MYTHOLOGISCHE, ETYMOLOGISCHE UND SYNCHROMYSTISCHE HINTERGRÜNDE VON PARANORMALEN UND RELIGIÖSEN PHÄNOMENEN

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Artikel : DER FALL MELCHIOR JOLLER
Erstellt am 10.09.2007 01:25:45 (1572 x gelesen)

von Reptomaniac

Im Jahre 1862 ereigneten sich im Haus des Anwalts und Politikers Melchior Joller in Stans, der Hauptstadt des schweizerischen Kantons Nidwalden, äußerst strange Vorfälle, die bis heute ein Rätsel geblieben sind..

Melchior Joller (1818 bis 1865) war Anwalt und ein radikalliberaler Nationalrat im schweizerischen Parlament, ein nüchtern und realistisch denkender Mensch, der sich gegen jede Form von Aberglauben verwahrte. Umso bemerkenswerter ist, dass gerade er und seine Familie im Zentrum bisher unerklärlicher Ereignisse standen, die sich im Jahre 1862 ereigneten.

Joller wohnte zusammen mit seiner Frau und sieben Kindern in der Ortschaft Stans, etwa 30 km von Luzern entfernt, in einem Haus, das er von seinen Vorfahren geerbt hatte. Er war ein hochangesehener Bürger, Gründer einer liberalen Zeitung und erreichte die Abschaffung der Todesstrafe in seinem Kanton Nidwalden. Und wie schon erwähnt, stand er abergläubischen Vorstellung ausgesprochen negativ gegenüber.

Im Jahre 1862 jedoch geschahen in seinen Hause derart merkwürdige und unheimliche Ereignisse, dass sie sein Weltbild auf den Kopf stellen sollte und seine ganze Existenz vernichten sollte.

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Begonnen hatte alles damit, dass in den Betten und Tischen ein lautes Klopfen zu hören war. Joller glaubte nicht an eine paranomale Ursache und versuchte immer wieder eine rationale Erklärung zu finden. Den Befürchtungen seiner Familienmitglieder, das Haus werde von bösen Geistern heimgesucht, schenkte er zunächst keinen Glauben. Im Laufe der Zeit verstärkten sich allerdings die Häufigkeit und Intensität dieser seltsamen Geräusche immer mehr. Und es kamen auch andere unerklärliche Ereignisse hinzu. Möbel bewegten sich ohne erkennbare Ursache, Türen öffneten und schlossen sich. Aus dem Kamin fielen faustgroße Steine in das Wohnzimmer, um dann durch das Fenster in den Garten, wo sich gerade die Töchter aufhielten, zu fliegen. Zum Glück wurde dabei niemals jemand verletzt. Auch wurden die Familienmitglieder wiederholt von unsichtbaren Wesen berührt.

Aber nicht nur Möbel, Türen und Steine entwickelten ein seltsames Eigenleben, auch Früchte. Joller schrieb in seinem Tagebuch, in welchem er die Vorfälle notierte, über einen Apfel: "Derselbe kam, von oberhalb des Hauses über die untere Stiege heruntergeworfen, an die Haustüre, von welcher er dann an mir vornüber durch den Gang in die Küche hopfte."

Auch die Klopfgeräusche wurden immer seltsamer. Eines Tage hörte er ein heftigen Pochen an der Haustür, das sich den Wänden fortsetzte. Joller beschloss, darauf zu reagieren und klopfte seinerseits zurück. Als Antwort hörte er ein rythmisches, lautes Pochen, so wie Morsezeichen. Auch das Gehämmere an der Tür wurde lauter. Joller öffnete sie daraufhin, aber niemand war zu sehen.

Er durchsuchte sein ganzen Haus von oben bis unten, um der Ursache auf die Spur zu kommen, denn er glaubte an eine Intrige seiner politischen Gegner. Obwohl er keinerlei Hinweise fand, glaubte er immer noch nicht an eine paranormale Ursache. Inzwischen waren die Vorgänge in dem Haus auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt und zahlreiche Menschen wurden ebenfalls Zeuge dieser unerklärlichen Vorkommnisse. Es kam auch das Gerücht auf, Joller habe erhebliche finanzielle Schwierigkeiten und stecke selbst dahinter.

