich klar heraus, dass die Frauen sich freiwillig auf die teuflischen Liebesfreuden einließen, was besonders verabscheuungswürdig war. Sie waren einfach zu schwach, sich zu widersetzen. Daher gab es auch nur geringe Zahlen von männlichen Hexen. Der Mann war nicht körperlich und geistig schwach, und nicht beeinflussbar wie das Weib – ein Mann war keine keine leichte Beute -, daher für den Teufel nicht interessant genug. Im übrigen war es von Bedeutung, dass der Dämon der dominante, aufsitzende Teil des Geschlechtsaktes darstellte: Also der „männliche“, - während die Frauen nur passiv und unbeteiligt „dalagen“. Mit einem Mann war es da schon schwerer...

Kirchengelehrter und spät heilig gesprochener Thomas Aquinas (1225 - 1274) deutete an, dass Dämonen sich kurzzeitig als weibliche Gestalten zeigten, um den Männern das Sperma zu entlocken (Succubus) – dann würden sie dieses in männlicher Dämonengestalt den Hexen injizieren; denn ein Dämon hätte vermutlich guten Grund zum Sex: das Erzeugen einer dämonischen Nachkommenschaft.

[Anm.: Thomas Aquinas Kirchenlehrer, integrierte die Hexenluftfahrt, die Tierverwandlung und das Wettermachen ebenso wie den Teufelspakt in die Vorstellung von schadensbringenden Weibern, aus denen später die Hexenvorstellungen hervorgehen. Er legt damit als renommierter Denker eine der bedeutsamen Grundlagen für die späteren massenhaften Hexenverbrennungen. Seine Ideen basierten auf noch früheren theologischen Gedanken. ]


Die Frau prostituierte sich, und war nicht etwa ein Opfer sondern mit dem Teufel im Bunde – und damit sein Werkzeug. Dass die Frauen vielleicht gar keine Wahl hatten, fand nur wenig bis gar keine Berücksichtigung. Es ging im Vordergrund nicht um Frauenhass, sondern alleine um die Erfahrungen und die Tatsache,dass Frauen mit dem Teufel kopulierten und die damit verbundene Anstrengung, dem "Bösen" Herr zu werden. Die Freiwilligkeit machte aus der Teufelbuhlschaft erst die wahre Schande. Und ja, der einzige Weg, dem Dämon den Garaus zu machen (einem körperlichen, nur zeitweise virtuell vorhandenen Wesen konnte man ja nichts anhaben..) war also die Vernichtung seines Wirtes - und sofern dieser auch noch freiwillig mitmachte, war es um den Wirt (die Hexen) erst recht nicht schade. Dass es sich dabei fast nur um Frauen handelte...lag (wie beschrieben) in der Natur der Dinge...

Damit war die klare Ordnung und das kirchliche Weltbild wieder hergestellt. Gott würde immer über das Böse siegen und die Gesellschaft wurde - dank der Kirche - von dem Übel befreit.


Die Dämonen gelangten durch Annahme eines körperlichen Zustandes zu körperlichen Freuden und gleichzeitiger Herrschaft über Körper und Seele der „Besetzten“ Der Teufel trat als Humanoider auf, als Tier oder als Mischwesen, wobei er stets menschliche Eigenschaften aufwies: Er aß, trank, hatte ausschweifende Sexorgien, und strafte diejenigen, die sich ihm nicht unterwarfen. Offenbar besaß er nicht die Macht, jede Frau zu zwingen, wohl aber die Macht, jede dahingehend zu manipulieren und zu besetzen, dass sie ihm freiwillig folgte (Mind control).

Der Franzose Nicolas Jacquier schrieb in 1458, dass Übergriffe durch den Teufel nicht bei schlafenden Personen stattfinden würde. Sie müssten erst geweckt werden. Die Betroffenen würden die Attacken daher stets bewusst miterleben, den Teufel sogar sehen. Und in den Tagen danach würden sie erkranken, und sich schwach fühlen, als hätte der Dämon ihnen die ganze Lebenskraft ausgesaugt (vergleiche Abductions). Das sei ein weiterer, eindeutiger Hinweis für das wahre und körperliche Erleben und die (zeitweise) Quasi-Körperlichkeit von Dämonen. Zudem würden die Opfer sich schämen ob der meist perversen Erlebnisse, die sie durchmachten. J. machte sich auf die suche nach Menschen, die derartige Erlebnisse bestätigen würden, und wurde fündig. Das pervers abartige Verhalten von Hexen und ihre völlige Unterwerfung gegenüber dem teuflischen Meister war real.

Der Glaube der Kirche und ihre zunächst verzweifelt und dann mit aller Härte zuschlagende Umsetzung der göttlichen Gerechtigkeit geschah vor allem, um die christliche Lehre bestätigt zu finden, denn wenn es keinen Teufel in Gestalt von Dämonen gäbe, dann würde die kirchlichen Weisheiten (Himmel und Hölle etc) nicht stimmen. Mit dem Nachweis des Hexensexes - bzw. dem Nachweis, dass der Teufel verantwortlich war für die Attacken auf die 'Weiber'-, war der kirchliche und für jedermann nachvollziehbare Beweis erbracht, dass das spirituelle “Böse” sich jederzeit einen Körper zulegen konnte und so war die Frage, wie man sich des Teufels wieder entledigen konnte (durch Gottes Gesetze), mit der Hexenverfolgung gleichfalls beantwortet.

Man deutete ferner an, dass es sich bei allen Göttern der Frühzeit, die von den Naturreligionen in Aegypten, Griechenland, Rom usw. verehrt wurden, um Dämonen gehandelt hatte. Dem Grunde nach waren diese Religionen satanistischer Natur. Das Christentum indes hatte einen Gegenspieler zu Satan vorzuweisen UND damit alleine die Macht, über ihn zu siegen...

Dass es sich bei jeder Religion - und so auch dem Christentum - ebenfalls um Satanismus (Teufelsverehrung) handeln könnte – jedenfalls in dem Fall, wenn es nur eine Supermacht gäbe und keinen "lieben" Gott, konnte selbstverständlich nicht DISKUTIERT werden, denn das wäre ja eine von innen heraus funktionierende Selbstzerstörung christlicher Grundgedanken gewesen. Dass selbst nicht-religiöse Menschen beizeiten den Dämonen ihre (umgewandelten) Menschenopfer bringen, kann man zB in dem Artikel BURNING MAN nachlesen:
http://www.ufos-co.de/news_artikel/ht ... s/article.php?storyid=905

Ahnungslos wird dort von den Teilnehmern des Burning Man Festivals den 'Menschenfressern' gehuldigt - werden die Teilnehmer nach frühzeitlicher Opfermentalität manipuliert - und es hat den Anschein, dass durch solche Veranstaltungen und verschiedene andere Traditionen das Böse immer wieder seinen Weg in unseren Alltag findet. Wir alle leben solche Traditionen (ich habe in anderen Artikeln bereits sehr viele Beispiele gebracht), den allerwenigsten ist das jedoch bewusst - leider auch den Ufoforschern nicht, die sich in der Regel lieber mit grauen oder grünen Marsmenschen, Star-Wars Antrieben, irgendwelchen US-Verschwörungstheorien oder den Vorbereitungen auf die große Mensch-ET-Begegnung befassen. Sie haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht...


DAS FRÜHE ALIENPHÄNOMEN

Man hatte also (um auf die Zeit der Hexenverfolgung zurückzukommen) offenbar das frühe Alienphänomen, oder sollte man sagen das alte Dämonenphänomen, benutzt, um die Existenz Gottes zu untermauern. Wenn man einmal davon augeht, dass die unbekannte Macht und ihre Wesenheiten (oder wie man sie damals nannte „Wesen übermenschliche Natur“), die gem. Jacques Vallee nicht nur den Einzelnen sondern die gesamte menschliche Geschichte und Kultur manipulierte, verantwortlich ist für die Begründung der Religionen (die wie sie totale Unterwerfung fordert), dann könnte man auch annehmen, dass ihr (der unbekannten Macht) die Anstrengung der Menschen, Beweise für göttliche Theorien zu finden, ebenfalls bekannt war - und sogar beabsichtigt war, d.h. die Hexenverfolgung war Bestandteil des „grossen“ Plans der übermenschlichen Macht (..so wie Vallee's Erachtens nach der moderne Ufo- und ET-Glaube ebenfalls ein so beabsichtigter Mythos ist).