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Auch sein Sohn wurde als Urheber verdächtigt. Eine Theorie, die der Bauingenieur Werner Husmann anläßlich eines Dokumentarfilns über die damaligen Vorfälle äußert, geht dahin, das Joller hoch verschuldet war und sein Hauptgläubiger dessen Haus in seinen Besitz bringen wollte. Dieser Gläubiger habe der Familie dann heimlich einen "Untermieter" ins Haus gesetzt, der den Geist gespielt hat.

Überregionale Zeitungen berichtetet über die Sache und zahlreiche Schaulustige wurden angelockt. Für Joller hatte das alles beruflich ziemlich negative Folgen. Seine ehemals florierende Anwaltskanzlei ging immer schlechter, da die Klienten befürchteten in die Sache verwickelt zu werden und mit der Zeit ausblieben.

Die Vorfälle wurden immer unheimlicher. Als sein Sohn Oskar eines Abends nicht wie gewohnt zum Abendessen erschien. suchte Joller nach ihm und fand ihn schließlich ohnmächtig in der Ecke eines Zimmers liegend vor. Oskar erzählte, nachdem er wieder zu sich gekommen war, dass es dreimal an seiner Tür geklopft habe. Daraufhin habe sie sich geöffnet und eine weißes, unförmiges Wesen habe das Zimmer betreten. Auch in anderen Räumlichkeiten wurden weißliche und graue formlose Wesen beobachtet, die durch die Zimmer schwebten.

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Am 21. September erteilte Joller einer Kommission die Vollmacht, den Vorgängen in seinem Haus auf den Grund zu gehen. Die Familie bezog währenddessen Quartier in einem Hotel. Während der Untersuchungen durch die Kommission ereigneten sich jedoch im Haus keinerlei außergewöhnlichen Vorfälle, so dass die Angelegenheit schließlich ergebnislos zu den Akten gelegt wurde.

Wie bereits erwähnt, verdächtigte man Joller selbst, der Urheber des Spuks zu sein. Er wurde gesellschaftlich isoliert, verhöhnt und verspottet. Die Familie war schließlich am Ende ihrer Kräfte und zog nach Zürich. Aber auch da sollten ihn die strangen Ereignisse einholen. Melchior Joller soll dort ein bisher noch unbekanntes unheimliches Erlebnis gehabt haben, das seine Haare über Nacht weiß werden ließ. Nachdem er seiner Familie davon erzählt hatte, verließen sie Zürich überstürzt und zogen nach Rom. Dort verstarb Melchior Joller nach kurzer Zeit im Alter von nur 47 Jahren.

Was steckt nun wirklich hinter den damaligen Vorgängen? Es gibt eine Menge von Theorien, aber keine ist zufriedenstellend. Die Spekulationen reichen, wie gesagt, von Jollers oder seines Sohnes Urheberschaft über Intrigen politischer Gegner oder Manipulationen seiner Gläubiger bis hin zu der Vermutung, Jollers verstorbene Großmutter Veronika Gut sei der Auslöser gewesen.

Auch wurden ihm Psychosen unterstellt. Der Parapsychologe Dr. Dr. Walter von Lucadou, der sich eingehend mit dem Fall beschäftigt hat, behauptet, Joller selbst sei durch seine berufliche Zerissenheit zwischen seiner Anwaltskanzlei und seinem politischem Mandat vollkommen überfordert gewesen und sei, ausgelöst durch diese Streßsituation selber ungewollt die Ursache jener seltsamen Ereignisse gewesen.

Quellen:
geisterwelt.de
parapschologische_beratungsstelle.de
geocities.com
Aktuelles Gemeinde-Info der politischen Gemeinde Stans

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