Demnach wäre es möglich, dass alles, was die Kirche und ihr Dogma stabilierte, ebenfalls beabsichtigt war, und dazu müsste man dann auch die Hexenverfolgung (der Kampf gegen - und Sieg über den Teufel) rechnen. Immerhin, die Folter und Bandopfer wären den dämonischen Mächten nebenbei ein willkommener Leckerbissen gewesen, hatten sie doch von den Menschen seit Anbeginn Blut- oder Brandopfer gefordert.

Mit der Hexenfolter und den Morden brachten die dämonischen Wesen die Kirche (die eigentlich Menschenopfer verboten hatte) dazu, ihnen freiwillig zu geben und in Stellvertretung von Gott genau das zu liefern und opfern, was ihnen Genuss bescherte und was sie brauchten: Schmerz, Angst, Todeskämpfe. Die „spirituelle Jagd“ der kleinen Teufel ist nicht die gleiche, die der Mensch ausübt, wenn er Fleisch jagd.

Der "Teufel" bedarf offenbar einer emotional ansteigenden Komponente, wenn es ums Jagen geht: Spiel, Beeinflussung, lang angelegte Kultur und Entwicklung sowie Religion, perverser Humor, und geistige Reize = all das macht Appetit ..und die menschliche Geschichte sowie das Abernten ihrer manipulativ entstandenen Greuel stellen möglicherweise des Teufels Speiseplan dar, wobei Teufel nur ein Begriff von vielen ist - ein Name - für „DIE“. So ist das ganze Menschendasein möglicherweise nur Herdenhaltung auf der Spielweise dämonischer Umsessenheit [Dämon heisst "Übersinnliches Wesen"]

Die Diskussion um die Gestaltenwandlerischen Fähigkeiten von Dämonen und die sexuellen Übergriffe wiederholt sich heute in der Frage um die Beschaffenheit und das Motiv von sogenannten Aliens. Sie tauchen auf, verschwinden, sind da, und wiederum auch nicht. Sie werden in realitätsfremden Zuständen erlebt (Oz Faktor, Missing Time, Träume...)

Sexuelle Efahrungen mit den Unbekannten werden heute - ganz nach moderner wissenschaftlicher Überzeugung - häufig als Genexperimente gedeutet. Heutige Begegnungen mit seltsamen Wesenheiten weisen alle Kriterien auf, die man damals als Indiz für einen teuflischen Übergriff deutete. Die Verbindungen zwischen dem Teufel und seinen Hexen einerseits und den Aliens und ihren Abductees andererseits sind unübersehbar und nur Alienforscher, die keine sind, kommen ohne eine diesbezügliche, detaillierte Forschung aus.

Wenn heute führende Entführungsforscher von technisch fortgeschrittenen, genetischen Experimenten von ET’s am Menschen und von Hybridenzucht (Alien-Mensch-Mischrasse) sprechen, dann ist das nur eine Wiederholung (Fortsetzung) der religiös-christlichen Vorstellungen von vor etwa 1000 Jahren oder von noch älteren Kulturen. Alles was damals passierte, passiert heute. Zur Deutung ziehen wir unser nun technisches Verständnis heran, ohne dass sich wirklich viel geändert hätte. Der Glaube der aufgeklärten UFO u. Ausserirdischen Fans basiert im Grunde auf christlichen Motiven.: Die Hybriden-Zucht-These ist uralt.

Religion ist Dämonologie..ist Alienologie ...und die Hexenverfolger von damals waren eigentlich frühe Phänomene Forscher!

Für Sie am 28.09.2007 geschrieben von Corinna

To be continued with ….

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'Demon lovers, witchcraft, sex and the crisis of belief' (2002), Walter Stephens, Chapter 1-4
u. Wikipedia


Chronologische Darstellung der Entwicklung der Hexenlehre
Wikipedia

-Altertum
Assyrer, Babylonier und Griechen glauben an Zwischenwesen (Dämonen)
der Glaube an dämonische Zwischenwesen wird im römischen Staat in den Götterkult integriert
im Judentum bzw. Christentum übernimmt der Teufel die Rolle des personifizierten Bösen
-3./4./5. Jh. n.Chr.
Das Christentum wird Staatsreligion im römischen Reich. Alte Glaubensvorstellungen von Dämonen und Göttern fließen in die Glaubenspraxis vieler christianisierter ehemaliger Heiden ein und führt zu regionalen Spielarten des Christentums.
Die Kirchenväter erarbeiten die Grundsätze der nun modifizierten Dämonologie.
-um 800
Karl der Große verbietet die Zaubererverfolgung in seinen Gesetzen
-um 900
der canon episcopi, Bestandteil des kanonischen Rechts, lehnt einen Glauben an Hexen und Hexenflug als Phantasiegespinst ab
-um 1199
Papst Innozenz III. (1198 - 1216) setzt kirchliche Sonderbeauftragte zur Durchführung der Inquisition gegen Ketzer ein
-1219 - 22
Caesarius von Heisterbach verfasst sein Buch Dialogus miraculorum (Dialog über die Wunder), in dem er das vorgebliche Treiben von Hexen beschreibt
-im 13. Jh.
Ausbau der Inquisition unter der Päpsten Gregor IX. (1227 - 1241) bis Bonifatius VIII. (1294 - 1300)
-1224
Kaiser Friedrich II. setzt den Tod auf dem Scheiterhaufen als Strafe für Ketzer ein
-um 1225
Der Sachsenspiegel sieht die Verbrennung als Strafe für Ketzerei und Zauberei vor
-1229
Das Konzil von Toulouse regelt Verfahren und Bestrafung bei Ketzerei, wobei kirchliche und weltliche Gewalt Hand in Hand arbeiten sollen
-1248
Papst Innozenz IV. überträgt offiziell die Inquisition an die Dominikaner
-Mitte 13.Jh.
die Gelehrten der Hochscholastik geben dem Dämonenglauben wieder eine bedeutende Stellung im Rahmen der Theologie
-ca. 1225 - 1274
Thomas von Aquin, scholastischer Gelehrter und einer der Kirchenlehrer, integriert die Teufelsbuhlschaft, die Hexenluftfahrt, die Tierverwandlung und das Wettermachen ebenso wie den Teufelspakt in die Vorstellung von schadensbringenden Weibern, aus denen später die Hexenvorstellungen hervorgehen. Er legt damit als renommierter Denker eine der bedeutsamen Grundlagen für die späteren massenhaften Hexenverbrennungen
-ab 14. Jh.
allmähliche Gleichsetzung von Ketzerei und Zauberei, da bei beiden Delikten der zentrale Vorwurf der des Abfalls von Gott und der Hinwendung zum Teufel ist
-ca. 1300
Arnaldus de Villanova (1235 - 1311) schreibt De maleficis
-ca. 1330
das Buch Super materia haereticorum von Zanchinus Ugolini (1302 - 1340) wird veröffentlicht
-1323
Thomas von Aquin wird heilig gesprochen - noch wird seine Definition die Hexerei betreffend nicht angewandt. Erst später wird sie als erlösende Entdeckung und Würdigung ihre unheilvolle Wirkung entfalten
-1370 / 1376
Nicolaus Emericus (1320 - 1399) schreibt seine Zaubertraktate:Tractatus contra daemonum invocatores und Directorium Inquisitorum
-seit dem 15. Jh.
Thomas von Aquin wird mit dem Ehrentitel doctor angelicus ausgezeichnet . Seine Lehren werden dementsprechend immer mehr verbreitet, anerkannt und sogar verehrt
-ca. 1435 - 1437
Johannes Nider (1385 - 1438) schreibt sein Buch Formicarius
-ca. 1450
die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg legt den Grundstein zur Verbreitung des bald perfekt definierten Hexenglaubens und der Maßnahmen, die dagegen zu ergreifen seien
-ca. 1458
Nicolas Jacquiers Abhandlung Flagellum Haereticorum Fascinariorum wird niedergeschrieben und erlangt nach und nach in Fachkreisen Bekanntheit, wird aber wohl erst 1581 in einer stärkeren Auflage gedruckt
-ca. 1460
Girolamo Visconti schreibt Lamiarum sive striarum opusculum
-1482
Bernard Basin verfasst Tractatus de artibus magicis et magorum maleficiis
-1484
Papst Innozenz VIII. (1484 - 92) unterzeichnet die Bulle Summis desiderantes affectibus, sie war ihm durch Heinrich Institoris in endgültiger Form vorgelegt worden. Institoris diente sie als Legitimation für den Hexenhammer, die uneingeschränkte Hexenverfolgung in Deutschland konnte damit beginnen.
-1487
Heinrich Kramer (lat.: Henricus Institoris) veröffentlichte mit seinem Buch Malleus Maleficarum ( Der Hexenhammer) ein inquisitorische Gebrauchsanweisung. Dass Jakob Sprenger Mitautor oder -herausgeber des Buches sei, ist falsch. Diese Auffassung ist jedoch auch heute noch anzutreffen. Bei der überaus einflussreichen Schrift handelt es sich eine bloße Zusammenführung, Kompilation, früherer Hexenschriften - Institoris brachte nichts Neues hervor. Sein Machwerk fand u.a. durch die dieses Buchdruckerkunst weite Verbreitung und gilt als eines der unheilvollsten Bücher der Geschichte, da es jahrhundertelang zur Rechtfertigung der Hexenverfolgung diente. Die späteren Hexentraktate gelten entweder gleichsam als Kopien des Hexenhammers , oder sie behandeln Teilaspekte intensiver oder sie versuchen die Theorie im Ganzen oder in Teilbereichen zu widerlegen.
-Ende 15. bis Mitte 17. Jh.
Hochphase der europäischen Hexenverfolgung
Hexenverfolgung in Salem
zahlreiche Traktate im Sinne der Hexenlehre und einige wenige, die gegen den Hexenglauben gerichtet sind, werden verfasst (vgl. dazu auch den Artikel Hexentheoretiker
-nach 1700
immer mehr hält die Vernunft Einzug in die Wissenschaft, wovon auch die Hexenlehre nicht unbeeinflusst bleibt
langsames Verdrängen der Folter aus der Gerichtspraxis durch die Vorstellungen der Aufklärung
-1773
Eva Faschaunerin wird nach dem wohl letzten Hexenprozess Österreichs enthauptet, abgehackte Körperteile werden zur Schau gestellt.
-1775, 11. April
Anna Schwegelin (auch Anna Maria Schwägel) (Kempten) wird als letzte Hexe offiziell in Deutschland verurteilt. Sie stirbt im Gefängnis, das Todesurteil wurde nicht vollstreckt.
-1782, 13. Juni
Anna Göldi wird in Glarus enthauptet. Es wird ihr zur Last gelegt, mit Hilfe des Teufels Stecknadeln in die Milch eines Kindes gehext zu haben. Offiziell wegen Giftmordes verurteilt.
-ab 1800
nur noch vereinzelte Hexenprozesse (wenn Todesfälle vorkommen, dann im Zusammenhang mit Lynchjustiz durch das Volk)
die Hexe wird in das Märchenreich verbannt
der Teufel spielt immer mehr nur noch eine untergeordnete Rolle in der Vorstellungswelt der Menschen
andererseits entwickeln sich der Okkultismus und moderne Naturreligionen, deren Anhänger sich wieder als Hexen bezeichnen, z.B. die Wicca.
-Zeit des Nationalsozialismus
Zwischen 1933 und 1945 entwickelte Reichsführer-SS Heinrich Himmler eine "nationalsozialistische Religion" mit der Verehrung germanischer Götter und einem Hexenglauben. Er behauptete, Hintergrund der Hexenverfolgungen der Frühen Neuzeit sei das Bestreben der Kirche gewesen, das angeblich geheime Wissen der „weisen Frauen“, zu vernichten, die allesamt „reinrassige Germaninnen“ gewesen seien. Die der Hexenlehre zugrunde liegende Verschwörungstheorie wurde hier umgedreht: Nicht die Hexen hätten sich mit dem Teufel verschworen, um allerlei Schadenszauber anzurichten, sondern die Kirche, hinter der das Judentum gestanden hätte, habe sich verschworen, angeblich altgermanisches Wissen und Brauchtum auszurotten. Diese Überzeugung führte dazu, dass die Nationalsozialisten an der Erforschung des frühneuzeitlichen Hexenwesens und der Hexenverfolgung sehr interessiert waren und der Sicherheitsdienst der SS zu diesem Zweck 1935 ein eigenes Institut ins Leben rief, die Hexenkartothek. [2]
-1944
1944 wurde die Schottin Helen Duncan als letzte Person mit dem Hexereigesetz von 1735 verurteilt. Das Gesetz wurde daraufhin 1951 aufgehoben.[3]
-1954
letzter in Großbritannien geführter Prozess gegen eine Hexe, wobei man sich auf ein Hexengesetz aus dem Jahr 1754 berief (allerdings kam es zu keiner Verurteilung).
-ab 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts
vermehrte künstliche Wiederbelebung der vermeintlichen Hexenkulte in der Esoterik, z. T. auch im Sinne der frühneuzeitlichen Hexenlehre
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